Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Smart City

Dortmund elektrisiert: Ladebordsteine in der Betenstraße gehen ans Netz

In der Betenstraße ist ein innovatives Smart-City-Projekt an den Start gegangen: Zehn Ladebordsteine mit je 11 kW Ladeleistung sind entlang der Stellplätze installiert worden. Sechs davon sind ab sofort aktiv und ermöglichen das unkomplizierte Laden direkt am Bordstein. Dortmund gehört damit bundesweit zu den Vorreitern.

Die Ladebordsteine befinden sich seitlich des Mercure Hotels Römischer Kaiser. Vier wurden zunächst mit Blinddeckeln versehen – vorbereitet für eine spätere Nachrüstung, sobald der Ladebedarf in der City weiter steigt. Bei dem Projekt haben DEW21 und die Stadt Dortmund zusammengearbeitet.

Der Dortmunder Energieversorger investiert hier gezielt in die neue Technologie – die Stadt Dortmund stellt öffentliche Flächen bereit und bringt das Vorhaben als Baustein ihrer Mobilitätsstrategie voran: als Teil eines modernen, stadtverträglichen Ladeinfrastruktur-Mixes. Das Konzept setzt auf einladende Alltagstauglichkeit: Elektrofahrzeuge können bequem während des Parkens geladen werden, ganz ohne störende Ladesäulen oder Eingriffe ins Stadtbild.

Vorteile von Ladebordsteinen

Gerade im urbanen, innerstädtischen Raum zählt jeder Quadratmeter. Konventionelle Ladesäulen lassen sich dort häufig nur schwer unterbringen. Ladebordsteine bieten hier eine platzsparende und barrierearme Lösung. Die Ladeinfrastruktur wird direkt im Boden integriert und stört dadurch weder die Optik noch die Nutzung des öffentlichen Raums. Für Dortmund bedeutet dies einen echten Gewinn: Die neuen Ladepunkte fügen sich unauffällig ins Straßenbild ein und erfordern keine zusätzlichen, oft störenden Aufbauten. Gleichzeitig bieten sie technisch dieselbe Leistung wie eine klassische AC-Ladesäule – nur eben mit mehr Rücksicht auf den knappen Platz in engen Innenstadtbereichen.

Das Bordsteinladen ist eine Innovation

Nach ersten Tests in Köln und einer Installation in Düsseldorf startet die Technik nun auch in Dortmund. Dortmund gehört damit bundesweit zu den Vorreitern. Zunächst wird die Stadt Erfahrungen mit der neuen Technik sammeln. Daher werden die Ladebordsteine vor allem dort eingesetzt, wo sie städtebaulich und verkehrlich sinnvoll sind, um das bestehende Ladeangebot gezielt zu ergänzen. Weitere Standorte sind derzeit noch nicht geplant.

Mit dem Projekt in der Betenstraße zeigen DEW21 und die Stadt Dortmund, wie intelligente, integrierte Mobilitätslösungen im urbanen Raum aussehen können: bedarfsgerecht und platzsparend – ein nächster Schritt auf dem Weg zur emissionsfreien Innenstadt.

Wasserschutz und Heizsystem

Bild: DEW21
Ladebordsteine in der Betenstraße.
Einfach zu bedienen: Ladebordsteine in der Betenstraße gehen ans Netz.
Bild: DEW21

Trotz der fehlenden Aufbauten bieten die Borsteinlader technisch dieselbe Leistung wie eine klassische AC-Ladesäule. Sie kombinieren robuste Technik, hohe Sicherheitsstandards und platzsparende Integration. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Wetterfestigkeit und Betriebssicherheit:

  • Gekapselte Elektronik (IP68) schützt alle sensiblen Komponenten vor Wasser und Schmutz.
  • Die Ladebuchse ist mit Dichtungen und Wasserabläufen versehen, sodass auch bei starkem Regen ein sicherer Ladevorgang gewährleistet ist.
  • Ein integrierter Feuchtigkeitssensor erkennt kritische Situationen wie Überflutungen und unterbricht den Ladevorgang automatisch, bevor es zu einem Fehlerstrom (FI-Auslösung) kommt.
  • Für den Winterbetrieb sorgt ein Heizsystem dafür, dass Eisbildung verhindert wird und die Bedienbarkeit auch bei Minusgraden sichergestellt ist.

