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Stadtentwicklung

Neue Nashörner in der Dortmunder City "erzählen" von ihrem Revier

Schon seit Jahren bereichern die geflügelten Nashörner, die längst zur Visitenkarte für die ganze Stadt geworden sind, viele markante Punkte der City und begrüßen Besucher*innen in fröhlichen Farben und mit verschiedenen Motiven. Jetzt gibt es Zuwachs bei den Dortmunder Rhinos.

Neues Nashorn auf dem Umzugswagen
Bild: Stadt Dortmund
Das Rhino Reinold Maria Rudel zieht ins Altadtviertel in der Nähe des Alten Markts ein. Alle neun bunten Nashörner haben jetzt ihren ganz eigenen Standort in den Quartieren bekommen.
Bild: Stadt Dortmund

Update 10. Mai 2023

Die neuen Rhinos sind in ihre Quartiere gezogen. Die kleine Herde, die bislang an der Kampstraße zusammenstand, hat sich am Mittwoch, 10. Mai, aufgelöst. Jedes einzelne Rhino ist jetzt in sein ganz eigenes City-Viertel gezogen.

Den kürzesten Weg hatte Fred Flaneur, das geflügelte Nashorn, das die Besucher*innen an der Flanier-Meile Kampstraße begrüßen soll. Er wurde lediglich vom Base Camp an den Anfang der Kampstraße in die Nähe des Dortmunder U umgesetzt.

Die neuen Rhinos sollen für gute Laune in der City sorgen. Schon am Mittwoch wurden an den neuen Standorten viele Selfies mit den Rhinos gemacht. Die Stadt hat dazu aufgerufen, sie unter dem Hashtag #DoRhinos zu veröffentlichen.

Ursprüngliche Nachricht:

Die neuen Quartiers-Rhinos reihen sich jetzt ein: Sie sind individuell gestaltet – passend zu ihrem jeweiligen Revier – und sollen nicht nur bei den Besucher*innen, sondern auch bei den Bewohner*innen der Stadt einen guten und sympathischen Eindruck machen, nachhaltig positive Gefühle wecken. Und selbstverständlich trägt jedes Nashorn seinen eigenen Namen, der bereits viel verrät über sein Zuhause.

Namen der Nashörner und ihr Look markieren das Quartier

Künstler bei der Arbeit am Rhino
Oliver Mark hat in seinem Atelier jedes einzelne der neun geflügelten neuen Nashörner sehr individuell gestaltet.

Schon mit dem schnellen Blick auf das Outfit eines jeden Quartiers-Nashorns soll erkennbar werden, wofür sie stehen und was ihr Viertel ausmacht: Findet hier das Nachtleben statt oder kann ich dort eher einkaufen gehen? Finde ich kulturelle Einrichtungen? Mit den Schlagwörtern auf den Skulpturen, die natürlich nicht vollständig sein können, kommt dies zum Ausdruck. Die Rhinos werden durch ihr Aussehen also fast schon zu Quartiers-Wegweisern.

Das Rhino-Konzept stellt die Vielfalt der City und ihre Besonderheiten in den Mittelpunkt. Gleichzeitig verdeutlicht die Tatsache, dass alle Nashörner dieselbe Form haben und die Farben aufeinander abgestimmt sind, dass es sich hier um "eine Familie" handelt, die für eine gemeinsame Linie steht. Denn alle neun Rhinos zusammen stehen in der Summe für die ganze City.

Mit den Quartieren ist es genauso: So vielfältig sie auch sind, nur zusammen sind sie stark. Und die schon traditionellen und bekannten Rhinos stehen zusätzlich noch für ein Besinnen auf die eigene Geschichte, für ein Unterstreichen der Stärken und Erfolgsmarken von Dortmunds City. Aus diesen Stärken heraus, gepaart mit viel Neuem, soll sich die City weiterentwickeln und zukunftsfit bleiben.

Die Handschrift des Künstlers bei der Gestaltung

Dies alles spiegelt sich auch in der ganz eigenen Handschrift des Dortmunder Künstlers Oliver Mark wider, der es geschafft hat, die Einheit und Individualität der einzelnen Stadtquartiere gleichermaßen mit seiner Gestaltung herauszuarbeiten. Der 38-Jährige hat seine kreativen Spuren im öffentlichen Raum bereits an Brücken und Fassaden im Dortmunder Stadtraum hinterlassen. Ein Objekt wie die Rhinos zu gestalten, ist für ihn etwas Besonderes. Oliver Mark hat an der Fakultät für Design der FH Dortmund Medien und Kommunikation studiert.

Bei Dortbunt bekommen die Nashörner von ihm auf der Kampstraße bei einer Live-Aktion ihren "letzten Schliff". In der Woche nach Dortbunt wandern die Rhinos dann an ihre neuen Stammplätze in den Quartieren.

Wie es zu der Idee für die Nashörner kam

Entstanden ist die Idee zu den Quartiers-Rhinos im Fachbereich Marketing + Kommunikation der Stadt Dortmund – eine Aktion für die Quartiere, speziell aus Anlass von DORTBUNT.

Den Hintergrund bildet der gut anderthalbjährige Prozess "Miteinander.Mitte.Machen". In diesem Prozess arbeitete die Stadt unter Federführung des Amtes für Stadterneuerung gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadt+Handel an der Zukunft der Innenstadt. Alle City-Akteur*innen wurden dabei in verschiedenen Beteiligungsformaten miteinbezogen.

