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Aktionswoche gegen Einsamkeit

Gemeinsam statt allein: Dortmund setzt Zeichen gegen Einsamkeit

Mit Grillfesten, Musik, Kunst und Begegnungen beteiligt sich Dortmund an der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit. Die städtische Koordinierungsstelle Einsamkeit bündelt die Angebote und macht sichtbar, wie Gemeinschaft entstehen kann.

Einsamkeit kann Menschen jeden Alters treffen. Umso wichtiger sind Orte und Gelegenheiten, die Menschen zusammenbringen. Während der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ vom 22. bis 29. Juni zeigt Dortmund, wie vielfältig Begegnung in der Stadt gelebt wird.

Gemeinschaft stärken

Eine besondere Rolle spielt dabei die städtische Koordinierungsstelle Einsamkeit . Sie gehört bundesweit zu den wenigen Einrichtungen ihrer Art und arbeitet daran, Einsamkeit sichtbar zu machen, Menschen miteinander zu vernetzen und neue Wege des Miteinanders zu fördern.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern lädt die Stadt in der Aktionswoche zu Veranstaltungen in vielen Stadtteilen ein. Im Mittelpunkt stehen Austausch, gemeinsames Erleben und unkomplizierte Begegnungen.

Mitbringparty statt Grillstress

Herzstück der Aktionswoche sind neun nachbarschaftliche Grilltreffen in Begegnungszentren und Quartieren. Die Idee: Alle bringen etwas mit, das sie gerne teilen möchten. Würstchen, Getränke, Grill und Kohle stehen bereit. So entstehen Gespräche ganz nebenbei – mit Menschen aus der Nachbarschaft, die sich oft bislang nur vom Sehen kennen.

Die Mitbringpartys starten am 22. Juni im Begegnungszentrum Scharnhorst und machen anschließend Station in Eving , Berghofen , Lütgendortmund , Huckarde , Mengede und im Wilhelm-Hansmann-Haus . Auch die AWO-Begegnungsstätte Nord und das Mehrgenerationenhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen beteiligen sich an der Aktion.

Gemeinsam singen und Demokratie erleben

Weitere Gelegenheiten zum Kennenlernen bietet das gemeinsame Singen im Welthaus Dortmund (Rosental 1) am 25. Juni um 18 Uhr. Musik verbindet Menschen oft schneller als viele Worte und schafft eine besondere Atmosphäre des Miteinanders.

Am 26. Juni beteiligt sich die Koordinierungsstelle Einsamkeit außerdem am Demokratie-Festival der Quartiersdemokraten. An einem Aktionsstand laden kreative und bewegungsorientierte Angebote dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Mit der Rikscha über den Feierabendmarkt

Bild: Maik Kühlenborg
Zwei Männer sitzen in einer Rikscha während ein dritter Mann sie fährt
Strampeln gegen Einsamkeit: Einer fährt, zwei profitieren - und die Elektrik unterstützt.
Bild: Maik Kühlenborg

Am 25. Juni ist das Rikscha-Projekt „E.Rika“ auf dem Feierabendmarkt in Mengede unterwegs. Zwischen 17 und 20 Uhr werden kostenlose Rundfahrten angeboten. Das Projekt der Koordinierungsstelle bringt Menschen zusammen, die es sonst schwer haben, an Veranstaltungen teilzunehmen und schafft Raum für Begegnungen im Alltag.

Kunst gegen Einsamkeit

Auch die internationale Kunstbiennale Manifesta 16 Ruhr greift das Thema auf. In Dortmund beteiligt sich der Medienkünstler Sam Hopkins mit seinem Projekt „Baze“ am Nachbarschaftsprogramm der Biennale. Ausgangspunkt sind informelle Treffpunkte in Nairobi, an denen Menschen zusammenkommen, Ideen austauschen und gemeinsam Inhalte gestalten. In Dortmund lädt das Projekt insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene dazu ein, sich offline zu begegnen, kreativ zu werden und neue Formen von Gemeinschaft auszuprobieren.

Zum Abschluss des Projekts diskutieren am 25. September die Dortmunder Einsamkeitsbeauftragte Sabrina Janz, Künstler Sam Hopkins und Britta Peters, Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, über die Frage, wie Kunst, öffentliche Räume und Begegnung dazu beitragen können, Einsamkeit zu überwinden.

Begegnung beginnt oft mit einem einfachen Gespräch

Die Aktionswoche zeigt, dass Gemeinschaft nicht immer große Veranstaltungen braucht. Oft reicht ein gemeinsames Essen, ein Lied, eine kurze Unterhaltung oder eine neue Bekanntschaft im Quartier. Genau solche Momente möchte die Stadt Dortmund mit ihren Partnern fördern – und damit ein deutliches Zeichen gegen Einsamkeit setzen.

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