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Neubau der Remberg-Brücke

Schluss mit Lücke: Hier rollt das erste Auto über Dortmunds neue Brücke

Freie Fahrt über die neue Remberg-Brücke: Seit Mittwoch, kurz nach 10 Uhr, rollt der Verkehr wieder über die wichtige Verbindung zwischen Hörde und Aplerbeck. Der Bau verlief spektakulär und mit unliebsamen Überraschungen.

Baudezernent Arnulf Rybicki (li.), Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl und Projektleiter Theomas Popa (re.) geben die neue Brücke Am Remberg frei
Bild: Stradt Dortmund/Stephan Schütze
Baudezernent Arnulf Rybicki (li.), Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl und Projektleiter Theomas Popa (re.) geben die neue Brücke Am Remberg frei
Bild: Stradt Dortmund/Stephan Schütze

Für Dortmunds Baudezernenten Arnulf Rybicki und die Leiterin des Tiefbauamts, Sylvia Uehlendahl war es ein besonderer und ersehnter Moment: Am Mittwoch, 31. Juli, haben sie nach zweieinhalb Jahren Bauzeit die letzte Absperrbake entfernt und die neue Remberg-Brücke für den Verkehr freigegeben. „Ab jetzt haben wir hier eine moderne Brücke, auf die wir uns Jahrzehnte verlassen können. Und sie erfüllt die heutigen Anforderungen: Anders als auf der alten Brücke haben jetzt alle ihren eigenen, sicheren Bereich – ob mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß“, sagt Baudezernent Arnulf Rybicki.

Schacht Carl: 50 Meter tief, vier Meter breit

Hinter den Verkehrsteilnehmer*innen und den Bau-Beteiligten liegt ein anstrengender Weg. Immer wieder verzögerten sich die Arbeiten aufgrund äußerer Einflüsse. Der erste Paukenschlag zu Beginn: Die Entdeckung des alten Luftschachts Carl – 50 Meter tief und vier Meter breit war das Relikt aus Bergbauzeiten. Leider war der Schacht nicht richtig verfüllt worden. Daher bestand die Gefahr einer Trichterbildung im Bereich der B236-Abfahrt. Aufwändige Verfüllarbeiten folgten, sie dauerten mehrere Wochen. Und auch danach gab es Hindernisse – massive Lieferverzögerungen beim Material aufgrund des Ukraine-Kriegs, Dauerregen und Personalausfälle bei den beauftragten Baufirmen verzögerten den Ablauf.

Die Brücke Am Remberg aus der Luft.
Bild: Stadt Dortmund/Stephan Schütze
Die Brücke Am Remberg ist eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Hörde und Aplerbeck.
Bild: Stadt Dortmund/Stephan Schütze
Daten und Fakten zur neuen Brücke

Die neue Brücke bietet eine Fahrbahnbreite von je 3,25 Metern sowie zu beiden Seiten kombinierte Geh-Radwege mit einer Breite von jeweils 3 Metern. Radfahrer*innen haben jetzt also ihren eigenen, sicheren Bereich. Die Brücke kann mit Schwerlastverkehr befahren werden. Möglich wird dies durch eine vollkommen andere Bauweise gegenüber der alten Stahlträgerbrücke.

Die Fundamente der Widerlager ruhen auf je sieben 1,50 Meter starken und 13 Meter langen Bohrpfählen aus Stahlbeton, die tief in den Boden reichen. Auf den massiven Widerlagern aus Stahlbeton liegen vier Fertigteilträger aus Spannbeton. Diese Träger sind 29 Meter lang. Auf den Trägern wurde die Brückenplatte gegossen.

Mega-Kran hob die 55-Tonnen-Brückenträger ein

„Höhepunkt der Bauzeit war der spektakuläre Einhub der vier Fertigteilträger im Juni 2023“, erinnert sich Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts. „Nach Fertigstellung der Brücken-Fundamente und -Widerlager wurden die Träger mit jeweils 55 Tonnen Gewicht aufgelegt – dazu war ein riesiger, 800-Tonnen-Mobilkran an die Baustelle gebracht worden. Es folgte der Einhub – und zwar in nervenaufreibender Zentimeterarbeit.“

Straßenaufbau aus Vor-Weltkriegs-Zeiten

Im September 2023 begannen die Straßenbauarbeiten. Auf dem Abschnitt im Westen, von Kohlensiepenstraße bis zur Brücke, stammte der Straßenaufbau noch aus Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg. Hier wurde die Straße komplett neu gebaut, auf der Ostseite wurden Gehwege und Fahrbahnrand an den neuen, größeren Brückenquerschnitt angepasst. Die Stadt ließ sämtliche Versorgungsleitungen erneuern, damit der Bereich für viele Jahre unangetastet bleiben kann.

Hintergrund: Warum musste eine neue Brücke gebaut werden?

„Nichts hält so lange wie ein Provisorium", zitierte Tiefbauamtschefin Sylvia Uehlendahl zur Eröffnung. Die alte Brücke stammte aus den späten 1960er-Jahren und war als Provisorium gedacht. Acht bis zehn Jahre sollte sie stehen bleiben – maximal. Das erklärt, dass Fußgänger*innen nur sehr schmale Gehwege mit Holzbohlen zur Verfügung hatten. Der südliche Gehweg war zuletzt so baufällig, dass er gesperrt werden musste. Die Radfahrer*innen mussten sich die Straße mit den immer breiter werdenden Autos teilen. Außerdem war die Brücke nur noch für Fahrzeuge bis maximal 30 Tonnen zugelassen.

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