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Ukraine-Krieg

Dortmund steht weiter solidarisch an der Seite von Schytomyr

Im Jahr 2025 wird Schytomyr Dortmunds elfte Partnerstadt. Die ukrainische Stadt ist bereits seit einem Jahr in einer Solidaritätspartnerschaft mit Dortmund verbunden.

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2. Jahrestag des Angriffs: Dortmund steht weiter an der Seite der Ukraine

Seit dem 24. Februar 2022 ist die Ukraine den Angriffen der russischen Armee ausgesetzt. Von diesem Tag an erleben die Ukrainer*innen eine Welt, so wie man sie sich in Europa nicht mehr vorstellen konnte: Bombardierung, Zerstörung, Tod, Luftalarm und Flucht gehören zum schrecklichen Alltag.

Unterstützung weiter garantieren

Dortmund hat sich vom ersten Tag an solidarisch gezeigt. Die Stadtgesellschaft hat die Menschen in der Ukraine mit einer Vielzahl an Demonstrationen und Spenden unterstützt. Nach zwei Jahren Kriegsgeschehen droht die Situation in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund zu rücken. Die Lage ist jedoch unverändert kritisch.

Zu den unmittelbaren Kriegsfolgen kommen mittlerweile vermehrt Auswirkungen der traumatischen Erlebnisse: Fälle häuslicher Gewalt, Scheidungen und psychische wie physische Schäden steigen rasant an. Umso wichtiger ist es, dass die Unterstützung für die Ukraine nicht nachlässt.

Weitere Besuche für das Jahr 2024 geplant

Nach anfänglichen Hilfslieferungen an die im Südosten der Ukraine gelegene Stadt Mykolajiw hat die Stadt Dortmund ihre Unterstützung mittlerweile auf Schytomyr fokussiert. Mit Schytomyr verbindet Dortmund seit einem Jahr eine Solidaritätspartnerschaft, die darauf ausgerichtet ist, im nächsten Jahr eine offizielle Städtepartnerschaft zu etablieren. In Dortmund leben rund 40 Menschen aus Schytomyr. Es gab bereits zahlreiche Hilfslieferungen nach Schytomyr mit unter anderem Feuerwehrfahrzeugen und Bussen sowie medizinischen Gütern.

Daneben gab es auch inhaltlichen Austausch, insbesondere zu Themen der Wirtschaftsförderung und zum Verwaltungsaufbau. Nach gegenseitigen Besuchen im letzten Jahr wird eine Delegation aus Dortmund in diesem Sommer erneut nach Schytomyr reisen, um die Partnerschaft vorzubereiten. Darüber hinaus werden Jugendliche aus Schytomyr Dortmund noch im Frühjahr besuchen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal im Gespräch mit Stadtsprecher Michael Meinders
Thomas Westphal
Oberbürgermeister von Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Leonardo Hering

Wir freuen uns darauf, auch persönlich stärker in Austausch zu treten und viele Themen voranzutreiben – rund um den Wiederaufbau, aber auch darüber hinaus.

Die Stadt Dortmund wird Schytomyr in den nächsten Jahren weiterhin bedarfsgerecht unterstützen. Serhii Sukhomlyn, Oberbürgermeister von Schytomyr, hat sich in einer Grußbotschaft an die Dortmunder*innen gewandt. „Ich war von der Unterstützung europäischer Städte beeindruckt. Wir sind bereits nach dem umfassenden Invasionskrieg Partner und Bruder vieler Städte geworden. Und hier möchte ich Ihnen (…) danken. Ihre Hilfe, Ihre Prinzipientreue und Ihre ständige Sorge um Schytomyr sind mehr als wertvoll“, sagte Sukhomlyn.

„Wir nehmen in der Stadt ein großes Interesse an dieser Partnerschaft wahr“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Wir freuen uns darauf, auch persönlich stärker in Austausch zu treten und viele Themen voranzutreiben – rund um den Wiederaufbau, aber auch darüber hinaus.“

Bild: Olena Ukraintseva
Titelbild zur Ausstellung PostMost.
Eines der Bilder aus der Ausstellung „PostMost. Eine Ausstellung von Künstler*innen aus Mariupol“.
Bild: Olena Ukraintseva

Kunst als Zeichen der Hoffnung

Anlässlich des zweiten Jahrestags des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zeigt die Stadt Dortmund die Werke der ukrainischen Künstlerin Anna Movenko, um das Bewusstsein für die Situation in der Ukraine zu stärken und ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Die crossmediale Ausstellung „Helden, Helfer, Hoffnung“ ist ein emotionaler Blick auf vom Krieg betroffene Menschen und die Auswirkungen auf ihr Leben.

Über diesen Link zur digitalen Ausstellung kann diese besucht werden. Der Link ist ebenfalls abrufbar über einen QR-Code, der auf Plakaten in der Berswordthalle zu sehen ist.

Auch im Dortmunder Hoesch-Museum (Eberhardstr. 12) sind derzeit Gemälde und Grafiken ukrainischer Künstler*innen zu sehen. Die Bilder zeigen Ängste und Hoffnungen, Zerstörung und Transformation, Alltag und Krieg. „PostMost. Eine Ausstellung von Künstler*innen aus Mariupol“ läuft noch bis zum 21. April. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund zur Partnerschaft mit Schytomyr

Die Stadt Schytomyr hat rund 270.000 Einwohner*innen und liegt ca. 100 km westlich von Kiew.

Der Rat der Stadt Dortmund hatte die Verwaltung unmittelbar nach Kriegsbeginn aufgefordert, eine Partnerschaft mit einer ukrainischen Stadt zu begründen. Diesem Auftrag ist das Team für Internationale Beziehungen gefolgt und hat Schytomyr vorgeschlagen.

„Schytomyr ist eine aufstrebende, beliebte Bildungsstadt mit einem vitalen jüdischen Leben“, sagt Martin van der Pütten, Leiter des Büros für internationale Beziehungen der Stadt Dortmund.

Am 23. Februar 2023 unterzeichneten Oberbürgermeister Thomas Westphal und Oberbürgermeister Serhii Sukhomlyn (Schytomyr) die Solidaritätspartnerschaft. Geplant ist, diese im Jahr 2025 in eine offizielle Städtepartnerschaft zu verwandeln. Schytomyr wäre Dortmunds elfte Partnerstadt.

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