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"Lebenszeichen"

Eilnachrichtenkarte einer Dortmunder Arbeiterfamilie nach einem Luftangriff, 8. Oktober 1944.

Die Vorderseite einer Eilnachrichtenkarte einer Dortmunder Arbeiterfamilie

Die Vorderseite der Eilnachrichtenkarte.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Stadtarchiv

(StadtA Dortmund, Best. 689 "Sammlung Konieczka")
Papier, beidseitig bedruckt
Maße: 10 x 14 cm

Mit dieser Karte informierte Marianna Konieczka aus der Dortmunder Nordstadt ihren jüngsten Sohn Bernhard über die völlige Zerstörung der Familienwohnung während des vierten alliierten Großangriffs auf Dortmund am 6. Oktober 1944. Bernhard befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Ausbildungslager des Reichsarbeitsdienstes bei Brilon.

Nach der massiven Ausweitung der alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte konnten die Bewohner solche Vordrucke als "Lebenszeichen" an Verwandte und Freunde versenden. In der hier abgebildeten Form wurden die Eilnachrichtenkarten ab Herbst 1943 herausgegeben. Mit ihnen war es erlaubt, innerhalb von vier bis zehn Tagen nach einem Luftangriff aus und nach der betroffenen Stadt portofrei private Nachrichten zu versenden. Unterschieden wurde zwischen Benachrichtigungskarten für Zivil- (rot) und Militärpersonen (grün) sowie Eilaufträgen zur Prüfung einer Postanschrift (violett).

Hartwig Kersken

Die Rückseite einer Eilnachrichtenkarte einer Dortmunder Arbeiterfamilie.

Die Rückseite der Eilnachrichtenkarte.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Stadtarchiv