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Dortmunder Jugendliche im Comic: Ika Sperling wird neue Stadtbeschreiberin

Die nächste Dortmunder Stadtbeschreiberin wird eine Comiczeichnerin: Ika Sperling kommt im Mai 2025 nach Dortmund. Während ihres Stipendiums will sie an ihrer neuen Graphic Novel arbeiten und Kontakt zur Jugendszene suchen.

Ein halbes Jahr lang wird Ika Sperling die lebendige Comicszene Dortmunds bereichern. Der schauraum: comic + cartoon hatte sie bereits zu seinem 5. Jubiläum für eine Lesung und einen Workshop nach Dortmund geholt. Nun will sie länger bleiben: „Seit meinem Dortmund-Besuch im April [...] hat es mir das Stadtschreiber-Stipendium umso mehr angetan. Weswegen ich dieses Jahr wieder meinen Bleistift in den Ring werfen möchte“, schrieb sie in ihrer Bewerbung. Das zeigt auch, wie sehr sich Dortmund durch die Arbeit des schauraum: comic + cartoon zum ernstzunehmenden Comic-Standort gemausert hat.

Ika Sperling hat braunes schulterlanges Haar und trägt eine Brille
Bild: Gregor Stockmann
Comiczeichnerin Ika Sperling wird neue Stadtbeschreiberin - sie startet im Mai 2025 in Dortmund.
Bild: Gregor Stockmann

Ika Sperling war schon einmal Stadtschreiberin, 2023 in Rottweil. Sie wurde 1996 in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz geboren, hat Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg studiert und arbeitet als selbstständige Illustratorin. Sie ist Teil des Organisationsteams des Hamburger Comicfestivals und wurde außerdem mit dem Hamburger Literaturpreis für ihre erste Graphic Novel „Der Große Reset“ ausgezeichnet.

Sperlings erste Graphic Novel beeindruckte die Jury

Darin erzählt sie die Geschichte der Studentin Ika, die feststellt, dass ihr eigener Vater immer weiter in die Tiefen des Internets abgetaucht ist und sich dabei in Verschwörungsideologien verloren hat. Dieser intime Blick darauf, welche Konflikte Diskussionen zu Krieg, Corona und Politik in einer Familie auslösen können, hat auch die Dortmunder Jury beeindruckt. „Es ist eine Graphic Novel, die tief berührt, ohne Klischees zu bedienen und moralisierend zu sein. Mit einfachen Mitteln gelingt es ihr, künstlerisch und differenziert zu arbeiten – mit eigenem Strich“, so die Jury. Und der enthält bei Ika Sperling immer auch eine Menge trockenen Humor. Die Jury setzte sich zusammen aus Dortmunder Politiker*innen, Literaturkritiker*innen und Vertreter*innen der Literaturszene.

Comic-Zeichnung zeigt das Dortmunder U und den Schriftzug u yeah
Bild: Ika Sperling
Über die Wahl der Jury freut sich Ika Sperling sichtlich: Ihre Freude über das Stipendium hat die Comiczeichnerin (natürlich) in einem Bild ausgedrückt. Es zeigt die Silhouette von Dortmund mit Dortmunder U - und dazu den Text „uuuuu yeeeeeaaaah!“
Bild: Ika Sperling

Neue Graphic Novel über jugendliche Außenseiter*innen geplant

In ihrer Zeit als Stadtbeschreiberin in Dortmund will Ika Sperling an ihrer neuen Graphic Novel arbeiten. Er soll eine „Coming of Age“-Story werden, ein Szene-Porträt um jugendliche Außenseiter*innen. Protagonistin ist eine 15-jährige Stoma-Trägerin.

„Es geht um Grenzen und Grenzüberschreitungen, um Freundschaften unter Außenseiter*innen und um alternative Jugendräume in der Stadt, die diese Jugendlichen sich selbst nehmen. Ein Phänomen, das wahrscheinlich auch in Dortmund relevant ist. Wem gehören Spielplätze, Fußgängerzonen und Einkaufszentren nachts am Wochenende? Und wer nimmt sich diesen unbelebten Raum?“, so die Comic-Autorin. Diese Fragen will sie gemeinsam mit Dortmunder Jugendlichen beantworten. Außerdem könne sie sich einen weiteren Comic-Workshop vorstellen. Sie möchte in Dortmund weitere Beziehungen zu knüpfen – mit Kunstschaffenden, Sozialarbeiter*innen, Aktivist*innen und ist offen für alle neuen Begegnungen. Im Mai wird sie ihre Zeit als Stadtbeschreiberin in Dortmund beginnen.

Noch bis Ende Oktober ist Chrizzi Heinen aus Berlin Stadtbeschreiberin in Dortmund. Sie ist Autorin von Erzählprosa und Hörspielen, Musikwissenschaftlerin und bildende Künstlerin.

Über das Stipendium

Das Stadtbeschreiber-Stipendium wird seit 2020 jährlich von der Stadt Dortmund vergeben – organisiert vom Kulturbüro Dortmund in enger Kooperation mit dem Literaturhaus Dortmund. Gefördert werden Autor*innen, die bereits eigene Werke veröffentlicht haben und sich literarisch mit dem Wandel der Stadt und den damit verbundenen Veränderungen für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft auseinandersetzen. Zum Stipendium gehört von Mai bis Oktober 2025 eine Wohnung und eine monatliche Zahlung in Höhe von 2.100 Euro (netto), zusätzlich ein Veranstaltungsbudget und eine Fahrtkostenpauschale.

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