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Dortmund und Unna stellen klare Forderungen an das Land zur Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften

Mehr Plätze für Flüchtlinge in Landeseinrichtungen und eine bessere Ausstattung dort – das sind die übereinstimmenden Forderungen der Verwaltungsspitzen der Stadt Dortmund und des Kreises Unna, welche sie am Dienstag, 19. September, im Anschluss an eine gemeinsame Sitzung formulierten.

Der Verwaltungsvorstand Dortmund und Unna.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Der Verwaltungsvorstand von der Stadt Dortmund und vom Kreis Unna.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

"Das Land hat zugesagt, die Plätze in Landeseinrichtungen deutlich zu erweitern", sagte Oberbürgermeister Westphal auf einer Pressekonferenz mit dem Landrat des Kreises Unna, Mario Löhr, in den Westfalenhallen Dortmund. Während der Deutsche Städtetag von 70.000 benötigten Plätzen in den Einrichtungen des Landes spreche, habe das Land sich selbst auf nur die Hälfte verpflichtet – real gebe es allerdings nur 31.000 Plätze, so Westphal weiter.

Zulassung des Ehrenamts in Einrichtungen gewünscht

Wichtig sei jedoch nicht nur die reine Zahl, sondern auch die Art der Betreuung und der Ausstattung in den Einrichtungen. In Landeseinrichtungen wie der in Unna "fehle es an der Betreuung der Menschen", kritisierte Landrat Mario Löhr. "Ich wünsche mir, dass die Landesregierung hier auch das Ehrenamt zulässt und dass auch die Kommunen einen Zugang bekommen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. So, wie die Landeseinrichtungen bislang arbeiten, helfen sie weder den Kommunen noch den betroffenen Menschen."

Standards und Voraussetzungen

Man habe dem Land Möglichkeiten genannt, eine Landeseinrichtung auch in Dortmund zu errichten – allerdings nicht voraussetzungslos, sagte Oberbürgermeister Westphal. Eine Antwort stehe bislang aus. "Die Erfahrungen aus Unna machen deutlich: Einfach nur ein Dach über dem Kopf zu schaffen, ist völlig verfehlt." Für ihre eigenen Einrichtungen hat die Stadt Dortmund Standards für die Betreuung von Geflüchteten entwickelt und arbeitet dafür mit Trägern zusammen, die seit vielen Jahren Erfahrungen in der sozialen Arbeit mit interkulturellen Gruppen haben.

"Entweder, das Land schafft selbst Einrichtungen mit Qualitätsanspruch. Wenn das aber zu kompliziert ist, sind wir Kommunen bereit, das selbst zu übernehmen – aber dann brauchen wir auch die Finanzierung", sagte Westphal - "aktuell haben wir weder das eine noch das andere."

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