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Schulwechsel: Stadt baut Schulplätze aus und unterstützt Jugendliche beim Übergang nach der 10. Klasse

Für viele Dortmunder Familien steht in diesen Wochen ein wichtiger Schritt an: der Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule oder der Übergang nach der 10. Klasse in die gymnasiale Oberstufe, eine Ausbildung oder ein Berufskolleg. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Der Wunsch nach möglichst vielen Bildungs- und Abschlussmöglichkeiten bleibt hoch. Als Schulträgerin arbeitet die Stadt Dortmund deshalb kontinuierlich daran, ausreichend Schulplätze bereitzustellen und junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.

Zum Schuljahr 2026/27 wechseln 5.679 Schülerinnen und Schüler von den Dortmunder Grundschulen auf weiterführende Schulen. Wie schon in den vergangenen Jahren entscheiden sich viele Eltern für Schulformen, die den Weg zum Abitur ermöglichen.

Gymnasien und Gesamtschulen bleiben besonders gefragt

Gymnasien bleiben mit einer Anmeldequote von 34,4 Prozent die beliebteste Schulform. Zwar liegt der Wert leicht unter dem Vorjahresniveau, dennoch wählen mehr als ein Drittel der Familien diesen Bildungsweg. Auch die Gesamtschulen erfreuen sich weiterhin großer Nachfrage. Ihre Anmeldequote steigt leicht auf 33,4 Prozent.

Gleichzeitig gewinnen die Realschulen an Zuspruch. Hier stieg die Nachfrage auf 23,9 Prozent. Hauptschulen verzeichnen mit 3,6 Prozent weiterhin vergleichsweise niedrige Anmeldezahlen, können aber an allen Standorten Eingangsklassen bilden.

Fast alle Kinder erhalten einen Platz an ihrer Wunschschule

Die gute Nachricht für Familien: Die allermeisten Kinder konnten an ihrer Wunschschule aufgenommen werden. An den Hauptschulen erhielten alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler einen Platz. Auch an Realschulen und Gymnasien konnten die meisten Wünsche erfüllt werden.

Lediglich an den Gesamtschulen übersteigt die Nachfrage weiterhin das vorhandene Platzangebot. Für Kinder, die dort keinen Platz erhalten konnten, haben die Schulleitungen gemeinsam mit der Schulaufsicht und dem Fachbereich Schule passende und gut erreichbare Alternativen an Realschulen und Gymnasien organisiert.

Ein kleiner Teil der Schülerinnen und Schüler wechselt zudem an Schulen in Nachbarstädten. Besonders Familien in den Randlagen Dortmunds entscheiden sich häufig für diesen Weg, wenn dadurch kürzere oder einfachere Schulwege möglich sind.

Die Stadt schafft zusätzliche Schulplätze

Die hohe Nachfrage nach Gymnasien und Gesamtschulen spiegelt sich auch in der Schulentwicklungsplanung der Stadt Dortmund wider. Um ausreichend Plätze anbieten zu können, werden die Kapazitäten in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.

Geplant sind unter anderem:

  • eine neue Gesamtschule in Eving,
  • die Erweiterung der Gesamtschule im Süden,
  • ein neues Gymnasium in Brackel mit bis zu sechs Zügen,
  • die Erweiterung des Leibniz-Gymnasiums sowie
  • zusätzliche Kapazitäten am Phoenix-Gymnasium.

Damit reagiert die Stadt auf die langfristigen Wünsche der Familien und schafft die Voraussetzungen für ein bedarfsgerechtes Bildungsangebot.

Nach der 10. Klasse: Viele Wege führen zum Ziel

Auch nach dem Ende der Sekundarstufe I stehen Jugendliche vor wichtigen Entscheidungen. Im Jahr 2025 wechselten insgesamt 4.942 Dortmunder Schülerinnen und Schüler in die Sekundarstufe II oder in andere Bildungs- und Ausbildungswege.

Am häufigsten fiel die Entscheidung zugunsten des Abiturs: 1.929 Jugendliche und damit 39 Prozent streben die allgemeine Hochschulreife an. Die meisten setzen ihren Bildungsweg an Gymnasien oder Gesamtschulen fort. Weitere Schülerinnen und Schüler wählen die gymnasiale Oberstufe an einem Berufskolleg.

Daneben entscheiden sich viele Jugendliche für berufliche Bildungswege. Berufskollegs bleiben dabei ein wichtiger Baustein im Dortmunder Bildungssystem. Sie bieten sowohl Möglichkeiten zur beruflichen Grundbildung als auch Wege zur Fachhochschulreife oder zu schulischen Berufsabschlüssen. Rund jeder zehnte Jugendliche startet zudem direkt in eine duale Ausbildung.

Unterstützung für Jugendliche ohne direkten Anschluss

Die Auswertung zeigt aber auch Herausforderungen: Zu Beginn des Schuljahres 2025/26 hatten 307 Jugendliche – rund 6,2 Prozent eines Jahrgangs – zunächst keinen Ausbildungs-, Schul- oder Maßnahmeplatz gefunden. Besonders betroffen waren Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Förderschulen.

Gemeinsam mit den Berufskollegs und weiteren Partnern unterstützt die Stadt Dortmund diese Jugendlichen durch digitale Nachvermittlungsverfahren und zusätzliche Aufnahmeangebote. Viele junge Menschen konnten dadurch noch nach Schuljahresbeginn erfolgreich in passende Bildungsgänge vermittelt werden.

Die hohe Auslastung dieser Angebote macht deutlich, dass weiterhin ein großer Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen und Unterstützungsmaßnahmen besteht. Deshalb entwickelt die Stadt gemeinsam mit Schulen, Berufskollegs und weiteren Akteuren die bestehenden Hilfsangebote kontinuierlich weiter.

Bildung gemeinsam gestalten

Ob beim Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule oder beim Start in die Zeit nach der 10. Klasse: Dortmunder Familien und Jugendliche wählen ihre Bildungswege sehr bewusst. Als Schulträgerin richtet die Stadt Dortmund ihre Planungen an diesen Bedürfnissen aus und investiert gezielt in zusätzliche Schulplätze, moderne Schulstandorte und unterstützende Angebote.

Schlagwörter

Bildung

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