Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Assistenzhund willkommen: „Toto & Hanni“ werben in Schulen für Teilhabe

Thorsten Habel und seine Assistenzhündin Hanni gehen künftig im Auftrag der Stadt Dortmund in Schulen und Kitas auf Besuchstour. Dort zeigen sie, wie Assistenzhunde Menschen mit Behinderungen unterstützen – und werben für Respekt, Verständnis und gelebte Inklusion.

„Assistenzhund willkommen“: Dieser Kampagne hat sich Dortmund bereits vor zwei Jahren angeschlossen. Seitdem wurden unter anderem Schilder an den Türen vieler städtischer Einrichtungen angebracht. Sie bedeuten: Auch dort, wo Hunde normalerweise keinen Zutritt haben, dürfen speziell ausgebildete Vierbeiner ihr Herrchen oder Frauchen begleiten und sie unterstützen. Nun geht die Stadt Dortmund den nächsten Schritt: Thorsten Habel wird mit seiner Assistenzhündin Hanni künftig vor allem Schulen und Kindergärten besuchen – als Botschafter für eine offene, inklusive Gesellschaft.

Assistenzhunde und ihre Spezialgebiete

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Thorsten Habel und seine Assistenzhündin Hanni sitzen auf einer niedrigen Steinmauer, im Hintergrund ist das Alte Hafenamt Dortmund.
Gemeinsam unterwegs – Assistenzhündin Hanni ist Thorstens Treue Begleitung im Alltag.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Ein Assistenzhund ist speziell ausgebildet, um Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Alltag zu unterstützen. Er hilft ihnen dabei, ihren Alltag zu bewältigen und selbstständig und sicher zu leben. Bekannt sind vor allem Blindenführhunde für Menschen mit Sehbehinderungen.

Es gibt aber ebenso Hunde, die gehörlose Menschen auf wichtige Töne und Signale aufmerksam machen. Andere sind darauf geschult, lebensbedrohliche Situationen wie einen epileptischen Anfall oder einen Allergieschock frühzeitig wahrzunehmen und „ihren“ Menschen davor zu warnen.

„Wir müssen (nicht) draußen warten“

Weil es für die Betroffenen lebenswichtig sein kann, dass ihr Hund ständig in der Nähe ist, haben Assistenzhunde Zutritt auch in Museen, Supermärkte, Arztpraxen, Schulen oder Behörden – also überall dort, wo Hunde sonst draußen bleiben müssen. Sie ermöglichen „ihrem“ Menschen damit ein selbstbestimmtes Leben.

In Dortmund gibt es etwa 70 Assistenzhunde. Einer davon ist Labrador Hanni. Die zehnjährige Hündin warnt ihr Herrchen Thorsten Habel, sobald sie Gefahr riecht, also dank ihres Geruchssinns wahrnimmt, dass ihm ein anaphylaktischer Schock (eine schwere allergische Reaktion) bevorsteht. In diesem Fall macht sie ihn darauf aufmerksam und apportiert im Notfall auch die lebenswichtige Spritze.

Botschafter-Duo „Toto und Hanni“ im Einsatz

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Thorsten Habel spielt mit Labrador-Hündin Hanni in einem Feld in Dortmund, im Hintergrund ist der Florianturm zu sehen.
Ein dynamisches Duo: Toto und Hanni beim Spielen im Feld.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Als menschlich-tierisches Zweigespann „Toto und Hanni“ sind der 48 jahre alte Dortmunder und seine Hündin seit Jahren öffentlichkeitswirksame Botschafter für das Thema Assistenzhund. Gemeinsam treten sie bei Veranstaltungen auf, Habel hält Vorträge, und Hanni ist längst ein Medienstar.

Nun nehmen die beiden ein neues Publikum in den Blick: Im Auftrag der Stadt Dortmund werden Habel und sein Hund künftig Kindergärten und Schulen besuchen.

„Die Kinder sollen erfahren, was ein Assistenzhund ist und welche Aufgaben er übernimmt. Sie lernen, wie wichtig Freundlichkeit, Verantwortung und Respekt gegenüber Tieren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind. Und sie entwickeln Verständnis für Inklusion und die Vielfalt in unserer Stadt“, sagt Martina Skender, Leiterin des Bereichs „Stadt der Nachbarschaft“.

