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Aktion von Polizei und Tiefbauamt: Tipps für Zweiradfahrer*innen sollen Unfälle vermeiden

Mal schnell den Radweg in die falsche Richtung fahren, weil das so schön bequem ist? Leider handeln einige E-Roller- und Radfahrer*innen so und bringen sich selbst sowie andere in Gefahr. Polizei und Tiefbauamt wollen Geisterradler*innen in einer gemeinsamen Aktion zum Umdenken bewegen.

Rad- oder Scooter-Fahrer*innen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind, riskieren Stürze oder Kollisionen mit denjenigen, die korrekt unterwegs sind. Ein weiteres großes Problem: Autofahrer*innen rechnen in Einmündungsbereichen nicht damit, dass jemand mit hoher Geschwindigkeit von rechts auf dem Gehweg heranfährt. Um Unfälle zu verhindern und die Zweiradfahrer*innen auf die richtige Straßenseite zu lotsen, werden Polizei und Stadt Dortmund jetzt kreativ – mit Sprühkreide in Neonpink und Neongelb. „Daumen hoch“ zeigt an: Die Richtung stimmt, alles richtig, gute Fahrt! „Daumen runter“ bedeutet: Falsche Seite, bitte auf die andere Straßenseite wechseln!

Falsches Verhalten führt zu Unfällen

Am Montag, 14. Juli, haben Jolanta Bialas, die neue Leiterin der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Dortmund, und Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts, im Einmündungsbereich Stollenstraße/Bornstraße selbst zu Sprühkreide und Schablone gegriffen. „Unsere Unfallauswertung ergab, dass Radfahrer an dieser Stelle verunglücken, weil sie den Radweg verbotenerweise entgegengesetzt der Fahrtrichtung befahren. In der Folge kommt es zu vermeidbaren Kollisionen mit Fahrzeugführern beim Einbiegen und Kreuzen“, sagt Jolanta Bialas.

Sylvia Uehlendahl ist zuversichtlich, dass die leuchtend-bunten Bilder Wirkung zeigen: „Auch ganz einfache Mittel sind oft erfolgreich. Wir erhoffen uns, dass weniger Menschen mit ihrem E-Scooter oder ihrem Fahrrad auf der falschen Seite fahren, wenn sie den Daumen nach unten sehen. Die Bilder sind als Impuls gedacht, als freundliche Erinnerung“, so Sylvia Uehlendahl.

258 Unfälle im Bereich von Einmündungen und Kreuzungen

Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Eine Gruppe von Menschen steht auf dem Bürgersteig an der Bornstraße. Sie halten ein Schablone in der Hand.
Mit einfachen Mitteln die Verkehrssicherheit verbessern: Das ist das Ziel einer gemeinsamen Kampagne von Polizei und Stadt Dortmund. Am Montag trafen sich die Beteiligten an der Bornstraße, um über die Hintergründe zu informieren.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

2024 kam es in Dortmund zu insgesamt 395 Verkehrsunfällen zwischen Rad und Pkw. Davon ereigneten sich 258 Unfälle beim Einbiegen, Abbiegen oder Kreuzen. 14 Radfahrer*innen wurden dabei schwer und 143 leicht verletzt. Eine Radfahrerin verunglückte tödlich. Die Leitende Polizeidirektorin Jolanta Bialas erklärt: „Damit machen diese beiden Unfalltypen mit 65 Prozent den größten Anteil der Verkehrsunfälle aus.“

In 78 Prozent der Fälle haben Kraftfahrzeugführende die Unfälle verursacht, weil sie die Vorfahrt der Radfahrer*innen missachteten. Viele dieser Unfälle hätten jedoch vermieden werden können, wenn sich die Scooter- und Radfahrer*innen an die vorgeschriebene Fahrtrichtung gehalten hätten.

Polizeihauptkommissarin Sarah Emde von der Dienststelle Verkehrsunfallprävention und Opferschutz richtet daher einen Appell ausdrücklich nicht nur an die Radfahrer*innen, sondern auch an die Kraftfahrzeugführer*innen: „Fahren Sie langsam an Einmündungen heran und seien Sie bremsbereit! Ganz besonders wichtig: Schauen Sie vor dem Abbiegen nicht nur nach links, sondern auch nach rechts! Rechnen Sie im Einmündungsbereich vor dem Abbiegen damit, dass Rad- oder E-Scooter-Fahrer entgegen der Fahrtrichtung den Geh- oder Radweg befahren könnten. Denn dies ist an einigen Stellen durch entsprechende Beschilderung sogar erlaubt.“

Wann ist das Radeln in Gegenrichtung erlaubt?

Radfahren entgegen der Fahrtrichtung ist nur dann zulässig, wenn der Radweg ausdrücklich für beide Richtungen freigegeben ist – das erkennen alle Verkehrsteilnehmer*innen an den entsprechenden Zusatzschildern. Fehlen diese, gilt: nur in Fahrtrichtung fahren – alles andere ist verboten und gefährlich.

Ein Überblick mit Beispielen, welche unterschiedlichen Regeln auf Geh- und Radwegen gelten, ist auf „Radverkehr verstehen – Regeln für ein gutes Miteinander" zu finden.

Zusätzliche Sprühkreide-Daumen kommen an diese Standorte:

Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Ein Mann sprüht mit neongelber Farbe einen Daumen, der nach unten zeigt, auf die Straße.
Rad- oder Scooter-Fahrer*innen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind, riskieren Kollisionen. Autofahrer*innen rechnen in Einmündungsbereichen nicht damit, dass jemand mit hoher Geschwindigkeit von rechts auf dem Gehweg angerauscht kommt.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

  • Unionstraße/Übelgönne
  • Möllerbrücke und Einmündung Kleine Beurhausstraße
  • Gesamter Wallbereich (Außen- und Innenwall – jeweilige Einmündungen, an denen der Radweg nicht für Radfahrer*innen in beiden Richtungen freigegeben ist)
  • Burgtor – westliche Seite in Richtung Innenstadt-Nord
  • Ruhrallee – Landesbehördenhaus (westliche Seite)
  • Ruhrallee – in Höhe Wilhelm-Crüwell-Straße
  • Bornstraße, Höhe Bauhaus
  • Bornstraße, Höhe WEZ Westfalen Einkaufszentrum
  • Hohe Straße
  • Wittekindstraße, Auffahrt B1 FR Bochum, für Radfahrer*innen in Richtung Innenstadt, die nicht in die Große Heimstraße (RS1) abbiegen

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