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Stadtbahnprojekt U-Plus

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Bauarbeiten

Ausgebaute Fahrtreppe

Ausgebaute Fahrtreppe
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Tiefbauamt

Aktuell

Nachdem die Arbeiten zur ersten Stufe der Erweiterung der Stadtbahnanlage Dortmund Hauptbahnhof im Juni 2017 abgeschlossen waren, begannen die Ausbauarbeiten: Betriebsräume wurden bereits umgebaut und angepasst. Neben Stahlbau- und Schlosserarbeiten erfolgen zurzeit Fliesen-, Decken-, Wand- und Fußbodenarbeiten. Der Stahlbau für die neuen Aufzüge im mittleren Bereich ist beendet, auch die Fahrkörbe und Aufzugstechnik wurden installiert. Die westliche Aufzuganlage ist seit 5. März 2020 in Betrieb. Fast alle Arbeiten erfolgen "unsichtbar" hinter den Schutzwänden. Nachdem auf der Westseite die neue mittlere Zugangsanlage in Betrieb genommen werden konnte, begannen auf der Seite die Arbeiten an der südlichen Zugangsanlage. Sie wird verbreitert und bekommt eine zusätzliche Fahrtreppe. Die alte Fahrtreppe wurde - ebenso wie der alte Aufzug - bereits vorbereitend demontiert. Wenn die notwendigen Arbeiten auf der Ostseite abgeschlossen sind, kann auch auf der Seite die neue mittlere Anlage in Betrieb genommen werden.

Ausgebaute Fahrtreppe

Ausgebaute Fahrtreppe
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Tiefbauamt

Rückblick

Ab Januar 2014 wurde die Baustelleneinrichtungsfläche vom Königshof aus bis über den Nordausgang des Hauptbahnhofs eingerichtet. Gleichzeitig wurden vorbereitende Arbeiten (z. B. Demontage von Schutzleitplanken, Beseitigung von Müll und Aufwuchs, Treffen von Schutzmaßnahmen) ausgeführt. Anfang Februar 2014 folgte der Abriss des alten Güterbahnsteigs der Deutschen Bahn inklusive Überdachung. Auch ein Teil des Bahnsteigs 8 wurde entfernt, um Platz für das Abteufen der Startschächte zu schaffen. Im Gleisbereich erfolgten zur Verfestigung des Baugrunds Bodeninjektionen mit einer Betonsuspension.

Rohrvortrieb

Arbeiten in den Rohren
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sascha Müller-Harmsen | idea Kommunikation

Der erste Spatenstich

Der offizielle erste Spatenstich der bergmännischen Arbeiten für die "U-Plus" genannte Erweiterung der Stadtbahnanlage erfolgte am 22. Oktober 2014 – auf den Tag genau 45 Jahre nach dem ersten Rammschlag in der Geschichte des Dortmunder Stadtbahnbaus.

Grafik: Verbreiterung der U-Bahnstation

Verbreiterung der U-Bahnstation
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Tiefbauamt

Große technische Herausforderung

Die unterirdischen Arbeiten zur Erweiterung der Stadtbahnanlage erfolgten dann auf bergmännische Weise. Die große Herausforderung dabei: Nur 2,50 Meter darüber fahren auf den DB-Gleisen täglich über 1.000 Züge. Alle Arbeiten wurden deshalb auch mit einem vollautomatischen Überwachungssystem mit Alarmfunktion überwacht.

Von November 2014 bis Februar 2015 wurden im Bereich des ehemaligen Bahnsteigs 8 zwei Startschächte für die unterirdischen Vortriebsarbeiten abgeteuft. Der große Portalkran über den Schächten war von Norden aus weithin sichtbar.

