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Umschlaganlage am Hafen wird um 30.000 Quadratmeter Depotfläche erweitert

Innenstadt-Nord

Die Umschlaganlage an der Franz-Schlüter-Straße für den kombinierten Verkehr, auch als "KV-Anlage am Hafenbahnhof" bekannt, wird um eine 30.000 Quadratmeter große Depotfläche für Container, Sattelauflieger und Wechselbrücken erweitert.

Bild: Gisbert Gerhard / DSW21
Die KV-Anlage am Hafenbahnhof.
Die KV-Anlage am Hafenbahnhof.
Bild: Gisbert Gerhard / DSW21

Die Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr ("KV-Anlage am Hafenbahnhof") an der Franz-Schlüter-Straße am nördlichen Rand des Dortmunder Hafens wird um eine 30.000 Quadratmeter große Depotfläche für Container, Sattelauflieger und Wechselbrücken erweitert. Der Eigentümer der Anlage, die Dortmunder Stadtwerke AG – DSW21, investiert rund fünf Millionen Euro in diese Entwicklungsmaßnahme, die den Logistikstandort Dortmund nachhaltig stärken soll.

DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger: "Nach der Installation des zweiten Krans im Jahr 2019 ist diese Erweiterung der Anlage nun der nächste Meilenstein. Wir zeigen einmal mehr, dass wir große Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen können und unterstreichen damit nochmal unser starkes Engagement für den Logistikstandort Dortmund. Denn dessen Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsoptionen werden mit dem Ausbau der Anlage weiter gestärkt. Zugleich wird damit die Vernetzung der Verkehrszweige Schiene und Straße vorangetrieben, die wichtige Nachhaltigkeitsaspekte beinhaltet."

Vorbereitungen auf dem Nachbargrundstück der Umschlaganlage

Von Mitte August bis zum kommenden Frühjahr wird auf dem Nachbargrundstück der Umschlaganlage, das bis 2021 ein Asphaltmischwerk beheimatete, die für die Depotfläche notwendige Infrastruktur hergestellt. Dazu gehören u.a. eine Entwässerung und Stromversorgung. Nach Abschluss der Arbeiten verpachtet DSW21 die Depotfläche an die Container Terminal Dortmund GmbH (CTD). CTD betreibt bereits die benachbarte, ebenfalls von DSW21 errichtete, 70.000 Quadratmeter große Umschlaganlage, die über vier rund 730 Meter lange Gleise, zwei Kräne und eine Terminalzugmaschine verfügt. Die Anlage, die dazu beiträgt Verkehre von der Straße auf die Schiene zu verlagern, wurde 2016 als stimmige Ergänzung zum trimodalen Containerterminal an der Kanalstraße in Betrieb genommen. Mit der Erweiterung hat CTD dort das Potenzial, langfristig die maximale Kapazität der Anlage von 150.000 umgeschlagenen Ladeeinheiten im Jahr zu erreichen.

Positive Auswirkungen der Erweiterung

CTD-Geschäftsführer Torsten Schütte dazu: "Aus Platzgründen haben wir bislang über das gesamte Hafenareal verteilt einzelne Abstellflächen anmieten müssen. Jetzt können wir diese Aktivitäten an einem Ort bündeln und kommen in eine deutlich effektivere Flächenbewirtschaftung. Insofern machen wir durch die Erweiterung einen großen Sprung nach vorne. Unser Portfolio wird noch ein gutes Stück attraktiver, was uns in dem hart umkämpften Markt weiter Rückenwind gibt."

Und Bettina Brennenstuhl, Vorständin der Dortmunder Hafen AG, ergänzt: "Wir freuen uns gleich doppelt über diese Entwicklung: Zum einen über die damit verbundenen Wachstumschancen für CTD, die ja auch zur Hafengruppe gehört. Zum anderen können die nicht mehr benötigten Abstellflächen nun ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung zugeführt werden. Diese wird voraussichtlich auch zu einem zusätzlichen Schiffsgüterumschlag führen und damit zu einer Stärkung der Wasserstraße."

Ganzheitliche Entwicklung und Verkehrsverbesserungen

Die Erweiterung der Umschlaganlage um die Depotfläche (Baustufe 2) war bereits 2012 zusammen mit dem Bau der Anlage (Baustufe 1) planfestgestellt worden. Analog dazu verhält es sich mit der europaweit ausgeschriebenen Dienstleistungskonzession für die Umschlagsanlage, die CTD 2015 erteilt bekam: Auch diese umfasst beide Baustufen.

Mit der Erweiterung gehen nun auch einige verkehrliche Veränderungen einher: So erhält das Areal, wie von der Dortmunder Feuerwehr gewünscht, eine zweite Zufahrt. Diese wird im Bereich der Erweiterungsfläche realisiert und wird künftig die Hauptzufahrt sein. Auch der Verkehrsfluss auf dem Gelände selbst wird neugestaltet: So wird die Fahrtrichtung der LKW umgekehrt. "Dies hat den positiven Effekt, dass sich ein etwaiger Rückstau von Lkw dann von der Straße auf das Gelände verlagert", so Kristina Rummeld, Bau- und Projektleiterin von DSW21.

Nicht zuletzt wird in enger Abstimmung mit dem Planungsamt der Stadt Dortmund eine Linksabbiegerspur an der Franz-Schlüter-Straße/Ecke Lindberghstraße eingerichtet. "Das Ganze fußt auf einem seinerzeit schon sorgfältig erarbeiteten Gesamtkonzept, das wir im ständigen Austausch mit allen Beteiligten realisieren. Bei der Planung hat uns diesmal auch Duisport als Partner wieder tatkräftig unterstützt."

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Mobilität & Verkehr Wirtschaft Planen & Bauen Soziales

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