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Entlastung für Familien: Stadt plant Vertretungsstützpunkt für die Kindertagespflege

Eltern und Kinder sollen sich künftig stärker auf eine stabile Betreuung verlassen können, wenn die Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater ausfällt. Damit Ausfallzeiten in der Kindertagespflege nicht mehr zu Stress führen, baut die Stadt Dortmund einen eigenen Vertretungsstützpunkt auf.

Der Verwaltungsvorstand hat das Jugendamt damit beauftragt, gemeinsam mit einem Träger passende Räume und Strukturen zu schaffen. Noch in diesem Jahr soll der Stützpunkt an den Start gehen. Es geht dabei um neun Plätze zur Betreuung bei planbaren Ausfällen – also zum Beispiel, wenn Tagesmutter oder -vater Urlaub haben oder eine Fortbildung besuchen.

Familien spürbar entlasten

Gesetzlich ist das Jugendamt verpflichtet, rechtzeitig eine alternative Betreuungsmöglichkeit zu schaffen, wenn eine Kindertagespflegeperson ausfällt. „Mit der Einrichtung eines Vertretungsstützpunkts gehen wir nun aber noch einen Schritt weiter“, sagt Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie. „Wir schaffen ein zusätzliches Angebot zu den bestehenden Vertretungsmodellen, das die Familien spürbar entlasten wird.“

Was ist Kindertagespflege?

Kindertagespflege bedeutet Betreuung durch eine qualifizierte Tagesmutter oder einen Tagesvater. Sie kümmern sich in kleinen Gruppen in ihrer Wohnung oder in angemieteten Räumen um die Kinder. Die Betreuung in einer Kindertagesstätte (Kita) und in der Kindertagespflege sind gleichwertige Angebote der frühkindlichen Bildung – Familien können wählen, was besser zu ihrem Alltag und ihrem Kind passt.

Weniger Stress, mehr Verlässlichkeit

Die Stadt Dortmund will mit dem neuen Service die Betreuung in der Tagespflege noch stabiler machen.

Was bedeutet das für Eltern und Kinder?

  • Weniger organisatorischer Stress: Die Eltern müssen nicht mehr selbst kurzfristig nach Lösungen suchen. Es gibt einen festen Ort, der die Vertretung übernimmt
  • Mehr Verlässlichkeit für die Eltern: Sie wissen künftig früher und verbindlicher, dass ihr Kind im Fall eines Ausfalls gut betreut wird
  • Mehr Verlässlichkeit für Kinder: Die Betreuung bleibt stabil. Der Standard der früh-kindlichen Bildung ist im Vertretungsstützpunkt auf demselben Niveau wie bei ihrer Tagespflege

Bereits bevor die Vertretung in Anspruch genommen wird, können die Familien diese planen und gemeinsam mit dem Vertretungsstützpunkt eine Eingewöhnung vorbereiten. So wird das Kind im Vertretungsfall von einer Person betreut, die es bereits kennengelernt hat.

Monika Nienaber-Willaredt
Monika Nienaber-Willaredt
Dezernentin für Schule, Jugend und Familie
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Es ist eine Vertretung, die geplant erfolgt [...]. Als Familie kann man frühzeitig Kontakt mit dem Vertretungsstützpunkt aufnehmen, um dann auch gemeinsam die Eingewöhnung vor dem tatsächlichen Start zu planen.

Modellstandort für zwei Jahre

Der geplante Vertretungsstützpunkt ist als Modellstandort für zwei Jahre angelegt. Nach dieser Zeit wird überprüft, wie das Angebot von Eltern angenommen wird und welche Erfahrungen die Betroffenen gemacht haben. Auf der Basis der Erfahrung aus den zwei Jahren wird dann entschieden, wie es mit dem Vertretungsstützpunkt weitergeht.

Übrigens: Bei dem neuen Angebot geht es um neun Betreuungsplätze an einem zentralen Ort bei planbaren Ausfällen – wie Urlaub oder Fortbildung. Was es in Dortmund bereits gibt, sind 100 Freihalteplätze – diese sind über das Stadtgebiet verteilt und können über eine Vertretungsregelung in Anspruch genommen werden, wenn es zu kurzfristigen Ausfällen durch Krankheit bei Tagesmüttern oder Tagesvätern kommt.

Angebot unabhängig vom Träger der Kindertagespflege

Der geplante Vertretungsstützpunkt steht allen Kindern offen, die in Dortmund in der Kindertagespflege betreut werden – egal bei welchem Träger. Das Jugendamt wird jetzt nach einem geeigneten Partner für die Einrichtung suchen.

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