Nicht überall - aber dort genau richtig, wo es passt

Das Ladebordstein-Prinzip ist allerdings kein Allrounder. Es ist nur dort sinnvoll, wo eine größere Zahl an Ladepunkten in Reihe entstehen kann – etwa entlang mehrerer nebeneinanderliegender Stellplätze mit geeigneter Anordnung. Einzelne, isolierte Ladepunkte lassen sich mit dieser Technik noch nicht wirtschaftlich realisieren.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr Planen & Bauen City

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Alles im Blick, fest im Sattel: Fahrradstaffel wird ausgebaut
Do 22. Oktober 2026
Zwei Mitarbeitende des KOD sind mit dem Fahrrad unterwegs.
Ein neues Herz für den Westfalenpark: Grundstein am Zentralplatz gelegt
Mi 21. Oktober 2026
Vier Personen deuten einen Spatenstich auf einer Baustelle im Westfalenpark an.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
H-Bahn fährt künftig fast bis zum Stadion
Di 20. Oktober 2026
Hombruch
Zu sehen ist das Modell einer Schwebebahn.
Bild: DSW 21
Blick in die Vergangenheit: Artefakte aus Kriegsgefangenenlager Stalag VI D
Mo 19. Oktober 2026
Innenstadt-West
Drei Personen diskutieren auf einem Podium.
Bild: Oliver Scharper
Wambel und Derne bekommen 2027 neue weiterführende Schulen
Fr 16. Oktober 2026
Schulhof der Containerschule in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Energiewende in der Mietwohnung: Infoveranstaltung klärt auf
Fr 16. Oktober 2026
Ein Solarpanel.
Bild: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
In Schüren wird gebaut: Fahrbahnsanierung und Fahrradzone
Do 15. Oktober 2026
Aplerbeck
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
Hoher Informationsbedarf: Zweite Veranstaltung zum Neubau der A45-Brücke geplant
Mi 14. Oktober 2026
Lütgendortmund
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Verkaufsstart: Tagestickets für die IGA 2027 ab sofort erhältlich
Di 13. Oktober 2026
Verkaufsstart der Tageskarten für die IGA 2027 jetzt gestartet.
Bild: Lars Heidrich
Infoabend in Barop: H-Bahn soll zur Ortsmühle verlängert werden
Mo 12. Oktober 2026
Hombruch
H-Bahn-Station "Universität S"
Bild: Dagny E. Klemm
Info-Veranstaltungen: Stalag VI und Neubau A45-Brücke
Mi 7. Oktober 2026
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Neue Konzepte, mehr Service: So wird Bauen in Dortmund schneller
Mi 7. Oktober 2026
Ein Mann und eine Frau stehen an einem Neubau, die Frau hält einen Bauplan in der Hand und zeigt auf das Gebäude.
Bild: Stadt Dortmund
Ausleihe & Abgabe nur hier: Neue Zonen für E-Scooter
Di 6. Oktober 2026
Innenstadt-West
Ein E-Scooter-Parkplatz in der Innenstadt: Es wurde ein Rechteck mit weißer Farbe gezogen.
Bild: Stadt Dortmund / Tiefbauamt
Ciao Milano: Ab sofort geht's täglich von Dortmund nach Mailand
Mo 5. Oktober 2026
Erstflug am Dortmund Airport: Die Wizz-Air-Crew fliegt nach Mailand
Bild: Hans Jürgen Landes
Sicherheit fährt vor: Hier entsteht Dortmunds erste Fahrradzone
Do 1. Oktober 2026
Brackel
Fahrradweg
Bild: Adobe Stock / Pink Badger