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Mehr Sicherheit: Auf der Brücke über den Scharnhorster Bahnhof dürfen Zweiräder nicht überholt werden

Scharnhorst

Auf der Brücke der Flughafenstraße über die Gleise am Scharnhorster Bahnhof dürfen Zweiräder nicht überholt werden.

Die Stadt Dortmund reagiert auf den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger: Seit Donnerstag, 22. Januar, setzt sie erstmals ein neues Verkehrsschild dauerhaft ein. Auf der engen U-förmigen Brücke der Flughafenstraße über die Gleise am Scharnhorster Bahnhof dürfen Zweiräder nicht überholt werden. Damit wird das Fahren auf der Brücke für alle sicherer.

Mindestabstand kann nicht eingehalten werden

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Verkehrsschild wird angebracht.
Das neue Schild weist auf die Regelung auf der Brücke hin.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Bisher kam das Verkehrszeichen 277-1 („Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträdern mit Beiwagen“) in Dortmund nur temporär in Baustellenbereichen zum Einsatz. Nun wird es dauerhaft installiert, nachdem Bürgerinnen und Bürger wiederholt auf geringe Seitenabstände beim Überholen von Zweirädern aufmerksam gemacht hatten. Die Lösung wurde zusammen mit der Polizei Dortmund vor Ort erarbeitet.

„Da kurzfristig keine bauliche Lösung möglich ist, sollen Autofahrende durch das neue Schild daran erinnert werden, dass ein Überholvorgang an dieser Stelle nicht zulässig ist“, erklärt Fabian Menke, Fuß- und Radverkehrsbeauftragter der Stadt Dortmund. Der Grund: „Um den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten, müsste die durchgezogene Mittellinie auf der Brücke überfahren werden. Da der Bereich darüber hinaus außerhalb geschlossener Ortschaften liegt, gilt hier ein Mindestüberholabstand von zwei Metern statt der innerorts vorgeschriebenen 1,50 Meter.“

Verstöße werden geahndet

Wer trotz des Verbots einen Radfahrenden überholt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei einem Verstoß trotz unklarer Verkehrslage, mit Gefährdung oder Unfall können die Bußgelder entsprechend höher ausfallen.

Geduld kann Leben schützen

„Egal, ob mit dem Fahrrad, E-Scooter oder Auto – alle Verkehrsteilnehmenden wollen sicher ans Ziel kommen“, betont Marie-Theres Stromann, Hauptkommissarin der Polizei Dortmund. „Für Radfahrende und Nutzer anderer einspuriger Fahrzeuge ist ein zu geringer Seitenabstand beim Überholen mehr als nur ein unangenehmes Gefühl: Es ist eine konkrete Gefahr für Leib und Leben. Gleichzeitig bedeutet Warten hinter langsameren Verkehrsteilnehmenden für Autofahrende oft Geduld und manchmal auch Verzögerung“, so Marie-Theres Stromann weiter. Sie bittet um gegenseitiges Verständnis: „Wenige Sekunden Wartezeit können Leben schützen. Verkehrssicherheit geht vor Zeitdruck.“

Stadt und Polizei Dortmund nehmen die Maßnahme zum Anlass, um für die Einhaltung der Überholabstände zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu sensibilisieren.

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Radverkehr Sicherheit & Ordnung

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