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Dortmund soll Ausstoß von Treibhausgas verringern

Der Ausstoß von Treibhausgas soll auf Null sinken - in Dortmund schon bis zum Jahr 2035. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen viele der bereits beschlossenen Maßnahmen beschleunigt werden, so ein Gutachten im Auftrag des Umweltamtes.

Im Jahr 2021 hat die Stadt Dortmund das Handlungsprogramm Klima-Luft 2030 verabschiedet und damit die Weichen für die nächste Dekade gestellt. Das ehrgeizige Ziel lautet, die Treibhausgas (THG)-Emissionen bis zum Jahr 2035 auf nahezu Null zu senken. Das bedeutet: Der Ausbau erneuerbarer Energien muss schneller gehen, auch in punkto Energieeffizienz braucht es mehr Tempo. Ein Gutachten kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Stadt ihren Energiebedarf im Jahr 2035, rein technisch betrachtet, nahezu vollständig lokal erzeugt decken kann. Sie hätte die THG-Neutralität damit annähernd erreicht.

Bilanzierungmethode erschwert das Erreichen des Ziels

Tatsächlich werden die THG-Emissionen allerdings nur um 86 Prozent sinken. Der Grund liegt in der Bilanzierungsmethodik: Die Stadt Dortmund berechnet ihre Treibhausgas-Emissionen mit dem „Klimaschutzplaner“, so wie die anderen Kommunen der Metropole Ruhr auch. Dabei werden als Eingangsdaten die sogenannten Emissionskennwerte berücksichtigt. Da der Bund die Treibhausgasneutralität erst für das Jahr 2045 anstrebt und sich dies in den Emissionskennwerten widerspiegelt, kann Dortmund rein rechnerisch die Null-Emissionen im Jahr 2035 nicht erreichen.

Dennoch möchte die Stadt so nah wie möglich an die Null herankommen, also die vorhandenen Energieeffizienzpotentiale ausschöpfen und zum Beispiel den Zubau an Erneuerbaren Energien optimieren. Die Stadt unternimmt erhebliche Anstrengungen für den Klimaschutz in allen Bereichen, auf die sie Einfluss hat.

Stadt erhöht das Tempo

Um dem Klimaziel möglichst nah zu kommen, hat die Verwaltung wesentliche Maßnahmen zeitlich nach vorne gezogen. So wird bereits intensiv daran gearbeitet, klimaneutrale Baustandards für kommunale Immobilien festzulegen. Vorbildlich unterwegs ist Dortmund auch in der kommunalen Wärmeplanung: Die Grundlage dafür, ein Energienutzungsplan, ist bereits in Arbeit.

Zusätzlich sollen die Indikatoren geschärft werden, mit denen die Wirksamkeit jeder Maßnahme in den verschiedenen Handlungsfeldern besser nachvollzogen werden kann.

Der ausführliche Bericht des Gutachterbüros ist jetzt auf dem Weg in die politischen Gremien.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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