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Kurze Wege - viele Dortmunder*innen wohnen in "15-Minuten-Quartieren"

Wer in Dortmund zum Supermarkt oder in die Arztpraxis möchte, ist oft innerhalb von 15 Minuten Fußweg da - das zeigt ein neuer Bericht zur Daseinsvorsorge.

Das Ruhrgebiet ist die Region der kurzen Wege - das gilt besonders in Dortmund: Für die meisten Dortmunder*innen sind die Angebote der Daseinsvorsorge schnell zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Zur Daseinsvorsorge zählen Einrichtungen und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelgeschäfte, Kitas und Schulen, Arztpraxen und ÖPNV-Haltestellen. 41,5 Prozent der Bevölkerung leben sogar in einem sogenannten 15-Minuten-Quartier, in dem mindestens ein Standort jeder Einrichtung der Daseinsvorsorge nur eine Viertelstunde Gehzeit von der eigenen Wohnung entfernt liegt. Das zeigt der aktuelle Bericht des Flächeninformationssystems Ruhr (ruhrFIS) zur Daseinsvorsorge, den der Regionalverband Ruhr (RVR) veröffentlicht hat.

Lebensmittelmärkte

Die Erreichbarkeit von Lebensmittelmärkten stellt sich in Dortmund nahezu flächendeckend günstig dar. Zu Fuß sind fast 75 Prozent der Einwohner*innen innerhalb von zehn Minuten im nächsten Geschäft; 92 Prozent wohnen innerhalb einer eher günstigen fußläufigen Entfernung von 15 Minuten. Die durchschnittliche Gehzeit beträgt 7:42 Minuten (Ruhrgebietsschnitt: neun Minuten). Mit dem Fahrrad erreicht fast jede*r Dortmunder*in (99,7 Prozent) ein Lebensmittelgeschäft innerhalb von maximal zehn Minuten.

Arztpraxen

Auch der*die nächste Arzt*Ärztin ist in Dortmund meist nicht weit: Bis zur Hausarzt- oder Zahnarztpraxis sind im Schnitt rund acht Minuten zu gehen (Ruhrgebiet: rund neun Minuten). Mehr als 71 Prozent der Bevölkerung sind in weniger als zehn Minuten in der nächstgelegenen Hausarztpraxis, nur ein Prozent braucht länger als 30 Minuten. Kinderarztpraxen sind durchschnittlich in rund 18 Minuten zu erreichen.

Kinderbetreuung und Grundschule

Die Wege zur Kinderbetreuung und Grundschule sind in Dortmund ebenfalls meist gut zu Fuß zu bewältigen. Fast jeder (98,4 Prozent) wohnt in einer fußläufigen Entfernung von bis zu einer Viertelstunde zur nächsten Kindertagesstätte (Ruhrgebiet: knapp 97 Prozent). Bis zur nächsten Grundschule schaffen es 88 Prozent der Bevölkerung (Ruhrgebiet: fast 85 Prozent) innerhalb von 15 Geh-Minuten, mit dem Fahrrad braucht fast keiner mehr als zehn Minuten.

Bus- und Bahnverkehr

Dank eines dichten ÖSPV-Haltestellennetzes liegt in Dortmund die durchschnittliche Gehzeit zur nächsten Station bei rund drei Minuten. Der nächste Bahnhof oder Halt im Schienenpersonennahverkehr ist im Schnitt 17:09 Geh-Minuten entfernt und damit sehr viel günstiger erreichbar als im Durchschnitt in der Region (28:43 Minuten). Weit mehr als die Hälfte der Dortmunder*innen (54,6 Prozent) schaffen es in bis zu einer Viertelstunde Fußweg, im Ruhrgebietsschnitt sind es nur 30,3 Prozent. Mit dem Fahrrad können fast 96 Prozent in dieser Zeit einen Halt erreichen.

RVR-Bericht zur Daseinsvorsorge in Dortmund

Für das ruhrFIS-Monitoring wurden Daten von 2023 zu Lebensmittelmärkten, Postfilialen, Apotheken, Grundschulen, Kindertagesstätten, Hausarzt-, Zahnarzt- und Kinderarztpraxen sowie ÖSPV- und SPNV-Haltestellen ausgewertet.

Alle Ergebnisse gibt es online auf der Website des RVR.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr Wohnen Soziales

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