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Dortmund plant umfassende Städtebauprojekte für 2024

Die Stadt Dortmund strebt im Rahmen des Städtebauförderprogramms für das Jahr 2024 an, EU-, Bundes- und Landesmittel in Höhe von etwa 33 Millionen Euro zu beantragen. Die geplanten Fördermittel sollen auf fünf unterschiedliche Projekte in verschiedenen Gebieten verteilt werden.

Bild: Stahm Architekten, Braunschweig
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Bild: Stahm Architekten, Braunschweig

Dortmund plant Anträge zu fünf Projekten

Aus dem Städtebauförderprogramm für 2024 soll die Stadt Dortmund EU-, Bundes- und Landesmittel für Maßnahmen mit förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von rund 33 Millionen Euro beantragen. Dies schlägt der Verwaltungsvorstand dem Rat zum Beschluss vor. Diese Fördermittel sollen fünf Projekten in fünf Gebieten zugutekommen: Verschiedenen Maßnahmen im Zuge der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr (IGA) 2027, dem neuen Park "Grüner Ring" auf dem Gelände der früheren Westfalenhütte, verschiedenen Projekten in der Nordstadt, der Stadterneuerung in Derne sowie der Neugestaltung der Straße "Neuer Graben".

Wenn die Mittel bewilligt werden, so deckt die Förderung in der Regel zwischen 70 und 90 Prozent der genannten Gesamtkosten ab. Eine Förderung aus dem Programm 2024 bedeutet nicht, dass diese Mittel auch im Jahr 2024 ausgegeben werden, sondern sie stehen in der Regel über mehrere Folgejahre hinweg zur Verfügung.

Im Vordergrund stehen Maßnahmen für die IGA. Maßnahmen mit förderfähigen Kosten in Höhe von ca. 3 Millionen Euro sollen hierzu beantragt werden. Des Weiteren werden Förderungen für Maßnahmen für den "Grünen Ring" mit Kosten von 17 Millionen Euro sowie für verschiedene Projekte in der Nordstadt mit Kosten von 6,75 Millionen Euro neu beantragt. Die beiden Maßnahmen "Stadtumbau Derne" sowie Neugestaltung "Neuer Graben" blieben im vergangenen Jahr unberücksichtigt, so dass hier erneut Anträge über Kosten in Höhe von rund 675.000 Euro für Derne bzw. 5,63 Millionen Euro für das Projekt "Neuer Graben" eingereicht werden. Für Letzteres steht nur noch in diesem Jahr ein Sonderkontingent außerhalb der regulären Städtebaufördermittel zur Verfügung.

Die vorgesehenen Städtebauförderprojekte im Einzelnen

Zur IGA 2027 soll eine Förderung für Gestaltung des Deusenbergs beantragt werden, für die Gesamtkosten in Höhe von gut 3 Millionen Euro erwartet werden. Der Deusenberg mit seinem einzigartigen Blick über die Dortmunder Skyline soll unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen ökologischen Wertigkeit weiterentwickelt werden. Erste Ideen brachte 2021 das Beteiligungsverfahren "Deusenberg im Dialog". Das im Dezember 2022 beauftragte Landschaftsarchitekturbüro wird diese Vorschläge weiterentwicken. Die Planungsschwerpunkte liegen auf einer möglichst barrierefreien Weiterentwicklung des Wegesystems inklusive einer Treppe, die die neue Brücke "Haldensprung" mit dem Plateau verbindet, und verschiedenen Aussichts- und Aktivitätspunkten. Landschaftliche Eigenheiten sollen durch naturnahe Einsaaten und Pflanzungen gestärkt werden.

Der neue Park "Grüner Ring" wird rund 35 Hektar auf dem insgesamt etwa 450 Hektar großen Gelände der ehemaligen Westfalenhütte ausmachen und das Gelände umschließen. Naturschutz und Erholung sollen dort gleichermaßen berücksichtigt werden und zugleich werden verschiedene Wegebeziehungen zwischen den umliegenden Stadtteilen gestärkt. Die Planungen für das 32-Millionen-Euro-Projekt laufen bereits, die Bautätigkeiten sollen 2025 beginnen und dann innerhalb von voraussichtlich vier bis fünf Jahren abgeschlossen werden. Zum ersten Mal soll das Amt für Stadterneuerung nun Städtebaufördermittel für dieses Projekt beantragen – für förderfähige Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro.

