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Finanzen

Bürger*innen können ab der nächsten Woche Anteile an der neuen Anleihe der Stadt Dortmund erwerben

Die Stadt Dortmund hat am 15. Mai eine neue Kommunalanleihe begeben; also im Prinzip ein langfristiges Darlehen aufgenommen. Dadurch werden Investitionen in die Infrastruktur in Dortmund langfristig finanziert, die bereits 2022 getätigt wurden, aber bislang nur durch kurzfristige Kredite zwischenfinanziert sind. Mit der Transaktion konnte die Stadt Dortmund Finanzierungsmittel von 110 Millionen Euro am Kapitalmarkt einsammeln.

Nach erfolgreichen Transaktionen 2014, 2016, 2017 und 2019 handelt es sich bei der jetzigen sogenannten Begebung bereits um die fünfte Städteanleihe, die die Stadt Dortmund sehr erfolgreich allein oder gemeinsam mit anderen Kommunen aufgenommen hat.

Bürger*innen können Vorgang für sich nutzen

Die Anleihe ist mit einem Festzins in Höhe von 3,25 Prozent bei jährlicher Zinszahlung ausgestattet. Die Laufzeit beträgt acht Jahre. Die Verzinsung orientiert sich an den zum Emissionszeitpunkt gültigen Marktzinsen für achtjährige Laufzeiten, die Festlegung des Zinssatzes (Kupon) erfolgte bei der Platzierung der Anleihe am Primärmarkt.

Die Anleihe wurde auf Anregung aus der Politik so ausgestaltet, dass nicht nur institutionelle Investor*innen wie z.B. Banken, Versicherungen oder Pensionskassen Anteile erwerben können, sondern sie grundsätzlich auch von Privatinvestor*innen und somit auch für in Dortmund lebende Menschen als Geldanlagemöglichkeit genutzt werden kann. Dazu wurde der Zielmarkt auch auf Privatinvestor*innen erweitert.

Ab 1.000 Euro Anteile an der Anleihe erwerben

Die Stückelung der Anleihe und somit auch das Mindest-Investitionsvolumen beträgt 1.000 Euro, so dass grundsätzlich auch kleinere Investitionen möglich sind. Um die Wirtschaftlichkeit der Anleihe aus Sicht der Stadt Dortmund im Vergleich zu anderen Finanzierungsinstrumenten wie klassischen Kommunalkrediten trotz der grundsätzlichen Öffnung für Privatpersonen zu gewährleisten, müssen die im Zusammenhang mit der Emission entstehenden Kosten sowie der Arbeitsaufwand möglichst geringgehalten werden. Auf ein sehr kosten- und arbeitsintensives öffentliches Angebot für Privatinvestor*innen mit Direktzeichnungsmöglichkeit wird daher bewusst verzichtet.

Interessierte Privatpersonen können Anteile an der Anleihe stattdessen indirekt über die Börse, am sogenannten Sekundärmarkt, erwerben. Der Erwerb von Anteilen funktioniert dabei vergleichbar wie der Erwerb anderer Wertpapiere (z.B. Aktien oder Fondsanteile) und kann - das Bestehen oder die Eröffnung eines entsprechenden Wertpapierdepots vorausgesetzt - grundsätzlich über jede Bank, also z.B. die Sparkasse Dortmund oder die Dortmunder Volksbank, zum jeweils tagesaktuellen Börsenkurs erfolgen.

Orderwunsch gezielt ansprechen

Dabei erfolgt der Erwerb von Anteilen an der Anleihe grundsätzlich zu banküblichen Konditionen im Rahmen eines beratungsfreien Geschäftes ohne Bewerbung oder Anlageempfehlung seitens der Banken. Interessierte Privatanleger*innen, die Anteile an der Anleihe der Stadt Dortmund erwerben möchten, müssen ihren Orderwunsch daher gegenüber ihrer Bank aktiv und gezielt zum Ausdruck bringen.

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