Ein Ergebnis dieses Vorgehens war die Herausarbeitung von neun verschiedenen City-Quartieren mit je eigenem Profil und eigener Entwicklungsperspektive oder Zukunftsvision. Die Grundlage für eine Strategie der Verwaltung und für das Citymanagement, das noch in diesem Jahr an den Start geht, ist damit geschaffen.

Für jedes dieser neun Quartiere plant die Stadt jetzt außerdem je ein kurzfristiges Starter-Projekt und ein längerfristiges, strategisches Projekt. Darüber hinaus sind auch quartiersübergreifende Projekte für die City auf den Weg gebracht worden.

Die neun geflügelten Nashörner stellen sich vor

Willy Willkommen (Katharinenviertel)
Warmherzig begrüßt Willy Willkommen alle Gäste im Quartier – ganz gleich, ob sie aus der Ferne oder aus Dortmund kommen. Seine Highlights sind die Bibliothek und das Fußballmuseum, beide an der Kulturmeile gelegen. Die Katharinentreppe zwischen den beiden Einrichtungen sorgt als Entrée zur City für permanenten Zustrom neuer Besucher*innen. Willy Willkommen kennt keine Scheu, er begegnet allen ganz offen und ohne Vorurteil, freut sich über jeden neuen Kontakt. Wer die Katharinentreppe hoch kommt und die Straße weiter bis zur Kampstraße geht, könnte Zeuge werden, wenn sich Willy Willkommen mit seinem Bruder Fred Flaneur aus der Kampstraße trifft, um im Nachbarquartier etwas zu unternehmen.

Fred Flaneur (Kampstraße)
Wenn Fred Flaneur auf der Kampstraße, dem Laufsteg der City, wandelt, kann er dort ständig etwas Neues erleben. Denn die Kampstraße verwandelt sich nicht nur baulich in einem stetigen Prozess, sondern auf ihr findet das Leben der City statt. In Zukunft sind viele Mitmachangebote sowie verschiedene Pop-up-Veranstaltungen für alle Altersgruppen geplant.

Emine Erlebnis (Hansaviertel)
Emine Erlebnis repräsentiert nicht nur jedes Jahr die Dortmunder Weihnachtsstadt, sondern auch den Platz des größten Weihnachtsbaums der Welt. Hier schlendert sie auch gern mehrmals im Monat über den Markt, um dort frische Blumen oder leckere Waffeln zu kaufen. Bei einem Fläschchen Wasser ruht sich Emine regelmäßig in einem der Cafés kurz aus, um kurz danach noch schnell ihre Bankgeschäfte zu erledigen.

Nikola Nachbarin (Klosterviertel)
Rund um die Klosterstraße gibt es ein ruhiges Wohnquartier mitten in der City - zentraler Wohnen geht eigentlich nicht - zumindest nicht für Nikola Nachbarin. Caritative und soziale Einrichtungen, in denen ganz unterschiedliche Menschen täglich zusammenkommen, zeichnen ebenfalls dieses Quartier aus. Das Reinoldinum gehört hier mit dazu.

Bella Bühne (Grüne Bühne)
Vom Theater über den Stadtgarten bis hin zum Friedensplatz mit Rathaus und Stadthaus erstreckt sich dieses Quartier, in dem Bella Bühne zuhause ist. Dieses Quartier ist grün und lauschig, es kann aber auch genauso gut wild und bunt werden. Hier ist die Bühne für die Cityring-Konzerte, für Hochzeiten, für den Feierabendmarkt sowie für Skater und Urban Culture.

Hugo Herzblut (Rosenviertel)
Huga Herzblut repräsentiert das Quartier zwischen Rosental und Ostwallpark und steht für Emotionen und das Erleben von besonderen Geschäfts- und individuellen Gastro-Konzepten, die dieses Viertel ausmachen. Wer einen kulinarischen Ausflug machen möchte, ist hier genau richtig.

Paula Puls (Hellweg)
Paula Puls erlebt auf dem Hellweg nicht nur das pulsierende Innenstadt-Leben, sondern kann beim Schaufenster-Schauen gleichzeitig die Kunst im öffentlichen Raum bestaunen. Neben den vielen Shopping-Möglichkeiten gibt es hier Straßenkunst zu erleben, und der kleine Hunger kann hier schnell gestillt werden. An der Reinoldikirche genießt Paula im Paradiesgarten die Schönheit der geschaffenen Natur inmitten der Stadt.

Nino Nachtschwärmer (Brückviertel)
Nino Nachtschwärmer weiß, dass er hier hippe Kleidung erhält. Wenn er Klassik hören will, geht er ins Konzerthaus. Abends kann er dann bis spät in die Nacht zu den Beats im Club tanzen gehen oder sich in Bars und Kneipen mit seinen Freunden treffen. Das reiche Angebot für den großen oder den kleinen Hunger stillt definitiv jeden Appetit. Nino Nachtschwärmer liebt das internationale Flair seines Quartiers.

Reinold Maria Rudel (Altstadtviertel)
Reinhold Maria Rudel ist sehr gesellig. Die vielen Cafés und Restaurants machen es ihm leicht, sich auf einen Schwatz mit seinem Kumpel oder Verwandten zu treffen. Gerne mittendrin auf dem Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt, dessen Umrisse sich über Jahrhunderte bis heute kaum verändert haben. Mit dem Marienkirchhof kennt Reinhold Maria Rudel aber auch einen Ort mit Potenzial für eine ruhige Auszeit.

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