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Dortmund gibt Gas bei Baugenehmigungen und liegt 2024 deutlich über Landestrend

Ein Lichtblick für den Wohnungsmarkt: Die Zahl der Baugenehmigungen hat sich in Dortmund entgegen dem Landestrend positiv entwickelt. Das gilt sowohl für Wohneinheiten (plus 19 Prozent), als auch bei den Nichtwohngebäuden, darunter Schulen und Kitas (40 Prozent mehr).

Nach dem deutlichen Einbruch im Jahr 2023 mit seinerzeit 1.446 Wohneinheiten (WE) wurden im vergangenen Jahr 1.716 WE genehmigt – das sind 19 Prozent mehr. Der aktuelle Wert liegt zwar noch unter dem Niveau der Vorjahre, hebt sich in der positiven Dynamik aber deutlich vom landesweiten Trend ab – in Nordrhein-Westfalen war ein Rückgang um 7 Prozent zu verzeichnen. Die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser haben sich mit 186 WE im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Bild: DGS Dortmunder Stadtgesellschaft
Menschen stehen vor einem großen Sandhaufen und stechen Spaten hinein.
Auch in Mengede entsteht neuer Wohnraum: Der erste Spatenstich wurde an der Mengender Straße gesetzt von (v.l.n.r.) Oliver Lebrecht, Thomas Westphal, Peter Orth und Stefan Bromund.
Bild: DGS Dortmunder Stadtgesellschaft

Mehr Wohnraum für Dortmund

Dennoch liegen die Baugenehmigungen für Dortmunder Verhältnisse auf einem noch niedrigen Niveau und spiegeln die schlechte Investitionslage im Wohnungsbau wider.

Einen Teil der gestiegenen Genehmigungen macht der öffentlich geförderte Wohnungsbau aus: Die stabilen Konditionen der Wohnraumförderung können die schwierigen Rahmenbedingungen im Wohnungsbau abfedern. Im vergangenen Jahr wurden in Dortmund Fördermittel auf Rekord-Niveau nachgefragt und bewilligt. Die vermehrte Bewilligung von Mieteigenheimen trug unter anderem zum Anstieg der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser bei.

In den vergangenen vier Jahren sind im Durchschnitt 2010 Baugenehmigungen pro Jahr erteilt worden. Damit wäre in diesem Zeitraum das städtische Ziel von 1.000 Baugenehmigungen erfüllt.

Mehr Schulausbau und Kitas für Dortmund

Bei den Baugenehmigungen für die sogenannten Nichtwohngebäude liegt Dortmund noch deutlicher über dem NRW-Trend. Während es in Dortmund ein Plus von 40 Prozent gab, ging die Quote landesweit um 1,2 Prozent zurück. Zu den Nichtwohngebäuden gehören Büro- und Verwaltungsgebäude ebenso wie Handel- und Lagergebäude, landwirtschaftlich geprägte Gebäude, Schulen und Kitas.

Motor in Dortmund ist vor allem der Ausbau von Kitas und die Erweiterung von Schulen. Die seit Jahren bereits laufende Investitionsoffensive der Stadt spiegelt sich also darin wider. Die Zahl genehmigter Nichtwohngebäude von öffentlichen Bauherren stieg im Vergleich zu 2023 um mehr als das Doppelte.

Dass die Zahl der Baugenehmigungen wieder steigt, ist ein Lichtblick für den noch immer angespannten bauwirtschaftlichen Sektor. In den vergangenen Jahren sind viele Bauvorhaben verschoben, viele ausgestellte Baugenehmigungen aufgrund der gestiegenen Baukosten nicht umgesetzt worden. Interessant in jedem Jahr ist daher der Vergleich mit den Baufertigstellungen. Die Auswertung dieser Zahlen liegt noch nicht vor. Baugenehmigungen sind drei Jahre gültig, können jedoch auf Antrag verlängert werden.

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