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Rat der Stadt Dortmund

Juni-Sitzung: Das hat der Rat für Dortmund entschieden

Ein stärkerer ÖPNV, gesicherte Schulsozialarbeit und Berufskollegs sanieren.

Am Donnerstag, 27. Juni, kam der Rat der Stadt Dortmund zum 27. Mal zusammen und hat zukunftsweisende Beschlüsse für Schulen und die Mobilität gefasst. Unter anderem ging es um den Fußweg am PHOENIX See.

Bei der 27. Ratssitzung – die wie üblich unter dortmund.de/live in voller Länge als Livestream vorliegt – nahmen Infrastruktur- bzw. ÖPNV-Ausbau einen gewichtigen Anteil ein. Es steht nun fest: Dortmunder*innen können sich auch auf ein gestärktes klimafreundliches Mobilitätsangebot freuen.

Bahnen fahren länger, Buslinien stabiler. Neuer Ringbus, neue Anbindung.

Einstimmig stimmte der Rat für ein verlängertes Angebot der Stadtbahn und ein darauf angepasstes NachtExpress-Netz im Busbereich. Zum Fahrplanwechsel am 21. August soll die Stadtbahn auf den wichtigsten Routen täglich länger, das heißt zwischen etwa 0 und 1 Uhr, im 15- bzw. 30-Minuten-Takt fahren und so die NachtExpress-Busfahrten in den parallel geführten Abschnitten ersetzen.

Zudem werden die Buslinien 410, 411 und 415 für den Betrieb zwischen Derne, Eving, Huckarde und Mengede stabilisiert.

Auch die neue „InnovationsLinie 400“ schließt demnächst Lücken: In einem durchgängigen 10-Minuten-Takt wird der Ringbus um die City fahren und damit künftig nicht nur für Querverbindungen zwischen Stadtbahnlinien, sondern auch für die Anknüpfung zu weiteren Mobilitätsangeboten wie Bus und S-Bahn, aber auch Fernverkehr und Mobilstationen sorgen. Eine Besonderheit der dicht getakteten „InnovationsLinie 400“ ist ein dynamischer Fahrplan. Die Haltestellen sollen im dichten 10-Minuten-Takt angefahren werden, die Fahrgastinformation ausschließlich digital über Anzeigen und App erfolgen.

Die Anbindung des Wissenschafts-Campus an die Stadtbahnlinie U42 mit der H-Bahn ist ebenfalls gesichert – ein weiterer Baustein zur klimagerechten Mobilität. Die H-Bahn soll über die Stadtbahnlinie U42 an der Haltestelle „Theodor-Fliedner-Heim“ in Barop angeschlossen werden.

PHOENIX-See: Fußwege werden erneuert

Die Stadt gestaltet die Fußwege am Phoenix See um. Die bisherige wassergebundene Deckschicht am PHOENIX See wird künftig abschnittweise durch Betonsteinpflaster ersetzt. Damit werden die Wege für Spaziergänger*innen komfortabler. Betonsteinpflaster ist deutlich weniger anfällig für negative Wetter-Auswirkungen. Betroffen sind ausschließlich die Fußwege, das baulich getrennte Radwegesystem behält die asphaltgebundene Deckschicht. Die Arbeiten kosten rund 1 Mio. Euro.

Fahrbahnen auf der Märkischen Straße werden saniert

Die Märkische Straße ist eine der meistgenutzten Straßen in Dortmund und verbindet den Stadtbezirk Hörde mit der östlichen Innenstadt und der City. Sie wird intensiv befahren, daher gibt es zahlreiche Schäden an der Fahrbahn. Im Herbst beginnt die Sanierung an der Märkischen Straße. Das hat der Rat einstimmig beschlossen. Zwischen Neutor und B1 wird an zwei Wochenenden die Deckschicht saniert. Von den Straßen Auf der Kluse bis Auf'm Brautschatz wird hier grundhaft erneuert. Der Rat der Stadt entschied, in diesem Jahr mit der Deckschichtsanierung im Abschnitt Neutor bis B1 zu beginnen. Ein zweiter Abschnitt (Auf der Kluse bis Auf'm Brautschatz) folgt unmittelbar.

Ratssaal der Stadt Dortmund
Der Rat der Stadt traf zukunftsweisende Entschlüsse zu den Themen Mobilität und Schulen.

Bauarbeiten an drei Berufskollegs

Die drei Berufskollegs Leopold-Hoesch, Paul-Ehrlich und Gisbert-von-Romberg müssen saniert werden, unter anderem wegen des Brandschutzes. Die Arbeiten sind für die Verkehrs- und Betriebssicherheit dringend erforderlich und sollen während des laufenden Schulbetriebs stattfinden. Der Rat der Stadt Dortmund stimmte einstimmig dafür. Start: August 2025. Ausweichquartiere für die Schüler*innen sind Schulcontainer, die Anfang des kommenden Jahres in Hacheney hergerichtet werden.

Zusätzlich und unabhängig von der Sanierung arbeitet die Stadt an einem langfristigen Entwicklungskonzept für die Dortmunder Berufskollegs. Gemeinsam mit den Schulleitungen werden unter anderem die individuellen Raumbedarfe ermittelt. Auch Aspekte von Ökologie, Nachhaltigkeit und Städtebau fließen in dieses Konzept ein.

Verlängerung von Teilstandorten für neu zugereiste Schülerinnen und Schüler

Einstimmig wurde in der 27. Ratssitzung beschlossen, dass zugereiste Kinder weiterhin an Teilstandorten in Hörde und am Westpark lernen können. Die Stadt Dortmund möchte allen Kindern in Dortmund einen Schulplatz bieten. Da der Raum dafür an den vorhandenen Schulen nicht ausreicht, sind sogenannte Teilstandorte entstanden. Diese gehen nun in die Verlängerung.

Seit 2022 gehen neu zugereiste Kinder im Heinrich-Schmitz Bildungszentrum am Westpark zur Schule, seit 2023 auch in der ehemaligen Frenzelschule in Hörde. Diese beiden Teilstandorte sollen weitere zwei Jahre zur Verfügung stehen. Die Stammschulen sind hier das Stadtgymnasium, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, die Marie-Reinders-Realschule und die Konrad-von-der-Mark-Schule.

Sozialarbeit an Schulen ist dauerhaft gesichert

Sozialarbeit an Schulen ist unverzichtbar. Dies äußerte sich auch im einstimmigen Ratsbeschluss zu deren Fortführung an Dortmunder Schulen. Auch dank einer Zusage des Landes ist sie nun dauerhaft und unbefristet gesichert. Elf freie Träger bieten in Dortmund Schulsozialarbeit an. Dafür stehen jährlich sechs Millionen Euro zur Verfügung – überwiegend Landesmittel und ein Anteil an städtischen Eigenmitteln.

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