Rohrschirme gaben Sicherheit

Von den Startschächten aus wurden von Nord nach Süd zwei "Rohrschirme" horizontal in den Boden eingepresst – jeweils fünf 46 Meter lange Rohre mit einem Durchmesser von 1,60 Metern. In ihrem Inneren lösten die Mineure (Bergleute) mithilfe hydraulischer Greifer Erde und Steine, die dann auf kleinen Förderbändern zu den Schächten transportiert wurden. Die leeren Rohre wurden zum Abschluss mit Beton aufgefüllt. Der Vortrieb der Rohrschirme erfolgte von Februar 2015 bis Ende Juni 2015. Gearbeitet wurde rund um die Uhr.

Vortrieb des Tunnels für das Projekt u-Plus

Vortrieb
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sascha Müller-Harmsen | idea Kommunikation

Vortriebsarbeiten im März 2016 abgeschlossen

Mit Beendigung des Rohrvortriebs erreichten die Arbeiten zur Erweiterung der Stadtbahnanlage die nächste Stufe. Nach dem traditionell mit einer Feier begangenen Tunnelanschlag am 6. Juli 2015 begannen die Mineure mit dem bergmännischen Vortrieb der Röhren.

Dafür mussten zuerst die beiden für den Rohrvortrieb abgeteuften Schächte bis zur Höhe der Kalotte – des oberen Drittels des Tunnelquerschnitts (siehe Schaubild) – wieder aufgefüllt werden, denn die Kalotte wurde zuerst "ausgeräumt". Das geschah händisch (mit Werkzeugen) sowie mit Minibaggern. Etwa alle fünf Meter wurden zur Versteifung Stahlträger eingezogen. Sie gaben der noch bestehenden Tunnelwand für die Vortriebsarbeiten Halt.

Zur Stabilisierung der äußeren Wand während des Kalottenvortriebs wurden Hochdruckinjektions-(HDI-)Säulen eingebaut: Die Mineure bohrten etwa alle sieben Meter schräg nach unten. Die etwa drei Meter tiefen Bohrungen füllten sie unter Druck mit Zement auf und verfestigten sie dadurch.

Unter dem Rohrschirm beginnt der Kalottenvortrieb.

Unter dem Rohrschirm beginnt der Kalottenvortrieb.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sascha Müller-Harmsen | idea Kommunikation

Die Vortriebsarbeiten gingen gleichzeitig auf beiden Seiten des Stadtbahnbahnhofs vonstatten. Nach Beendigung der Arbeiten wurden die alten Wände mit senkrechten Schlitzen für die neuen Betonstützen versehen. Nach deren Einbau konnten die alten Wände entfernt werden. Nach Beendigung der Abbruch- und Betonierarbeiten räumte das Tiefbauamt die Baustelle im Bereich der DB-Gleise. Die Arbeiten zur ersten Stufe der Erweiterung der Stadtbahnanlage Dortmund Hauptbahnhof waren im Juni 2017 abgeschlossen. Somit konnte die Deutsche Bahn planmäßig mit dem Umbau ihrer Verkehrsstation Dortmund Hauptbahnhof beginnen.

Portalkran

Portalkran
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sascha Müller-Harmsen | idea Kommunikation

Ausbauarbeiten und Rohbauarbeiten des zweiten Bauabschnitts

Im Rahmen der anschließenden Ausbauarbeiten wurden neue Betriebsräume im südlichen Bereich der Fußgängeranlage eingerichtet und Fliesenarbeiten in diesem Bereich ausgeführt.

Auf den Bahnsteigen und der Verteilerebene schützen raumhohe, 30 Zentimeter dicke Schutzwände die Fahrgäste und Passanten vor Staub und Dreck. Hinter den Schutzwänden wurden bereits Wand- und Deckenplatten montiert sowie Granitboden verlegt. Neben Stahlbau- und Schlosserarbeiten für Geländer und Handläufe wurden betriebstechnische Anlagen ausgetauscht beziehungsweise neu eingebaut. Ein Teil der Schutzwände auf der Westseite beider Ebenen konnte mittlerweile abgebaut werden. Der neue, mehr als doppelt so breite Bahnsteig in Fahrtrichtung City ist seit 5. März für Fahrgäste freigegeben. Die Arbeiten sind allerdings noch nicht beendet.