Hintergrund:

Seit 2021 ist das Zutrittsrecht für Assistenzhunde in Deutschland im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) geregelt. Als Faustregel gilt, dass Assistenzhunde überall dort Zutritt haben, wo auch Menschen in Straßenkleidung Zutritt haben – auch bei generellem Tierverbot.

Um dies bekannt zu machen, hat der Verein „Pfotenpiloten“ im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 2018 die Zutrittskampagne „Assistenzhund willkommen“ ins Leben gerufen. Dortmund setzt die Kampagne seit 2023 als „assistenzhundfreundliche Kommune“ anhand eines Konzeptes um.

Schlagwörter

Inklusion & Menschen mit Behinderung Tiere

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Fahrrad-Spaß pur, viele Neuheiten und verkaufsoffener Sonntag
Fr 17. April 2026
Eindrücke vom E-Bike-Festival 2023 im Bereich der Kampstraße
Bild: Andi Frank
INTERMODELLBAU: Die weltgrößte Messe für die kleine Welt
Do 16. April 2026
Messebesucher in den Westfalenhallen
Starker Standort: Dortmunds Immobilienmarkt bleibt stabil
Mi 15. April 2026
Gebäude der Continentale Versicherung
Bild: Continentale Versicherung
DORTBUNT feiert vom 8. bis 10. Mai Vielfalt und Kultur
Di 14. April 2026
Portrait von Felix Jaehn - mit dem linken Arm stößt er sich von einer Wand ab.
Bild: Victor Schanz
Bundesweite „Deutschland-App“: Dortmund wird Pilotkommune
Mo 13. April 2026
Eine Hand verbindet virtuelle Symbole
Bild: Adobe Stock / vegefox.com
„Bunt – Stark – Zusammen“: Stadt ruft zu Dortmunds größtem Mitmach-Fest auf - Dortmund gemeinsam!
Fr 10. April 2026
Männliche Person hat den Arm um den Moderator gelegt. Beide lachen.
Bild: Grubenglück GmbH
Schlemmen, Schlendern, Stadionrasen: Anstoß für den ersten „Schwarzgelben Wochenmarkt“ im SIGNAL IDUNA PARK
Fr 10. April 2026
Der Signal-Iduna-Park aus der Vogelperspektive.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Schlussspurt eingeläutet: Rücksendungen für Olympia-Abstimmung in Dortmund nehmen Fahrt auf
Fr 10. April 2026
Norbert Dahmen und vier weitere Männer zeigen die bereits erhaltenen Briefunterlagen.
Bild: Jan Heinze
Mehr Flair, weniger Verkehr: Neue Fußgängerzone im Rosental
Do 9. April 2026
Innenstadt-West
Im Vordergrund eine rote Rose, im Hintergrund eine ruhige Straße.
Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz
Radtouren an der Seseke: Natur und Kunst erleben
Mi 8. April 2026
Jetzt-Denkmal an der Seseke.
Bild: Rupert Oberhäuser/EGLV
20 Jahre nach grausamer Tat: Dortmund erinnert an Mehmet Kubaşık
Di 7. April 2026
Oberbürgermeister Alexander Kalouti mit der Tochter von Mehmet Kubaşık.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Zukunft der Stadtbahn: Welche Bauprojekte sollen kommen?
Sa 4. April 2026
Die Stadtbahnhaltestelle Westfalenhallen in Dortmund
Bild: Christian Bohnenkamp / DSW21
Neue Bestattungsart: Haingräber auf dem Hauptfriedhof
Fr 3. April 2026
Grabstätte auf dem Hauptfriedhof
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Rauf aufs Rad! Freie Fahrt auf dem „Rheinischen Esel“
Do 2. April 2026
Gerader, neu sanierter Rad- und Fußweg aus hellem Asphalt.
Bild: Stadt Dortmund / Jens Reese
50 Jahre gemeinsam: Rettungsdienst in Dortmund feiert Jubiläum
Mi 1. April 2026
Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes im Jahr 1975.
Bild: Feuerwehr Dortmund