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Amphibienwanderungen haben begonnen

Kröten, Frösche und Molche wandern in diesem Jahr aufgrund der warmen und feuchten Witterung besonders früh zu ihren Laichgewässern. In Dortmund werden Warnhinweise und Zäune aufgestellt.

Das Umweltamt bittet um Vorsicht, damit Straßen und Wege für die Tiere nicht zur tödlichen Falle werden. Autofahrer*innen und Radfahrer*innen werden gebeten, die Warnschilder zu beachten. Passant*innen sollen die Amphibien nicht selbständig auf die andere Straßenseite transportieren.

Bild: Biologische Station Kreis Unna / Dortmund
Ein Warnschild zur Amphibienwanderung in einer Tempo 30 Zone.
Mit Warnhinweisen wird auf die Amphibienwanderung hingewiesen.
Bild: Biologische Station Kreis Unna / Dortmund

Langsam und aufmerksam fahren

Mitte Februar werden an vielen Stellen in Dortmund wieder Schilder mit Warnhinweisen aufgestellt. Je nach Witterung dauert die Amphibienwanderung bis etwa Mitte oder Ende April.

Die zumeist nachtaktiven Amphibien sind vor allem zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang unterwegs. Angepasstes Verhalten – weniger Tempo und erhöhte Aufmerksamkeit beim Rad- und Autofahren – kann Amphibienleben retten.

Amphibien sterben nicht nur, wenn sie überfahren werden, sondern auch, wenn Autos zu schnell an ihnen vorbeifahren. Bereits ab 30 km/h können sie das tödliche Barotrauma erleiden. Dabei entstehen innere Verletzungen durch den starken Luftsog.

Das Umweltamt und die Biologische Station Kreis Unna / Dortmund rufen alle Autofahrer*innen dazu auf, vorsichtig zu fahren und auf Tiere auf der Fahrbahn zu achten.

Bild: Biologische Station Kreis Unna / Dortmund
Ein Amphibien-Zaun am Rand einer Straße.
Die eigens aufgestellten Zäune sollen z.B. Frösche am Überqueren der Fahrbahn hindern.
Bild: Biologische Station Kreis Unna / Dortmund

Warnschilder und Zäune zum Schutz der Tiere

An Straßen mit besonders hohem Amphibienaufkommen werden jedes Jahr mobile Warnschilder aufgestellt. Hier sollten Autos und Fahrräder langsam und vorsichtig fahren, nach Möglichkeit sollten diese Straßen sogar ganz gemieden werden.

Außerdem werden an einigen Stellen Zäune zum Schutz der Tiere aufgestellt. Diese hindern sie am Überqueren der Straße. Die Tiere fallen in eingegrabene Eimer und werden dann von Freiwilligen über die Straße getragen.

Die Helfer*innen nutzen diese Gelegenheit gleich für eine Bestandsaufnahme der Arten und der Anzahl der gefundenen Amphibien. Das hilft dabei, die Bestandsentwicklung einzuschätzen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen zu planen.

Wichtig

Wenn Sie als Passant*in Amphibien entdecken, die hinter einem Zaun festsitzen, bringen Sie die Tiere bitte nicht selbständig über die Straße. Dies übernehmen die freiwilligen Helfer*innen.

Sie möchten sich engagieren?

Wer aktiv bei Schutz und Rettung heimischer Amphiben helfen möchte, kann sich an Matthias Mause von der Biologischen Station Kreis Unna / Dortmund oder an Janina Breckle von der Agard e.V. wenden.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Tiere

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