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Inke Arns, Bruno Knust und Ursula Mehrfeld erhalten die städtische Ehrennadel

Drei Dortmunder Kulturschaffende, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, sind am Mittwoch, 28. Januar, mit der städtischen Ehrennadel ausgezeichnet worden.

Oberbürgermeister Alexander Kalouti verlieh sie im Rathaus im feierlichen Rahmen an Dr. Inke Arns, Bruno Knust und Ursula Mehrfeld.

Dr. Inke Arns

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Inke Arns steht zusammen mit OB Alexander Kalouti.
Autorin und Kuratorin Inke Arns bedankt sich für die Ehrung.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Dr. Inke Arns ist Kulturwissenschaftlerin und seit 2005 künstlerische Leiterin sowie seit 2017 Direktorin des Hartware MedienKunstVereins (HMKV). Unter ihrer Führung entwickelte sich der vielfach ausgezeichnete Kunstverein mit Sitz im Dortmunder U zu einer international anerkannten Institution für zeitgenössische und gesellschaftlich relevante Medienkunst. In über zwei Jahrzehnten kuratierte Arns viele Ausstellungen, gab Publikationen heraus und setzte damit immer wieder künstlerische Impulse zu aktuellen politischen, sozialen und technologischen Fragestellungen – etwa zu Überwachung, digitaler Macht, Künstlicher Intelligenz oder globalen Zukunftsentwürfen. Ihre kuratorische Praxis, internationale Vernetzung, umfangreiche Vortragstätigkeit sowie ihr Engagement in Jurys und Gremien machen sie zu einer wichtigen Botschafterin der Stadt Dortmund im internationalen Kulturdiskurs.

„Ihre Ausstellungen sind ästhetisch anspruchsvoll und zugleich politisch wahr. Besonders hervorzuheben ist ihre Vernetzungsarbeit. Sie bringt eine internationale Perspektive nach Dortmund und macht Dortmund sichtbar im internationalen Diskurs. Inke Arns hat mit Kompetenz, Ausdauer und klarem Blick die kulturellen Entwicklungen unserer Stadt nachhaltig mitgestaltet“, würdigte OB Kalouti die Ausgezeichnete.

„Internationale Ausstellungen machen wir sehr gerne – von Dortmund in die Welt – aber wir stellen auch gerne Dortmunder Künstlerinnen und Künstler aus“, sagte Arns. In ihrer Dankesrede erinnerte sie an ihre Vorgänger und Gründer des HMKV, die mit ihrer Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ 1998 einen wichtigen Impuls zum Erhalt und Umbau des Dortmunder U zum Kulturzentrum gegeben hatten.

Bruno Knust

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
OB Kaluti steht mit Bruno Knust vor der Kamera.
Bruno Knust, auch bekannt als „Günna", ist ein Dortmunder Kabarettist.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Bruno Knust ist Schauspieler, Kabarettist und Gründer des ehemaligen Theaters Olpketal. Er zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten der Dortmunder Kulturszene. Über mehr als 35 Jahre bereicherte er mit seinem künstlerischen und humoristischen Wirken das kulturelle Leben der Stadt und schuf mit dem Theater Olpketal einen einzigartigen Ort für Kleinkunst, Schauspiel und Ruhrgebiets-Kabarett, der über Dortmund hinaus Strahlkraft entwickelte. Mit seinem Humor, seiner Nähe zum Publikum und seiner künstlerischen Bandbreite wurde das Theater Olpketal zu einem festen Bestandteil der Dortmunder Kulturidentität. „Bruno Knust ist eine Stimme, die diese Stadt seit mehr als 35 Jahren begleitet, kommentiert und zusammenhält“, so OB Kalouti.

Knust wirkte auch als Stadionsprecher und Komponist populärer BVB-Hymnen. „Mit Leidenschaft, Kreativität und tiefer Verbundenheit zur Stadt hat er einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Identität Dortmunds geleistet“, so Kalouti.

„Man rechnet ja als Dortmunder mit allem – nur nicht damit, dass man eine Ehrennadel kriegt“, sagte Knust in seiner humorvollen Dankesrede. „Zumal ich die Stadt nicht immer mit Samthandschuhen angepackt habe. Sondern auch mal mit dem Arbeitshandschuh oder mit der satirischen Faust. Aber letztlich macht man das ja auch nur, weil man die Stadt liebt“, so Knust. Dreimal sei er von Dortmund weggezogen und viermal wiedergekommen. „Auch jetzt ist die Stadt in einer schwierigen Phase, aber wir können alle dabei mithelfen, Dortmund dahin zu bringen, wo wir es haben möchten. Das geht nicht über Meckern, sondern übers Anpacken, selber in die Stadt gehen, sich zeigen und überall für Dortmund zu werben. Denn wir sind eine ganz besondere Stadt“, so Knust.

Ursula Mehrfeld

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
OB Kalouti steht mit Ursula Mehrfeld vor der Kamera.
Ursula Mehrfeld ist Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Ursula Mehrfeld ist Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Sie zählt zu den zentralen Akteurinnen für den Erhalt und die Weiterentwicklung des industriellen Erbes in Dortmund. Unter ihrer Leitung wurde die Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde denkmalgerecht saniert und zu einem überregional bedeutenden Ort für Industriegeschichte. Über die Kokerei sagt OB Kalouti: „Sie ist heute offen für Kultur und für Begegnungen und damit auch für Zukunft“. Unter anderem gelang es Mehrfeld, die Kokerei als zentralen Ort in die Planungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 zu integrieren.

Mit großem Engagement verbindet Ursula Mehrfeld Denkmalschutz, Forschung und zeitgemäße Kulturvermittlung und macht industrielle Geschichte für alle zugänglich. Durch die Öffnung und vielfältige Nutzung der Kokerei Hansa leistet sie einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Aufwertung, zur Lebensqualität und zum Zusammenhalt im Stadtteil Huckarde und darüber hinaus. „Frau Mehrfeld hat gezeigt, wie sich Vergangenheit und Zukunft verbinden lassen – mit Respekt vor der Geschichte, klarem Blick für städtebauliche Chancen und großem Verantwortungsbewusstsein für unsere Stadt“, so Kalouti.

„Die Ehrennadel der Stadt Dortmund zu erhalten, ist etwas ganz Besonderes und erfüllt mich mit Stolz“, sagte Ursula Mehrfeld, die ihrem ganzen Team der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur für die Zusammenarbeit dankte.

Städtische Ehrennadel

Mit der Ehrennadel ehrt der Rat der Stadt Dortmund Personen, die sich um die Stadt Dortmund und das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht haben. Sie zeigt den stilisierten goldenen Adler der Stadt Dortmund. Vorherige Geehrte waren unter anderem Xin Peng Wang (Ballett Dortmund), Andreas Gruhn (Kinder- und Jugendtheater), Werner Blanke (ADFC) und Andrea Hitzke (Dortmunder Mitternachtsmission).

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Kultur & Freizeit Engagement & Bürger*innenbeteiligung

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