Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Sicherheit und Verkehr

Falschparker blockieren Rettungseinsätze der Feuerwehr im Klinikviertel

Wenn der Müll nicht abgeholt werden kann, weil parkende Fahrzeuge im Weg stehen, ist das ärgerlich. Wenn aber die Durchfahrt für die Rettungsdienste blockiert wird, kann das dramatische Folgen haben. Im gesamten Stadtgebiet gibt es das Problem. Im Innenstadtbereich ist es jedoch besonders schlimm.

Das Kreuzviertel in Dortmund ist beliebt - und deshalb gehören parkende Autos dort zum Alltag in den teils engen Straßen. Neben den Autos der Anwohner*innen stehen in City-Quartieren wie dem Kreuzviertel auch immer wieder Wagen von Besucher*innen außerorts. Die vielen PKW führen jedoch regelmäßig zu Problemen bei Einsätzen der Feuerwehr.

Wenn es brennt, bleibt keine Zeit fürs Wegräumen von Autos

Bild: Roland Gorecki
Ein Feuerwehrauto navigiert sich durch die engen und stark zugeparkten Straßen im Kreuzviertel
Wenn ein Notfall ansteht, muss es schnell gehen - das ist schwierig, wenn parkende oder falsch abgestellte Pkw keinen ausreichenden Platz für eine Rettungsgasse stellen.
Bild: Roland Gorecki

Park-Probleme gibt es im gesamten Stadtgebiet. Für Rettungsdienst und Co. liegt das Problem jedoch deutlich in den Innenstadtquartieren: Wenn es hier zu eng ist, kann die Feuerwehr im schlimmsten Fall nur mit Verzug zum Notfall gelangen - eine kritische Situation, in der es um jede Sekunde geht. "Wenn es brennt und wir dann noch irgendwelche Autos aus dem Weg räumen müssen, dann ist das Zeit, die wir nicht haben", so der Pressesprecher der Feuerwehr Dortmund, Andé Lüddecke.

Außerdem unterstreicht die Feuerwehr: Eine Rettungsgasse ist größtenteils auch innerstädtisch wichtig, da auch vermeintlich ordnungsgemäß abgestellte Autos unter Umständen Feuerwehr und Rettungsdienst zu wenig Platz zur Durchfahrt bzw. zum Rangieren lassen.

Wie genau diese Probleme auf den Dortmunder Straßen aussehen, hat die Feuerwehr im Klinikviertel erneut demonstriert. Anwohnener*innen haben große Sorgen, dass der Rettungsdienst im Notfall nicht zu ihnen durchkommt.

Ein Löschwagen der Feuerwehr navigiert sich durch die engen Straßen im Kreuzviertel
Die Straßen im Kreuzviertel sind schmal und gerne wird hier in zweiter Reihe oder an Stellen geparkt, an denen es verboten ist. Das erschwert nicht nur die Arbeit der Feuerwehr sondern auch für die Müllabfuhr.

Was sind die Gründe?

Gesellschaftlichen Entwicklungen - fehlende Rücksichtnahme, zunehmender Egoismus, Beharren auf das vermeintlich eigene Recht und große Fahrzeuge wie SUVs - stellen immer größere Herausforderungen für eine schnelle und sichere Durchfahrt von Feuerwehr und Rettungsdienst dar. Die Straßenverkehrsordnung wird missachtet und in Kreuzungen und Einmündungen oder vor Grundstückseinfahrten geparkt.

Bauliche Entwicklungen vergrößern die Probleme. Viele Straßen sind nur knapp über drei Meter breit. Ein Abfallsammelfahrzeug hat eine Breite von 2,55 Metern, der sichere Abstand zu z. B. parkenden Autos ist daher kaum oder gar nicht einzuhalten.

Bild: Roland Gorecki
André Lüddecke, Leiter der Pressestelle Dortmund, hält die Info-Broschüre hoch, die an (falsch-)parkende Autos im Kreuzviertel geheftet werde
André Lüddecke, Leiter der Pressestelle Dortmund, hält die Info-Broschüre hoch, die an (falsch-)parkende Autos im Kreuzviertel geheftet werden.
Bild: Roland Gorecki

"Wir retten Leben, wenn Sie uns lassen"

Wenn bei einem Notfall die Wege für die Feuerwehr durch Falschparkende versperrt sind, versuchen die Einsatzkräfte zunächst, die Hindernisse zu umfahren.

Eine Option: Einsatzfahrzeuge kommen aus verschiedenen Richtungen zu der gemeldeten Adresse, um so bei Engstellen den Unglücksort trotzdem schnell zu erreichen. Hierbei geht aber wertvolle Zeit verloren. Und das muss man in aller Deutlichkeit sagen: Zeit, die über Leben und Tod entscheiden kann.

