Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Verwaltung

Stadtspitze nimmt Stellung zu finanzieller Unregelmäßigkeit im Jugendamt

Ein finanzielles Fehlverhalten eines langjährigen Mitarbeiters beschäftigt das Jugendamt. Die Stadtverwaltung ist dem Fall bereits nachgegangen, für den städtischen Beschäftigten folgen nun Konsequenzen.

Das Jugendamt der Stadt Dortmund setzt sich mit einem internen Fall finanziellen Fehlverhaltens auseinander. Konkret geht es um einen Mitarbeiter, der seine genehmigte und damit zulässige berufliche Nebentätigkeit mit seiner Haupttätigkeit im Jugendamt vermischte. Dortmunder Medien warfen dem Mitarbeiter in ihrer jüngsten Berichterstattung vor, Geld aus einem Fördermittelprogramm sei in seiner Tasche gelandet. Hierzu und zu dem ganzen Fall nahm Jugenddezernentin Monika Nienaber-Willaredt am Dienstag, 18. April, Stellung.

Die Dezernentin berichtete, dass es in einer Abteilung des Jugendamtes der Stadt tatsächlich Unregelmäßigkeiten bei vier Beschaffungsvorgängen gegeben habe. Es seien vier Haushaltsgeräte - und zwar Industriestaubsauger - bei dem betroffenen Mitarbeitenden im Direktvertrieb für einzelne städtische Einrichtungen angeschafft worden. Die Vorgänge wurden durch stadtinterne Kontrollmaßnahmen bekannt.

Nach neueren Erkenntnissen Anfang des Jahres 2023 wurden unmittelbar fachbereichsübergreifende Fallkonferenzen durchgeführt, die Beschaffungsvorgänge überprüft und personalrechtliche Maßnahmen wurden zeitnah eingeleitet.

Finanzieller Schaden ist nicht entstanden

Die getätigten Käufe der vier Geräte in Höhe von circa 5.000 Euro wurden in der Zwischenzeit komplett rückabgewickelt. Die von dem Mitarbeiter kassierte Provision sei deutlich unter der Summe gewesen, so Nienaber-Willaredt. Zudem sei der Mitarbeiter abgemahnt worden und werde in Zukunft nicht mehr tätig sein für seine bisherige Abteilung im Jugendamt.

Nienaber-Willaredt stellte klar, dass städtische Beschäftigte grundsätzlich Nebentätigkeiten ausüben dürfen, sofern sie diese anmelden und diese dann offiziell genehmigt werden. Unzulässig sei aber, wenn man Nebentätigkeit und Haupttätigkeit vermische. Das widerspreche der Vorbildfunktion, die kommunal Beschäftigte nun einmal hätten.

Ein finanzieller Schaden ist der Stadt Dortmund laut Dezernentin nicht entstanden. Im Verwendungsnachweis für das Programm "Aufholen nach Corona" wurde keine dieser Käufe angegeben. Anders als medial vermutet wurde somit kein Geld aus einem Förderprogramm missbräuchlich eingesetzt. Zu der Abmahnung des Mitarbeiters hieß es weiter, sie sei wegen des Verstoßes gegen die "Allgemeine Geschäftsanweisung der Stadt Dortmund (AGA)" erfolgt. Er baue zurzeit Resturlaub und Überstunden ab und werde ab Mai innerhalb der Stadt Dortmund mit anderen Aufgaben betraut.

Der Fall wird zum Anlass genommen, die Mitarbeitenden der betroffenen Abteilung zeitnah im Umgang zu Vergaben bzw. zu Beschaffungsprozessen zu den bestehenden organisatorischen Regelungen gezielt zu sensibilisieren. Geplant seien beispielsweise Schulungen, sagte Nienaber-Willaredt

Offenbar keine Vorteilsannahme

Nach einer ersten Einschätzung des Rechtsamtes der Stadt Dortmund liegt kein Straftatbestand vor. Die angezeigte Nebentätigkeit des Mitarbeitenden ist keine Dienstausübung im Sinne des § 331, Abs. 1 StGB (Vorteilsannahme). Aufgrund dessen und aufgrund der noch nicht komplett abgeschlossenen Prüfung des gesamten Sachverhaltes wurde zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Strafanzeige gestellt.

