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Dortmunder U lädt zu türkischen Kinotagen ein

Film ab für türkisches Kino: Vom 15. bis zum 19. November veranstaltet das Kulturdezernat der Stadt Dortmund die fünfte Auflage der "Türkischen Filmtage".

Fünf Tage lang gibt es im Kino im Dortmunder U Gelegenheit, türkische und deutsch-türkische Filmkultur kennenzulernen. Gezeigt werden populäre Klassiker aus den 1970er-/1980er-Jahren, aber auch hochaktuelle Filme. Beginn ist immer um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das komplette Programm gibt es unter türkische-filmtage.de

Das Programm im Überblick :

Mittwoch, 15. November, 19:00 Uhr: Hababam Sinifi Tatilde (Die Chaotische Klasse hat Ferien), 97 Minuten, Original mit deutschen Untertitel

"Hababam Sınıfı Tatilde“" ist eine türkische Komödie aus dem Jahr 1977 unter der Regie von Ertem Eğilmez nach einem Roman von Rıfat Ilgaz und die vierte Fortsetzung der erfolgreichen Komödie "Hababam Sınıfı" von 1975. Kemal Sunal spielt einen Gymnasiasten einer Privatschule, der von einem neuen jungen Lehrer begleitet wird. Der Schulleiter nimmt vier neue Schülerinnen an der privaten Çamlıca-Oberschule auf, weil er glaubt, dass die Schule so mehr Geld einnehmen kann. Die Mädchen werden in die Hababam-Klasse geschickt. Die Mädchen, die sich bald an die Streiche der Hababam-Klasse gewöhnen, beginnen einen Kampf gegen die Jungen. Hierfür suchen sie einen Verbündeten aus den Reihen der Jungs, damit sie im Voraus erfahren können, welche Streiche ihnen gespielt werden.

Donnerstag, 16. November, 19:00 Uhr: Bir Zamanlar Gelecek: 2121 (Once Upon a time in the future: 2121), 92 Minuten, Original mit englischem Untertitel

Science-Fiction von einer türkischen Regisseurin: Die Erde ist Ende des 21. Jahrhunderts aufgrund der Klimakrise unbewohnbar geworden. Die wenigen Überlebenden haben eine Kolonie im Untergrund gebildet. Die "Junge Verwaltung" kontrolliert streng die Bevölkerungszahl. Für jedes Neugeborene muss eine alte Person geopfert werden. Als sich bei einer kleinen Familie Nachwuchs ankündigt, hat dies dramatische Konsequenzen. Mit viel Humor und Anspielungen auf aktuelle Themen wirft der Film einen Blick in die mögliche Zukunft unserer Gesellschaft und behandelt dabei ein globales Thema von höchster Aktualität. Der erste Science-Fiction-Film einer türkischen Regisseurin ist auch der erste nachhaltig produzierte Film der Türkei. Ausgezeichnet mit zahlreichen internationalen Filmpreisen.

Im Anschluss (ca. 20:30 Uhr) unterhalten sich Regisseurin Serpil Altin, Drehbuchautor Korhan Ugur aus Istanbul mit Julia Wissert, Intendantin des Schauspiels Dortmund und Bezirksbürgermeisterin Nordstadt, Hannah Rosenbaum, über den Film, Green Production & Gender Pay Gap.

Freitag, 17. November, 19:00 Uhr: Selvi Boylum Al Yazmalim (Das Mädchen mit dem roten Schal), 90 Minuten, Original mit deutschen Untertitel

"Das Mädchen mit dem roten Schal" (1977) ist ein Klassiker des Romanzengenres. Basierend auf dem Roman "Dshamilija" von Aitmatow erzählt die Geschichte von der jungen Frau Asya. Der Fernfahrer İlyas (Kadir İnanır), von allen auch İstanbullu ("der aus Istanbul") genannt, trifft auf Asya (Türkan Şoray), ein junge Frau aus einem kleinen Dorf. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander und beginnen ein gemeinsames Leben. Ihre Romanze wird gestört, als İlyas' Job als LKW-Fahrer gefährdet ist. Seine Verzweiflung führt zu Nachlässigkeit, Untreue und Gewalt. Die Ehe zerbricht an Ilyas Alkoholismus. Asya und ihr Sohn Samet finden Zuflucht im Haus von Cemşit (Ahmet Mekin), der sich um sie kümmert, sie versorgt und sie behütet. So gerät Asya in ein Dilemma: Ist Liebe nur Leidenschaft oder auch ein Stück Arbeit? Der französische Poet Louis Aragon schrieb über den Roman, "Dshamilija", er sei die "größte Liebesgeschichte der Welt".

Samstag, 18. November, 19:00 Uhr: Şalvar Davası (The Case of the Baggy Pants), 90 Minuten, Original mit deutschem Untertitel

"Şalvar Davası" ist ein türkischer Film von Kartal Tibet aus dem Jahr 1983 mit Müjde Ar und Şener Şen in den Hauptrollen. Der Film, eine Adaption des antiken Theaterstücks "Lysistrata" von Aristophanes, war die erste Hauptrolle für Sener Şen.

Nach vielen Jahren in der Stadt kehrt die junge Frau Elif (Müjde Ar) in ihr Heimatdorf zurück und muss feststellen, dass sich nicht viel verändert hat. Doch sie ist eine vollkommen neue Person geworden und hat daher Probleme, sich an ihre alte Umgebung zu gewöhnen. Die Dorfmänner lassen ihre Frauen immer noch hart arbeiten, während sie in den Cafés sitzen und nichts tun. Elif inspiriert die Frauen, sich gegen diese unfaire Behandlung zu wehren. Elif führt die Frauen an und es beginnt ein kollektiver Widerstand. Der Kampf ist erfolgreich und im Dorf wird die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen hergestellt.

Sonntag, 19. November, 19:00 Uhr: Es brennt, 89 Minuten, Deutsch mit türkischem Untertitel

Inspiriert von einem wahren Fall wird dieses überraschende Spielfilmdebüt zu einer so kraftvollen wie poetischen Anklage von Alltagsrassismus in Deutschland. Amal (Halima Ilter), Omar (Kida Khodr Ramadan) und ihr Sohn Ahmad (Emir Taskin) bilden eine glückliche arabische Familie, die in Deutschland ihr Zuhause gefunden hat. Eines Tages begegnen sie auf dem Spielplatz einem Mann namens Franz (Nicolas Garin). Was als zufälliges Aufeinandertreffen beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu einer außer Kontrolle geratenen Situation, als Franz Amal aufgrund ihres Kopftuchs beleidigt und angreift. Die Familie ist schockiert und verletzt, und es wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Der Fall landet vor Gericht, doch lebensverändernd werden die Umstände erst im Gerichtssaal selbst.

türkische-filmtage.de

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