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Interview

#amtlich: Teamgeist, Integration und viel Spaß bei der Nordstadtliga

Sport führt Menschen zusammen: Das gilt besonders in Dortmund. Wer beim Thema Fußball jedoch nur an die Profis des BVB denkt, wird in der Nordstadt eines Besseren belehrt. Bereits seit 2001 kicken hier die Mädchen und Jungs der Nordstadtliga. Gemeinsam über sich hinauswachsen – Thomas Westphal erklärt im Interview, warum das besonders beim Fußball gelingt.

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#amtlich: Nordstadtliga Dortmund – Wie Fußball Integration und Zukunft schafft

In der Video-Serie #amtlich zieht Oberbürgermeister Thomas Westphal mehrfach im Jahr Bilanz zu aktuellen Themen der Stadt. Diesmal steht die Nordstadtliga im Mittelpunkt: Sie ist nicht nur für Bewegung und Teamgeist ein Gewinn, sondern kann auch bei der Integration unterstützen. Für das Interview #amtlich traf sich Stadtsprecher Michael Meinders im Juni mit Oberbürgermeister Thomas Westphal im „Nordstadtliga Stadion“ – dem Fußballplatz der Nordstadtliga an der Burgholzstr. 150.

Thomas Westphal steht am Spielfeldrand beim Training der Nordstadtliga.
Thomas Westphal
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler

Wie wir über Sport junge Menschen in dieser Stadt zusammenführen und ihnen ein Zuhause bieten – das ist einmalig.

Gemeinsame Sprache Fußball

Viele Kinder und Jugendliche, die im Dortmunder Norden ankommen, haben bereits schlimme Erfahrungen gemacht. Sie sind vielleicht aus ihrer Heimat geflüchtet, haben Diskriminierung erlebt oder traumatische Erlebnisse hinter sich. Die Nordstadtliga bietet ganz niedrigschwellig die Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu kommen und gemeinsam stärkende Erfahrungen zu machen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Sprachkenntnissen.

OB Westphal stellt fest: „Es spielen Mädchen mit Jungs, in verschiedenen Altersgruppen. Fußball ist eine gemeinsame Sprache. Das kann man sofort zusammen tun und das funktioniert hervorragend.“

Die Nordstadtliga – eine Erfolgsgeschichte in Dortmund

Die Kinder und Jugendlichen lernen bei der Nordstadtliga nicht nur, wann „Abseits“ gilt. Spielend lernen sie beim gemeinsamen Sport Kooperation, Teamgeist und Zusammenhalt.

Und, so erzählt Westphal, sie nehmen noch etwas Entscheidendes aus dem Training mit: „Selbstbewusstsein. Das merkt man, wenn man selber mal mit ihnen spricht. [...] Dass sie zeigen ‚Ich kann doch was und ich werde hier wahrgenommen.‘“ Da sei man schon sehr gut dabei, so Westphal, diese jungen Menschen ernst zu nehmen und sie zu integrieren. Die Nordstadtliga ist für Westphal eine Erfolgsgeschichte in Dortmund.

Die Nordstadtliga

Im Jahr 2001 wurde die Nordstadtliga gegründet und bietet seitdem Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine niedrigschwellige Anlaufstelle als Straßenfußball-Liga. Beim gemeinsamen Fußballspielen treffen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Religion zusammen und schaffen zusammen etwas Positives. Die Nordstadtliga ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Jugendamt der Stadt Dortmund , der AWO Streetwork und des Fan Projekt Dortmund e.V. Sie ist außerdem ein Leuchtturmprojekt der BVB-Stiftung „Leuchte auf“. Auf Instagram finden Sie Informationen und Trainingszeiten der Nordstadtliga bzw. der Mädchenmannschaft Nordstadtliga-Queens.

Anpfiff gegen den Engpass bei weiterführenden Schulen

Damit die Erfolgsgeschichte für junge Menschen in Dortmund weitergeht, gibt es noch mehr zu tun. Thomas Westphal skizziert: „Dortmund ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen und jünger geworden. Und das wird in den nächsten Jahren so weitergehen.“ Daher betont er die Verantwortung der Stadt, alles für die Kinder und Jugendlichen so zu organisieren, dass sie gut ankommen können – und, so der OB „wie ich immer sage, über sich hinauswachsen.“

Schaut man in die Zukunft, droht ein Engpass in einem wichtigen Bereich, nämlich den Gesamtschulen und Gymnasien. Daher möchte der Oberbürgermeister vier neue Schulen bauen. Bereits 2027 würden diese benötigt, daher gelte es nun, sich zu sputen. Zwei der vier geplanten neuen Schulen wurden bereits vom Rat beschlossen.

Text: Eleni Jaeger

Schlagwörter

Sport Integration

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