Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Umwelt

Grünflächenamt mäht Wiesen schonend für mehr Wildblumen in Dortmund

Auf vielen öffentlichen Flächen in Dortmund erblühen seit dem Frühjahr wieder Blumenwiesen, die zur Artenvielfalt beitragen. Mittlerweile sind sie hochgewachsen. Jetzt steht der Schnitt vom Grünflächenamt an. Denn nur die Wiesen, die zweimal im Jahr schonend geschnitten werden, wachsen wieder üppig.

Das schonende Abmähen erfolgt nach einem herkömmlichen, alten Verfahren und ist besonders freundlich für die Umwelt. Das Grünflächenamt meidet dabei das Mulchen, bei dem der Schnitt auf der Fläche liegen bleibt. Die Blumenwiesen werden auf cira zehn Zentimeter abgeschnitten. Die Halme bleiben dann zunächst liegen, werden gewendet und Blumensamen herausgeschüttelt. Danach werden die getrockneten Halme zu Heuballen gepresst.

Schnitte sind wichtig, sonst setzen sich Gräser durch

Bild: Stadt Dortmund / Karin Niemeyer
Trecker mit Heuwänder auf Blumenwiese
Für das schonende Abmähen der Wildblumenwiesen nutzt das Grünflächenamt Landmaschinen, wie sie früher üblich waren.
Bild: Stadt Dortmund / Karin Niemeyer

Bei normaler Wetterlage kommt das Mähmanagement des Grünflächenamtes für den ersten Schnitt im Juni/Juli, der zweite Schnitt erfolgt im September/Oktober. Die regelmäßigen Schnitte sind wichtig, denn ohne das Mähen setzen sich die Gräser durch und verdrängen die Blumen. Ziel des "Saat- und Mähmanagements" des Grünflächenamtes ist aber ein anderes: Die Dortmunder*innen sollen auch in den kommenden Jahren Blütenpracht erleben, anstatt nur hohe Gräser und Büsche auf öffentlichen Flächen.

Das weiß auch Jürgen Hundorf vom Grünflächenamt. Den hohen Arbeitsaufwand rund um die wilden Wiesen begründet er so: "Blühwiesen sind vom Menschen gemacht. Auf einer allein der Natur überlassenen Wiese setzen sich mittelfristig immer Gräser und Büsche durch. Um also lange etwas von der Blütenpracht zu haben, muss der Mensch die Pflege der Wiese übernehmen."

Balkenmähwerk und Ballenpresse in Aktion

Um mehr Rasen in Wiese umzuwandeln und zu pflegen, hat das Grünflächenamt seinen Maschinenpark in den vergangenen Jahren erheblich erweitert und umgestellt. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass circa 200 Hektar Rasen in Wiese umgewandelt worden sind. Mehr als einhundert Flächen, über das Stadtgebiet verteilt, wurden außerdem mit einer regionalen Saatgutmischung eingesät. Auf Teilflächen wurden spezielle, ganz unterschiedliche Blühmischungen eingesät, um die Attraktivität der Flächen für die Insekten, aber auch den Augen der Bürger*innen etwas zu bieten.

Viel Aufwand zum Wohle der Insekten

Konkret gehen die Mitarbeitenden des Grünflächenamtes zuerst mit einem Balkenmähwerk an die Fläche und schneiden das Gras. Anschließend werden die Flächen mit einem Wender bearbeitet, so dass sich das Schnittgut locker verteilt. Das Wenden stellt sicher, dass sich die Samen der Blühpflanzen verteilen. Das getrocknete sogenannte Mahdgut wird dann mit einem Schwader in Reihe gelegt. Im nächsten Arbeitsgang werden Rundballen gepresst, hierfür wird eine Rundballenpresse eingesetzt.

Je nach Wiese unterschiedliche Blüten

Dass Insekten wilde Wiesen gefallen und besondere Arten bei entsprechenden Angeboten sogar den Weg zurück auf städtische Flächen finden, ist inzwischen mehrfach wissenschaftlich bestätigt worden.

Langfristiges Ziel des Grünflächenamtes ist es, ein Mosaik aus verschiedenen Wiesentypen über das gesamte Stadtgebiet zu entwickeln und zu vernetzen.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Planen & Bauen

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Westfalenhütte 2.0: Neue Pläne auf historischem Boden
Do 1. Oktober 2026
Innenstadt-Nord
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Bild: Stahm Architekten, Braunschweig
Streuobstwiesen: So viel darf ich pflücken
Mi 30. September 2026
Viele Grabstätten in einer Streuobstwiese
Bild: Friedhöfe Dortmund
Sicherheit fährt vor: Hier entsteht Dortmunds erste Fahrradzone
Do 1. Oktober 2026
Brackel
Fahrradweg
Bild: Adobe Stock / Pink Badger
Perspektiven für das Azad-Haus am Hansaplatz vorgestellt
Mo 28. September 2026
Einige Menschen sitzen auf einem Haufen Teppich und halten eine Machbarkeitsstudie als Plakat in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Bühne frei für Jugendkultur: nachtfrequenz 2026 mit zehn Veranstaltungsorten
Fr 25. September 2026
Ein junger Mann steht vor einem DJ-Pult und legt Platten auf.
Bild: Miu-Wah Lok
Archäologinnen und Archäologen finden einzigartiges Werkstattareal der Römerzeit
Mi 23. September 2026
Ausgrabungsteam an der Grabungsstelle im Dortmunder Westen mit den Überresten eines Ofens zur Metallverarbeitung.
Bild: Roland Gorecki
Friedhöfe Dortmund bieten erstmals Urnenstelen an
Mo 21. September 2026
Das Team der Friedhöfe Dortmund steht zwischen den neuen Urnenstelen aus Stein auf dem Friedhof Lütgendortmund.
Bild: Roland Gorecki
Stadt Dortmund kauft Problemhäuser
Mo 21. September 2026
Innenstadt-Nord
Nordstadt aus der Vogelperspektive.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Junges Wahrzeichen der City: 15 Jahre Thier-Galerie
Fr 18. September 2026
Bild: Thier-Galerie/Stephan Schütze
Hier macht Dortmund beim Schulbau Tempo: Mehr Plätze an Gymnasien und Gesamtschulen
Do 17. September 2026
Bild: adobe.com
Guter Plan: Kampstraße soll grüne City-Oase werden
Mi 16. September 2026
Animation Kampstraße
Bild: Büro BOGL ApS
Im Video: So blüht die IGA auf
Mo 14. September 2026
Bild: bbz Landschaftsarchitekten / Visualisierung Julia Kattinger
Mehr Flair für Brück- und Rosenviertel
Fr 11. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Südspange eröffnet: Neue Straße erschließt PHOENIX West
Do 10. September 2026
Hörde
Die Südspange verbindet den Ortskern Hörde mit PHOENIX West.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Parkplätze mit Perspektive: Mehr Raum für Wohnen, Grün und Solarstrom
Mi 9. September 2026
Bild: Adobe Stock / rh2010