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Projekt "StromFahrer" beginnt mit Pilotbetrieb

DSW21 startet mit der Busflotte in die Elektromobilität: Ab dem 22. September werden die ersten "StromFahrer" im Pilotbetrieb werktags auf den Buslinien 445, 447 und 450 eingesetzt.

Bild: DSW 21
StrromFahrer
Die neuen Elektro-Busse tragen spezielle Aufschriften und sind so für jede*n schnell zu erkennen.
Bild: DSW 21

Die betreffenden Linienwege führen relativ nahe am Betriebshof Brünninghausen vorbei und eignen sich aufgrund ihrer Fahrzeug-Einsatzlängen gut für den anfänglichen Linienbetrieb der Elektrobusse.

Mit Fertigstellung der Umsteigehaltestelle am Betriebshof in Brünninghausen nach den Herbstferien erfolgt der nächste Schritt: Die Elektrobusse kommen dann, wie ursprünglich geplant, auf der stark frequentierten Linienverknüpfung 470-440-437 zum Einsatz. Sie durchquert die Stadt von Mengede im Nordwesten nach Sölde im Südosten. Die Busse kommen hier insgesamt auf eine tägliche Fahrleistung von mehr als 300 Kilometer. An der Umsteigehaltestelle können die Busse dann bei Bedarf gegen frisch aufgeladene Fahrzeuge ausgetauscht werden.

Elektromobilität live erleben

"Wir wollen den Dortmunder*innen so früh wie möglich die Gelegenheit geben, die Elektromobilität hautnah zu erleben. Daher weichen wir für diese kurze Pilotphase von unseren ursprünglichen Plänen ab und haben uns ganz pragmatisch für einen zweistufigen Start entschieden, erläutert DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger. Hintergrund: Nachhaltige Lieferschwierigkeiten verhindern nach wie vor die komplette Fertigstellung der Ladeinfrastruktur. Für das letzte Teilstück zu den zwölf Ladestationen in der Bushalle fehlen wenige hundert Meter Spezialkabel. Den Pilotbetrieb kann das Verkehrsunternehmen jedoch mit den bereits funktionstüchtigen zehn Ladepunkten im Schnellladebereich schultern. Weitere acht Ladepunkte im südlichen Bereich des Betriebshofs sollen bereits in den nächsten Wochen betriebsbereit sein.

Wichtiger Baustein für Klimaschutzziele

"Unsere Busflotte, die bereits heute zu den modernsten und emissionsärmsten des ganzen Landes zählt, erreicht nun im Hinblick auf Klimafreundlichkeit sukzessive ein ganz neues Level. Wir reduzieren den Schadstoff-Ausstoß und natürlich auch den Geräuschpegel der Fahrzeuge. Dies alles zahlt direkt auf die Lebensqualität in unserer Stadt ein", so Jaeger weiter. Analog zum weiteren Baufortschritt bei der Ladeinfrastruktur werden schrittweise immer mehr Elektrofahrzeuge in den Linienbetrieb gehen können. Sobald DSW21 dann mit allen 30 vorhandenen E-Fahrzeugen fährt, ist etwa ein Fünftel der gesamten Flotte emissionsfrei unterwegs. Der Kraftstoffverbrauch reduziert sich um ca 900.000 Liter pro Jahr. Und das "StromFahrer"-Projekt markiert ja lediglich den Einstieg in den emissionsfreien ÖPNV: Derzeit erarbeitet DSW21 eine Dekarbonisierungsstrategie zur weiteren Umsetzung.

Hohe Mindestreichweite und schnellladefähige Akkus

Im Zuge des "StromFahrer"-Projektes hat DSW21 insgesamt 30 Elektro-Busse beim Unternehmen Solaris, einem der führenden Bushersteller in Europa, beschafft. Sie verfügen über eine Mindestreichweite von 200 Kilometern und haben schnelladefähige Akkus. So wird kein Nachladen auf der Strecke notwendig sein. Ein weiterer Vorteil: Die Fahrzeuge können perspektivisch flexibel eingesetzt werden – etwa auch bei Großveranstaltungen.

"Wir haben mit unserem Einstieg in die Elektromobilität bewusst gewartet, bis die Fahrzeuge über eine Serienreife verfügen und solide Standards garantieren. So ist sichergestellt, dass die E-Busse ihren Pendants mit Verbrenner-Motoren in Sachen Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit in Nichts nachstehen“, sagt DSW21-Betriebsleiter Ralf Habbes und lenkt auch den Blick auf die umfangreichen Vorbereitungen, die zuvor notwendig waren. So hat DSW21 hunderte Mitarbeitende in der Werkstatt und im Fahrdienst im Umgang mit einer neuen Antriebstechnologie schulen müssen – während der reguläre Linienbetrieb ungehindert weiterlief. Habbes: "Das war ein riesiger Kraftakt für unser gesamtes Team."

Trafo-Station spektakulär installiert

Auch die Ladeinfrastruktur musste aufwändig installiert werden: So hat Donetz extra eine Acht-Megawatt-Stromanbindung verlegt, über die der Betriebshof in Brünninghausen mit zertifiziertem Ökostrom versorgt wird. Im Oktober letzten Jahres schwebte ferner eine fünf Megawatt starke und 150 Tonnen schwere Trafostation am Haken eines Schwerlastkrans ein und wurde spektakulär im Boden versenkt. Sie bildet gemeinsam mit drei weiteren, etwas kleineren Trafostationen und einer Übergabestation das Rückgrat der Ladeinfrastruktur.

Schnellladebereich ist betriebsbereit

Am Ende wird der Betriebshof über drei Ladebereiche verfügen: Im Schnellladebereich zur Stockumer Straße hin können bis zu zehn "StromFahrer"-Fahrzeuge mit einer Maximalleistung von 300 kW aufgeladen werden – etwa eine Stunde reicht hier aus, um eine relativ leer gefahrene Batterie wieder ausreichend zu füllen. Im südlichen Bereich des Betriebshofs werden weitere acht Ladepunkte mit einer Ladeleistung von etwa 150 kW bereitstehen – voraussichtlich schon in den nächsten Wochen. Komplettiert wird die Infrastruktur durch zwölf Ladepunkte in der neuen Bushalle. Nachhaltige Lieferverzögerungen bei einem Spezialkabel verhindern hier jedoch derzeit den weiteren Fortschritt.

DSW21-Projektleiter Karl Naundorf dazu: "Diese Lieferschwierigkeiten kennen wir seit längerer Zeit aus fast allen Branchen, und uns hat es nun leider auch getroffen. Wir sind in engem und stetigem Austausch mit unseren Lieferanten, müssen uns aber sicher noch etwas in Geduld üben. Letztlich wirft es unser Projekt 'StromFahrer' aber nicht aus der Bahn: Nach den erfolgreichen Tests in den vergangenen Wochen können wir mit dem Pilotbetrieb starten. Parallel laufen die anderen Prozesse weiter."

Details zum Pilotbetrieb "StromFahrer":

Die Elektrobusse kommen ab dem 22. September auf folgenden drei Linien zum Teileinsatz:

  • 445 (DO-Hörde – PHOENIX West – Brünninghausen – Universität – Technologiezentrum)
  • 447 (DO-Huckarde – Revierpark – Dorstfeld – Universität – Hombruch – Lücklemberg – Wellinghofen – Hacheney)
  • 450 (DO-Westfalenhallen – Brünninghausen – Kirchhörde – Herdecke Schanze)

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Mobilität & Verkehr Soziales

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