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Digitalisierung

"Digitales Klassenbuch" wird zum Standard an weiterführenden Schulen in Dortmund

Hörde

Die städtischen Schulen in Dortmund werden digitaler. Ein wichtiger nächster Schritt: Das "digitale Klassenbuch" wird ab dem Schuljahr 2023/24 zum Standard an weiterführenden Schulen.

Bild: Stadt Dortmund / Anja Kador
Dortmunds Dezernent*innen Christian Uhr und Monika Nienaber-Willaredt mit dem Schulleiter der Marie-Reinders-Realschule, Jörg Skubinn.
Dortmunds Dezernent*innen Christian Uhr und Monika Nienaber-Willaredt mit dem Schulleiter der Marie-Reinders-Realschule, Jörg Skubinn an einem digitalen Klassenbuch.
Bild: Stadt Dortmund / Anja Kador

Egal ob Laptop, Tablet oder Smartphone - von jedem Endgerät kann via App auf das digitale Klassenbuch zugegriffen werden. Es soll das Klassenbuch aus Papier vollständig ersetzen und hält mehr bereit als dessen herkömmliche Funktionen.

Digital statt Zettelwirtschaft

An der Marie-Reinders-Realschule in Hörde führen Schulleiter Jörg Skubinn und Konrektor Peter Haken es vor: Der Unterricht kann mit Notizen zum Lehrstoff oder zu Hausübungen in dem Buch organisiert werden. Fehlzeiten von Schüler*innen sind immer up to date, weil nicht nur die Lehrkräfte im Unterricht darauf zugreifen und in Sekundenschnelle eine Liste abhaken können. Auch das Personal im Sekretariat hat Zugriff auf die digitalen Klassenbücher und kann beispielsweise notieren, wenn ein*e Schüler*in krank und deshalb nicht da ist. Die Noten können Lehrer*innen dokumentieren und auch in Berichten für Elternsprechtage auswerten lassen. Einmal erfasst, stehen die Daten jederzeit zur Verfügung.

"Durch die Umstellung wird ein weiterer Alltagsgegenstand im Unterricht digital, nach Tafel und Aufgabenheften geht es nun um das Klassenbuch - und das hilft, die Dortmunder Schulen insgesamt noch besser in die digitale Welt zu führen", sagt Schul- und Jugenddezernentin Monika Nienaber-Willaredt.

Das Lernen in der Schule geht mit der Zeit

Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr ergänzt: "Digitalisierung in Schulen bedeutet eben mehr als nur die Ausstattung von Schüler*innen mit Tablets. Durch die Integration des digitalen Klassenbuchs in den Schulalltag profitieren auch die Lehrkräfte." Mittlerweile sind rund 6.400 Lehrkräfte in Dortmund mit digitalen Endgeräten ausgestattet.

Auf dem Weg zum digitalen Klassenbuch hat die Stadtverwaltung Dortmund entschieden, mit dem Programm Untis zu arbeiten, dem Marktführer im Bereich Stundenplanung und digitale Klassenbücher.

In der Vergangenheit wurde das Programm von den Schulen per Einzelvertrag gekauft. Nun gibt es einen zentralen Vertrag zwischen Stadt und dem NRW-Vertriebspartner von Untis, dem Softwareentwickler "Pedav". Dadurch werden die Schulen entlastet und müssen sich überdies kaum umstellen: Von 55 weiterführenden Schulen in Dortmund nutzen bereits 50 das Programm. Die Anschaffung kostet etwa 50.000 Euro, die laufenden Supportkosten liegen schätzungsweise bei rund 112.000 Euro pro Jahr.

Schlagwörter

Studium, Wissenschaft & Forschung Soziales Kinder, Jugendliche & Familie

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