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Dortmund fördert Kunstszene und Wohnzimmerwände

Die Dortmunder Kunstszene präsentiert sich bis zum 15. Februar im SUPERRAUM an der Brückstraße: 33 Werke von 25 Dortmunder Künstler*innen sind hier zu sehen, angekauft von der Stadt Dortmund. Damit ist die Sammlung auf über 3.000 Werke angewachsen.

Farbflächen und Strukturen auf den ersten Blick. Beim näheren Hinsehen sind es Kaugummi-Dragees, zu einem Muster angeordnet, daneben das gleiche Muster aus gekauten Kaugummiresten. „Vorher/Nachher“ heißt das Werk von Achim Zepezauer. Seine 12-jährige Tochter hat beim Kaugummikauen geholfen und ihn ermutigt, diese Werke einzureichen - es sind die ersten Arbeiten des Künstlers, die es in die Kunstsammlung der Stadt geschafft haben.

Einblick die Ausstellung
Bild: Stadt Dortmund / Silke Hempel
Hendrikje Spengler, Leiterin Kulturbüro, bei der Eröffnung der Ausstellung im SUPERRAUM.
Hendrikje Spengler, Leiterin Kulturbüro, bei der Eröffnung der Ausstellung im SUPERRAUM.
Bild: Stadt Dortmund / Silke Hempel

„Das ist eine Wertschätzung der Stadt für uns Künstler und ein wichtiges Signal“, sagt Zepezauer. Direkt neben den Kaugummis hängen – ganz gegensätzlich - zwei Tuschezeichnungen von Silvia Liebig. Nicht ganz ernste Spielereien mit dem Material Tusche. Ihre Arbeiten sind schon mehrfach angekauft worden, und die Künstlerin freut sich jedes Mal darüber. „Das hier ist ein Aushängeschild für eine Stadt, man sieht, was sie für einen Reichtum an Kunstschaffenden hat“, sagt Liebig.

Kunstankauf – eine Ehre für die Stadt

Der Dortmunder Kunstankauf hat eine lange Tradition. Seit 70 Jahren investiert die Stadt Dortmund in Kunst und ihre Künstler*innen. Die Bilder können Dortmunder*innen für ihre eigenen Wände auch ausleihen. Viele andere Städte haben ähnliche Programme längst abgeschafft. Doch Dortmund nicht. „Weil es richtig ist und wichtig ist, weil es eine Ehre für die Stadt ist, ihre Künstler*innen ankaufen zu dürfen“, sagte Hendrikje Spengler, Leiterin des Kulturbüros. „Es ist ein Anliegen der Künstler*innen, daran mitzuarbeiten, dass die Stadt, in der sie leben und wirken, eine Sammlung besitzt, die sie und ihr Schaffen auf lange Sicht repräsentiert – mit ihren Werken das kulturelle Leben von Dortmund begreifbar und anfassbar macht.“

Bild: Stadt Dortmund / Silke Hempel
Besucher vor „Flötotto“ in der Ausstellung „Einblicke in die Dortmunder Kunst“
Besucher vor „Flötotto“ in der Ausstellung „Einblicke in die Dortmunder Kunst“
Bild: Stadt Dortmund / Silke Hempel

Kunst Aus(leihe) Dortmund: Kunst auf Zeit für zu Hause

Zum Anfassen scheint auch die Skulptur von Steffen Mischke, der „Trötotto“. Es ist auch nicht sein erstes Werk, das in der städtischen Sammlung landet. Für ihn sind die Ankäufe finanziell „fast schon überlebenswichtig“, sagt er. „Es ist aber natürlich auch gut fürs Ego, ausgewählt zu werden“. Seine Werke hingen über die Kunst Aus(leihe) Dortmund auch schon bei Dortmunder*innen an der Wand. „Es ist doch schön, wenn die Bilder bei jemanden zu Hause hängen, als wenn sie irgendwo gelagert werden.“ Seine anderen und auch weitere rund 3.000 Werke von Dortmunder Künstler*innen der vergangenen 70 Jahre können natürlich auch ausgeliehen werden.

Die Kunst Aus(leihe) Dortmund kooperiert mit dem SUPERRAUM und Dortmund Kreativ sowie mit der Arthotek der Stadt- und Landesbibliothek .

Öffnungszeiten

Ausstellungszeitraum: 24. Januar bis 15. Februar 2025
Öffnungszeiten: Dienstag 12 – 16 Uhr, Donnerstag 16 – 19 Uhr, Samstag 12 – 16 Uhr

SUPERRAUM
Brückstraße 64
44135 Dortmund

Folgende Künstler*innen sind mit ihren Werken vertreten:

Janna Banning, Lucas Boelter, Stephanie Brysch, Peter Dahmen, Calvin Hein, Etta Gerdes, Sabine Gorski, Susanne Grytzka, Brigitte Hallmann-Friers, Sybille Hassinger, Daniel Kireth, Alesha Klein, Gode Klingemann, Barbara Koch, Silvia Liebig, Steffen Mischke, Axel M. Mosler, Dirk Pleyer, Denise Ritter, Annelie Sonntag, Claudia Terlunen, Sebastian van den Akker, Sebastian Wien, Achim Zepezauer, Agnes Zimmermann

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Kultur & Freizeit Förderungen

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