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"Ich heiße nicht Puppe!"

Gleichstellungsbüro und FH Dortmund starten Kampagne gegen Sexismus

Mit "Ich heiße nicht Puppe" starten das Gleichstellungsbüro Dortmund und die FH Dortmund eine Kampagne gegen Sexismus.

Sexismus ist weit verbreitet: 78 Prozent aller Frauen weltweit haben bereits Belästigung im öffentlichen Raum erlebt. Dies reicht von "Catcalling", also unerwünschtem Pfeifen, Rufen, Hupen, Kommentieren, bis hin zu anderweitig sexuell anzüglichem Verhalten – häufig mitten im Alltag, auf der Straße.

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Gemeinsam gegen Sexismus: "Ich heiße nicht Puppe!"

Die Kampagne, für die das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund mit der FH Dortmund, Studiengang Film und Sound kooperiert, setzt hier an. Sie zielt darauf ab, das Bewusstsein für Sexismus zu schärfen und insbesondere Männer zur Reflexion und Veränderung ihres Verhaltens anzuregen. "Sexismus resultiert aus Geschlechterungerechtigkeit. Es geht dabei nicht um positive Aufmerksamkeit, sondern vielfach um Macht. Catcalling kann für die Betroffenen sehr belastend sein und Gefühle der Verunsicherung und Wertlosigkeit oder auch Vermeidungsstrategien und Verhaltensveränderungen hervorrufen", sagt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann.

Multimediale Kampagne

Prof. Sandra Hacker, Studiengangsleiterin "MA Film" der Fachhochschule Dortmund, sieht die Kooperation als großen Gewinn: "Durch das gemeinsame Projekt konnten unsere Studierenden aktiv an der Gestaltung und Umsetzung der Kampagne mitwirken und ihre kreativen Fähigkeiten für ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen einsetzen. Besonders an der Kooperation ist auch, dass die Kampagne unmittelbar und multimedial veröffentlicht wird und somit für die Studierenden eine Selbstwirksamkeitserfahrung bedeuten kann. Wir hoffen, dass die Kampagne einen positiven Beitrag für Respekt und gegen Sexismus im öffentlichen Raum leistet."

Eva Lindemann, Koordinatorin des Projektes im Gleichstellungsbüro, bekräftigt: "Die Kooperation mit der Fachhochschule war ein voller Erfolg mit einem eindrucksvollen Ergebnis. Es ist uns wichtig, viele Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen zu erreichen."

Bild: Julia Carola Pohle
Die mitwirkenden Schauspieler haben sich für ein Gruppenfoto aufgestellt.
Die Crew am Filmset.
Bild: Julia Carola Pohle

Film und Plakate informieren über Catcalling

Die Kampagne besteht aus einem Kinotrailer, der als Vorfilm in allen Dortmunder Kinos ab dem 23. November für drei Wochen läuft, aus ausdrucksstarken Plakaten mit der Aufschrift "Ich heiße nicht Puppe!", die an 45 Standorten in der Dortmunder Innenstadt als City-Light-Poster zu sehen sind, sowie aus Sequenzen auf den digitalen Infoscreens in Dortmunder U- und S-Bahnhöfen.

Der Kinotrailer stellt Catcalling in einer Alltagsszene vor. Durch eine kraftvolle Inszenierung werden Zuschauende dazu aufgefordert, sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen. Die Ziele: Empathie wecken und das Bewusstsein dafür schärfen, wie bestimmte Verhaltensweisen das Wohlbefinden und die Sicherheit anderer beeinträchtigen können.

Das Kampagnen-Team freut sich, den Moderator Frank Buschmann für den Spot gewonnen zu haben. "In seiner Rolle als einer der herausragendsten deutschen Sportkommentatoren lenkt 'Buschi' die Aufmerksamkeit auf den Spot und verleiht der dargestellten Szene Intensität und Ausdruckskraft. Damit wird eindringlich verdeutlicht und an die Männer appelliert, wie abstoßend sexistisches Verhalten ist", sagt Phil Janßen, Regisseur und Urheber des Konzepts.

Aktiv gegen sexistisches Verhalten

Die Plakate und digitalen Screens greifen die Szene aus dem Kinotrailer auf. Die eindringlichen Bilder sollen dazu ermutigen, aktiv gegen sexistisches Verhalten einzutreten und ein respektvolles Umfeld für alle zu schaffen. Begleitet wird die Kampagne über die Social Media Kanäle u.a. der Stadt Dortmund, der Fachhochschule Dortmund und von Frank Buschmann. Der Spot wird auch auf dem YouTube-Kanal der Stadt Dortmund zu sehen sein.

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund: "Wir wollen mit der Kampagne ein Bewusstsein für die Herausforderungen schaffen, denen insbesondere Mädchen und Frauen täglich ausgesetzt sind. Sexismus ist eine Form der Diskriminierung, die nicht toleriert werden sollte, und es ist entscheidend, dass wir als Gesellschaft gemeinsam daran arbeiten, ein respektvolles und gleichberechtigtes Umfeld zu schaffen."

Hilfe gegen Sexismus

Frauen, die von Sexismus betroffen sind und Rat suchen, können sich an die Frauenberatungsstelle Dortmund 0231 52 1008 oder an das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116016) wenden. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite des Gleichstellungsbüros.

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