Leistungen für Kinder und Jugendliche nicht betroffen

Nienaber-Willaredt betonte im Namen der gesamten Stadtverwaltung, dass aufgrund der Beschaffungen zu keiner Zeit Leistungen für Kinder- und Jugendliche reduziert worden seien. Eine ausführliche Information und Berichterstattung hat das Jugendamt für den zuständigen Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie zur nächsten regulären Sitzung im Mai 2023 im nicht-öffentlichen Teil vorgesehen.

Schlagwörter

Familie

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Zwölf neue Löwenbabys im Zoo Dortmund
Mo 3. August 2026
Hombruch
Drei Löwenkinder auf einer Wiese.
Bild: Karl-Rainer Ledvina
Jetzt Ausbildung oder Studium bei der Stadt sichern
Mo 3. August 2026
Junge Menschen stehen am Phoenix See.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
B236: Umbau der Verkehrsführung und sorgt für Sperrung Auf dem Brink
Mo 3. August 2026
Baustelle auf der Straße
Bild: SSF Ingenieure AG
Ersatzeingang während der Bauarbeiten am Eingang Ruhrallee geöffnet
Fr 31. Juli 2026
Zu sehen ist der Westfalenpark aus der Vogelperspektive. Mittig steht der hohe Florianturm.
Bild: Janus Skop
Bauarbeiten sorgen für mehr Sicherheit auf der Straße
Fr 31. Juli 2026
Huckarde

Im Stadtteil Huckarde hat die Stadt Dortmund drei Spielplätze modernisiert und thematisch zu einer Spielachse verbunden.

Karriere bei der Stadt über Instagram
Fr 31. Juli 2026
Zwei Personen stehen mit Laptops vor dem Zentrum für Ausbildung und Kompetenzen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Vom Urlaub ins Erdbebengebiet: Dortmunder Feuerwehrfrau hilft bei Katastrophen
Fr 31. Juli 2026
Zwei Mitarbeitende von @fire stehen vor zerstörten Häusern im Erdebebengebiet von Venezuela.
Bild: @fire
In „Mini Dortmund“ lernen Kinder und Jugendliche, eine Stadt zu gestalten
Do 30. Juli 2026
Innenstadt-Nord
Die vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Mini-Dortmund auf einem Bild: Chayenne, Lia, Lennox und Emilia.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
DEW21 investiert in zukunftsfähige Wasserversorgung
Do 30. Juli 2026
Im Hintergrund zu sehen ist das braune Gebäude von DEW21 mit einer großen Fensterfront.
Bild: Sabrina Richmann
Sanierung des Bodelschwingher Bachkanals in Mengede - nächster Abschnitt beginnt
Mi 29. Juli 2026
Mengede
Baustelle Hohle Eiche.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Zwischen Kunst und Escape-Room: Neue Ausstellung „SAFT!!!“ im Dortmunder U
Mi 29. Juli 2026
Innenstadt-West
Kunstvoll gestaltetes rosa Labor.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Aus HMKV wird Kunsthalle Dortmund: Neuer Name für 30 Jahre internationale Medienkunst
Di 28. Juli 2026
Kulturdezernent Stüdemann mit Verantwortlichen des ehemaligen HMKV, jetzt Kunsthalle.
Bild: Stadt Dortmund
KITZ.do: Stadt will Zukunft des Lernlabors sichern
Di 28. Juli 2026
Zwei Kinder im Labor an einem Kolben.
Bild: Stadt Dortmund
Halbzeit im Jubiläumsjahr: DORTMUND MUSIK.education blickt nach vorn
Di 28. Juli 2026
Musiker proben auf der Bühne im Konzerthaus Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Marcus Wegerhoff
Stadt Dortmund investiert weiter in Sport- und Freizeitangebote
Di 28. Juli 2026
Opa und Enkelin schießen ein Selfie vor den Giraffen im Dortmunder Zoo.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Mielek