In der Nordstadt wird gerade ein aktuelles Förderprogramm abgeschlossen und die Neuausrichtung der dortigen Stadterneuerung ab 2024/25 konzeptionell vorbereitet. Hierzu sollen Startermaßnahmen mit einem förderfähigen Volumen von 6,75 Millionen Euro angestoßen werden. Das derzeit laufende, gut bewährte Maßnahmenbündel zur Aufwertung und Modernisierung des privaten Immobilienbestandes sowie das etablierte Quartiersmanagement inklusive des Quartiersfonds sind aktuell nur bis Ende 2024 finanziell abgesichert und politisch legitimiert. Nach Evaluierung der bisherigen Struktur als "stabilisierende und investitionsbegleitende Querschnitts- bzw. Daueraufgabe" in der Nordstadt soll sie nun möglichst verstetigt werden. Eine Vor-Ort-Struktur, z. B. in Form eines Tandems aus Quartiers- und Sanierungsmanagement für Immobilien, sowie die Begleitmaßnahmen eines Fassadenprogrammes und eines Quartiersfonds sind daher als Startermaßnahmen für den Einstieg in die nächste Dekade "Stadterneuerung Nordstadt 2024/25 ff." vorgesehen.

Derne soll – ausgehend vom denkmalgeschützten Gebäudeensemble der ehemaligen Zeche Gneisenau – als attraktiver Wohn-, Lebens- und Freizeitort gestärkt und weiterentwickelt werden. Für ein entsprechendes Maßnahmenpaket wurden in den Städtebauförderprogrammen 2020 bis 2023 Fördermittel für die Teilmaßnahmen "Öffentlichkeitsarbeit / Beteiligung" sowie "Quartiersarchitekt*in und Städtebauliche Aufwertung" beantragt, aber zugunsten anderer Stadterneuerungsmaßnahmen in Dortmund zurückgestellt. Dennoch fördert das Amt für Stadterneuerung seit 2020 das ehrenamtliche Engagement in Derne. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung der Stadt wurde ein Bürgertreff in der Altenderner Straße 19 eröffnet, den der Förderverein "Gerne in Derne" betreibt. Die städtebauliche Weiterentwicklung des ehemaligen Zechenstandortes ist nun die Schlüsselmaßnahme in Derne. Mit dem 2021 verabschiedeten Strukturplan wurde die städtebauliche Entwicklung konkretisiert, die eine neue Stadtteilmitte zum Ziel hat. Derzeit werden Gespräche mit Investoren, Grundstückseigentümern*innen und der Ortspolitik geführt, um die Planung weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für ihre Umsetzung zu schaffen. Benötigte Grundstücke wurden zwischenzeitlich von der Stadt angekauft. Aus dem Städtebauförderprgramm 2024 sollen für Derne 675.000 Euro beantragt werden.

Die Planung zur Neugestaltung der Straße "Neuer Graben" im Kreuzviertel geht auf den Landeswettbewerb "Zukunft Stadtraum" zurück, bei dem die Stadt Dortmund für das Projekt ausgezeichnet wurde. Vorgesehen ist eine gemeinwohlorientierte Neuaufteilung des Straßenraums mit Berücksichtigung von Verkehrswende, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität. Zugrunde liegt ein umfangreiches Beteiligungs- und Transferkonzept. Mit der Auszeichnung ging ein separater Förderzugang im Städtebauförderungsprogramm einher, der unabhängig von anderen konkurrierenden Projekten im Rahmen der Städtebauförderung besteht. Zum Städtebauförderprogramm 2023 konnten allerdings noch keine Fördermittel realisiert werden. Deshalb soll nun ein Wiederholungsantrag über rund 5,63 Millionen Euro diese zusätzliche Möglichkeit sichern.

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Planen & Bauen Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Soziales Sicherheit & Ordnung

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