"Wir retten Leben, wenn Sie uns lassen", betonen Feuerwehr und Rettungsdienste. Im Notfall verlieren die Einsatzkräfte wertvolle Zeit, wenn Falschparker*innen die Straßen oder sogar Feuerwehrzufahrten blockieren.

Oft genug sind auch die anderen Zufahrtsstraßen voll gestellt und nur schwer zu durchfahren. Zudem verhindern falsch abgestellte Fahrzeuge - insbesondere in zweiter Reihe oder in Kurven - nicht nur die Durchfahrt, sondern auch das Aufstellen von Drehleitern, die bei Wohnungsbränden zur Rettung von Menschen aus oberen Etagen notwendig sind.

Selbst Hydranten, die von der Feuerwehr bei Bränden zur Wasserentnahme benötigt werden, sind regelmäßig zugestellt. Im Zweifel nimmt die Feuerwehr eine Beschädigung der Fremdfahrzeuge in Kauf. Hier gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit - z. B. Altfahrzeug vor Neufahrzeug.

Eine Schadensersatzforderung des Geschädigten muss im Zweifel durch ein Gericht geklärt werden. (Oberlandesgericht Düsseldorf Urteil I-1 U 122/20 vom 20. April 2021, RTW beschädigt falsch abgestellten PKW).

Um ein Bewusstsein bei Anwohner*innen und Gastparkenden zu schärfen, verteilt die Feuerwehr Dortmund regelmäßig Handzettel an geparkte Pkw, um über diesen Sachstand zu informieren. (Medium: wir_retten_leben_web_1)

EDG Entsorgung Dortmund GmbH

https://www.edg.de/

Schlagwörter

Planen & Bauen Sicherheit & Ordnung Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Mobilität & Verkehr Wohnen

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Zwei Blindgänger im Westfalenpark müssen heute noch entschärft werden – B1 wird gesperrt
Mi 21. Oktober 2026
Innenstadt-West
Der entschärfte Blindgänger wird abtransportiert.
Bild: Stadt Dortmund / Christian Stein
Quereinstieg: Stadt sucht Verstärkung für den Kommunalen Ordnungsdienst
Mi 21. Oktober 2026
Ein neues Herz für den Westfalenpark: Grundstein am Zentralplatz gelegt
Mi 21. Oktober 2026
Vier Personen deuten einen Spatenstich auf einer Baustelle im Westfalenpark an.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Blick in die Vergangenheit: Artefakte aus Kriegsgefangenenlager Stalag VI D
Mo 19. Oktober 2026
Innenstadt-West
Dr. Ingmar Luther, Leiter der Unteren Denkmalbehörde
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Wambel und Derne bekommen 2027 neue weiterführende Schulen
Fr 16. Oktober 2026
Schulhof der Containerschule in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Energiewende in der Mietwohnung: Infoveranstaltung klärt auf
Fr 16. Oktober 2026
Ein Solarpanel.
Bild: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
In Schüren wird gebaut: Fahrbahnsanierung und Fahrradzone
Do 15. Oktober 2026
Aplerbeck
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
Hoher Informationsbedarf: Zweite Veranstaltung zum Neubau der A45-Brücke geplant
Mi 14. Oktober 2026
Lütgendortmund
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Verkaufsstart: Tagestickets für die IGA 2027 ab sofort erhältlich
Di 13. Oktober 2026
Verkaufsstart der Tageskarten für die IGA 2027 jetzt gestartet.
Bild: Lars Heidrich
Wohnutopie im Herzen Dortmunds: LWL zeichnet Gartenstadt aus
Di 13. Oktober 2026
Häuserreihe in der Gartenstadt
Bild: Ingo Grübner
Infoabend in Barop: H-Bahn soll zur Ortsmühle verlängert werden
Mo 12. Oktober 2026
Hombruch
H-Bahn-Station "Universität S"
Bild: Dagny E. Klemm
Füllstand im Blick: Dortmund stellt 92 smarte Mülltonnen auf
Fr 9. Oktober 2026
Zwei Frauen und vier Männer stehen neben dem neuen smarten Mülleimer - dieser kann digital auslesen, wie voll der Mülleimer ist.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Grün statt grau: DOGEWO21 begrünt 186 Garagendächer
Do 8. Oktober 2026
Zwei Männer hocken auf einer Wiese und streicheln diese. Im Hintergrund ist links ein Hochhaus zu sehen.
Bild: Oliver Schaper / DOGEWO21
Info-Veranstaltungen: Stalag VI und Neubau A45-Brücke
Mi 7. Oktober 2026
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Maßnahmen gegen Müllsünder: Ermittlungsdienst Abfall mit Erfolgsbilanz
Mi 7. Oktober 2026
Illegal entsorgte Fässer
Bild: Entsorgung Dortmund GmbH