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Mehr Fertigstellungen, mehr Genehmigungen: Dortmund baut gegen den NRW-Trend

Lichtblick für den Wohnungsmarkt: Nicht nur die Zahl der Baugenehmigungen hat sich in Dortmund 2024 positiv entwickelt, sondern auch die der Baufertigstellungen. Landesweit ging die Zahl um 14,8 Prozent zurück – in Dortmund stieg sie dagegen um 15,2 Prozent. Das ergibt sich aus einer neuen Statistik des Landes.

Für einen Vergleich kann man die Fertigstellungszahlen mit der Anzahl der Einwohner*innen in Bezug setzen. Bei dieser sogenannten Wohnungsbauquote (das sind die fertiggestellten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden, inkl. Wohnheime) ergibt sich folgendes Bild:

Auch Baugenehmigungen im Positiv-Trend

  • Land: 22,8 fertiggestellte Wohnungen je 10.000 Einwohner*innen
  • Dortmund: 26,4 fertiggestellte Wohnungen je 10.000 Einwohner*innen*.

Bei den Einfamilienhäusern gab es allerdings einen Rückgang: Landesweit ging die Zahl um 24 Prozent zurück, in Dortmund aber nur leicht um 1,5 Prozent.

Auch bei den Baugenehmigungen für Wohnraum hatte sich Dortmund schon positiv vom Landestrend abgehoben. Bei den Wohneinheiten gab es ein Plus von 19 Prozent. In Nordrhein-Westfalen war ein Rückgang um 7 Prozent zu verzeichnen.

Ein weiterer Lichtblick für den Wohnungsmarkt: Die Zahl der Baugenehmigungen hat sich in Dortmund entgegen dem Landestrend positiv entwickelt. Das gilt sowohl für Wohneinheiten (plus 19 Prozent), als auch bei den Nichtwohngebäuden, darunter Schulen und Kitas (40 Prozent mehr).

Nach dem deutlichen Einbruch im Jahr 2023 mit seinerzeit 1.446 Wohneinheiten (WE) wurden im vergangenen Jahr 1.716 WE genehmigt – das sind 19 Prozent mehr. Der aktuelle Wert liegt zwar noch unter dem Niveau der Vorjahre, hebt sich in der positiven Dynamik aber deutlich vom landesweiten Trend ab – in Nordrhein-Westfalen war ein Rückgang um sieben Prozent zu verzeichnen. Die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser haben sich mit 186 WE im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Kita-Ausbau als Motor

Bei den Baugenehmigungen für die sogenannten Nichtwohngebäude liegt Dortmund noch deutlicher über dem NRW-Trend. Während es in Dortmund ein Plus von 40 Prozent gab, ging die Quote landesweit um 1,2 Prozent zurück. Zu den Nichtwohngebäuden gehören Büro- und Verwaltungsgebäude ebenso wie Handel- und Lagergebäude, landwirtschaftlich geprägte Gebäude, Schulen und Kitas.

Motor in Dortmund ist vor allem der Ausbau von Kitas und die Erweiterung von Schulen. Die seit Jahren bereits laufende Investitionsoffensive der Stadt spiegelt sich also darin wider. Die Zahl genehmigter Nichtwohngebäude von öffentlichen Bauherren stieg im Vergleich zu 2023 um mehr als das Doppelte.

Lichtblick für den Bausektor

Dass die Zahl der Baugenehmigungen wieder steigt, ist ein Lichtblick für den noch immer angespannten bauwirtschaftlichen Sektor. In den vergangenen Jahren waren viele Bauvorhaben verschoben, viele ausgestellte Baugenehmigungen aufgrund der gestiegenen Baukosten nicht umgesetzt worden.

*Vergleichswert sind die Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2024, die als Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022 ermittelt wurden.

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