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Das Starkmachen stärken: Mehr Suchtprävention für junge Menschen

Mehr Workshops, mehr Kooperation, mehr Reichweite: Dortmund hat die Suchtvorbeugung für Kinder und Jugendliche in den vergangenen Jahren erfolgreich ausgebaut. Der Jahresbericht 2025 und die Zwischenbilanz der Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung FEEDBACK zeigen, wie Qualität und Reichweite der Angebote spürbar gestiegen sind.

Mehrere Fachbereiche der Stadt arbeiten beim Thema Suchtprävention eng zusammen. Der Jahresbericht „Suchtprävention 2025“ gibt einen Überblick über die Angebote und Programme im vergangenen Jahr. Auch die Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung FEEDBACK hat Zwischenbilanz gezogen und möchte ihre erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren fortsetzen.

Grundlage für die fachübergreifende Zusammenarbeit bildet das Suchtpräventionskonzept aus dem Jahr 2024. Jugendamt , Gesundheitsamt und Fachbereich Schule arbeiten seitdem eng zusammen. Die beteiligten Stellen stimmen ihre Angebote ab und bündeln ihre Kräfte.

Die Programme richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Schulen, Jugendeinrichtungen und Vereine erhalten praxisnahe Unterstützung. Fachkräfte lernen neue Methoden und geben ihr Wissen an junge Menschen weiter.

Programme und Workshops erreichen mehr Kinder und Jugendliche

Die Nachfrage nach suchtpräventiven Angeboten ist deutlich gestiegen. Schulen und Jugendeinrichtungen fragten verstärkt nach Workshops, Projekten und Fortbildungen.

  • Das Programm „ Klasse2000“ läuft seit 2018 an vielen Dortmunder Grundschulen. Inzwischen nehmen 40 Schulen mit rund 350 Klassen teil. Kinder lernen früh, auf ihren Körper zu achten, Stress zu bewältigen und gesunde Entscheidungen zu treffen.
  • Der Workshop „Cannabis – quo vadis?“ richtet sich an Jugendliche. 13 Workshops erreichten rund 250 Schülerinnen und Schüler. Die Teilnehmenden setzen sich mit Konsumrisiken auseinander und prüfen ihr eigenes Verhalten.
  • Der Kinderschutzparcours brachte Prävention direkt in Schulen und in Freizeitangebote. 23 Schulen, Vereine und eine Jugendfreizeitstätte beteiligten sich. Rund 1.350 Kinder durchliefen die Stationen und stärkten ihr Wissen über Schutz, Grenzen und Hilfe.

Auch Fachkräfte erweitern ihre Kompetenzen. Zwei Fortbildungen zum Workshop „Cannabis – quo vadis?“ qualifizierten 33 Moderatorinnen und Moderatoren. Weitere 30 Fachkräfte aus der Jugend- und der Schulverwaltung nahmen am Programm MOVE – Jugend und Sucht teil und trainierten Gesprächsstrategien für schwierige Situationen mit Jugendlichen.

Kampagnen und Aktionen erreichen junge Menschen im Alltag

Die Kampagne „ Choose health, not highs “ startete im Jahr 2025. Poster und Postkarten informieren über Risiken. QR-Codes führen zu weiterführenden Angeboten und Hilfen. Eine zusätzliche Kampagne klärt über Risiken von Lachgas auf. Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit greifen das Thema in Gesprächen und Aktionen auf.

Aktionstage und Veranstaltungen bringen Prävention in viele Lebensbereiche junger Menschen. Die NACOA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, Ausstellungen, Kinotage, Festivalangebote mit Safe-Spaces und Informationsstände erreichen zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene.

Programm „Check it!“ wächst stark

Ein wichtiger Baustein der Dortmunder Präventionsarbeit heißt „ Check it!“. Die Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung FEEDBACK entwickelt das Programm gemeinsam mit der Polizei und setzt es an Schulen um. Der Rat der Stadt Dortmund beschloss Anfang 2025 drei zusätzliche Stellen für die Fachstelle FEEDBACK. Seitdem sie besetzt sind, konnten fast doppelt so viele Schulen wie zuvor erreicht werden. Das zeigt den hohen Bedarf an Prävention und Beratung im Schulalltag.

Befristete Stellen bremsen Planungssicherheit

Die zusätzlichen Stellen laufen derzeit bis Ende 2026. Diese Befristung erschwert eine verlässliche Planung der Präventionsarbeit. Die Fachstelle FEEDBACK braucht stabile Strukturen, um Programme weiter auszubauen und Kooperationen zu vertiefen. Schulen, Verwaltung und Präventionspartner arbeiten eng zusammen und planen Angebote oft über mehrere Jahre hinweg.

Die Entscheidung über eine Entfristung der Stellen läge beim Rat der Stadt Dortmund. Eine langfristige Sicherung der Stellen stärkt die Präventionsarbeit und gibt den beteiligten Einrichtungen die nötige Planungssicherheit.

Prävention als gemeinsamer Auftrag der Stadt

Der Jahresbericht zeigt eine klare Entwicklung: Dortmund investiert stärker in Prävention und erreicht immer mehr Kinder und Jugendliche. Frühe Aufklärung, gute Zusammenarbeit und gut geschulte Fachkräfte bilden das Fundament dieser Arbeit. Vorbeugung hilft jungen Menschen, Risiken zu erkennen, eigene Entscheidungen zu treffen und gesund aufzuwachsen.

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