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Windkraftanlage

Umweltamt

Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / Andreas Liebhart

Geothermie (Erdwärme)

Erdwärme ist keine regenerative Energieform im engeren Sinne, da sie sich nicht erneuert. Ihr Potential wird aber noch für Jahrmillionen nutzbar sein, somit ist sie nach menschlichen Maßstäben als unerschöpfliche Energiequelle zu werten. Die Erdwärme resultiert zu etwa 30 Prozent aus der Umwandlung von kinetischer Energie zu Wärmeenergie bei der Erdentstehung vor ca. 5 Mrd. Jahren und zu zirka 70 aus freigesetzter Energie durch den radioaktiven Zerfall aus den Isotopen Kalium 40, Uran 235 und U 238 sowie Thorium 232. Der radioaktive Zerfall verursacht kontinuierlich Wärme, welche durch das Gestein gespeichert wird.

Erdwärme ist unabhängig von Tages- und Jahreszeiten verfügbar und grundlastfähig.

Im Mittel beträgt die Temperatur dicht unter der Erdoberfläche etwa 10°C und nimmt zum Erdinneren hin um etwa 3°C pro 100 m Tiefe zu. Bei der Nutzung von Erdwärme wird, nach den Tiefen bis 400m und über 400m zwischen Oberflächen- und Tiefengeothermie unterschieden.

Im Dortmunder Stadtgebiet kommt bisher ausschließlich die oberflächennahe Geothermie zur Anwendung. Diese kann in Form von Kombinationen aus Wärmepumpe und Erdkollektoren, -sonden, Energiepfählen etc. direkt nutzbar gemacht werden.

Bei der Errichtung von Anlagen sind die wasserrechtlichen Bestimmungen einzuhalten und die Genehmigung der unteren Wasserbehörde beim Umweltamt der Stadt Dortmund einzuholen. Das Umweltamt kann Interessierten auch über die potenziellen Energieerträge im Bereich der oberflächennahen Erdwärme auf Dortmunder Stadtgebiet informieren.

Entwicklung der Anzahl, Leistung und Energie von Wärmepumpen in Dortmund

Diagramm Wärmepumpenanlagen in Dortmund - Entwicklung 1990 bis 2009

Diagramm Wärmepumpenanlagen in Dortmund - Entwicklung von 1990 bis 2009