Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Umwelt

Bauaufsicht geht gegen Schottergärten in Brackel vor

Die Stadt Dortmund geht bauordnungsrechtlich gegen Schottergärten in Brackel vor. Eine politische Anfrage und zahlreiche Beschwerden gegen Schottergärten im Wohngebiet Hohenbuschei sind der Anlass.

Die städtische Bauaufsicht schreibt nun die betroffenen Grundstückseigentümer*innen an und fordert sie auf, unzulässige Bebauung und Versiegelung zurückzubauen.

Zu sehen ist ein Schottergarten vor einem Einfamilienhaus.
Einige Gartenbesitzer*innen setzen auf Schotter statt auf Pflanzen.

Rechtliche Grundlage ist die Vorschrift in der Bauordnung für das Land NRW (§8 BauO NRW), nicht überbaute Grundstückflächen wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen, sie zu begrünen oder zu bepflanzen. Damit sind Schottergärten auf bebauten Grundstücken verboten. Dieses Verbot wird in der neuen BauO NRW noch einmal konkretisiert, die ab 1. Januar 2024 in Kraft tritt.

Klimaschutz beim Bauen ist Grundsatz

Die Verpflichtung zum Klimaschutz beim Bauen ist ohnehin ein wichtiger Grundsatz. Unabhängig davon enthält der Bebauungsplan "Br 203" für das Gebiet Hohenbuschei Festsetzungen, gegen die teilweise erheblich verstoßen wird. Je nach Lage im Bebauungsplan dürfen bis zu 60 Prozent, auf einigen Flächen bis zu 75 Prozent der Grundstücksflächen versiegelt werden. Stellplätze dürfen ausschließlich auf den dafür festgesetzten Flächen errichtet werden, und Abstellbereiche für Müllbehälter sind dauerhaft einzugrünen.

220 Verstöße in Hohenbuschei

Über mehrere Wochen hatten Mitarbeiter*innen der Bauaufsicht mit großem Aufwand im Sinne des Klimaschutzes kontrolliert und mehr als 220 Verstöße in Hohenbuschei dokumentiert.

Die Eigentümer*innen bekommen nun straßenweise Post von der Stadt Dortmund. Stefan Thabe, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes, appelliert: "Nur wenn Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer ihrer gesetzlichen Verpflichtung und Verantwortung nachkommen, sorgsam mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen umzugehen, kann Klimaschutz in unserer Stadt gelingen. Pflanzen und Grünflächen tragen wesentlich zum Wohlbefinden und zur Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld bei. Davon profitieren wir alle."

Die Bauaufsicht wird immer dann aktiv, wenn sich Hinweise auf Verstöße verdichten. Permanente oder vorbeugende Kontrollen im gesamten Stadtgebiet sind nicht möglich. Wer der Aufforderung der Bauaufsicht nicht nachkommt, muss mit weiteren Schritten im ordnungsrechtlichen Verfahren rechnen.

Schlagwörter

Planen & Bauen Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Rat stimmt für ein Bettel-Verbot an Cafés und Restaurants
Fr 10. Juli 2026
Der Rat der Stadt Dortmund ist im Ratssaal zu sehen.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Vom Acker auf den Teller: Kita-Kinder erleben Landwirtschaft
Mi 8. Juli 2026
Kinder ernten Gemüse
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
KOD in den Stadtbezirken: Verstöße geahndet, Jugendschutz im Blick
Mi 8. Juli 2026
Zwei Ordnungsamt-Streifen stehen mit dem Rücken zur Kamera.
Bild: Stadt Dortmund
Café lädt zum Genuss am Friedensplatz
Di 7. Juli 2026
Eine Gruppe steht in einem Café, was noch ausgebaut wird.
Bild: Stadt Dortmund
Neue Bettel-Regeln und Mindesttarife für Mietwagen: Worüber der Rat am 9. Juli entscheidet
Di 7. Juli 2026
Der Rat der Stadt Dortmund ist im Ratssaal zu sehen.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Gegen-Leih-Scooter-Chaos: neue Parkzonen und Abstellverbote
Do 2. Juli 2026
Bild: Stadt Dortmund / Tiefbauamt
PHOENIX WEST: Investoren für drei Industrie-Denkmäler gesucht
Mi 1. Juli 2026
Bild: Stadt Dortmund / Hans Blossey
So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter
Di 30. Juni 2026
Mitarbeiter bei der Ausgrabung
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Impulse aus Kopenhagen: Verpflegung in Kitas und Schulen soll gesünder werden
Do 25. Juni 2026
Klassenzimmer in der Essensschule der Zentralküche EAT.
Bild: Christian Schön / Laura Heiduk
Infos und Tipps: Dortmund macht sich bereit für die nächsten Hitze-Tage
Mi 17. Juni 2026
Eine Frau beugt sich über einen öffentlichen Trinkbrunnen und trinkt Wasser daraus.
Bild: Stadt Dortmund
Auszeichnung: Dortmund ist „New Mobility City“ 2026
Mi 17. Juni 2026
Zwei Frauen und drei Männer stehen in schicker Kleidung auf einer Bühne und halten stolz ein Schild in die Kamera.
Bild: TÜV-Verband / Tobias Koch
Archenbecke fließt bald oberirdisch in die Emscher und nicht mehr im Kanal
Mi 17. Juni 2026
Aplerbeck
Eine Gruppe steht zusammen in der Nähe des Baches Archenbecke.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Neuer Nahverkehrsplan: Bus und Bahn sollen noch attraktiver werden
Di 16. Juni 2026
U-Bahn Haltestelle Westfalenhallen, die U46 Richtung Hauptbahnhof fährt rechts im Bild los, der Bahnsteig ist leer
Bild: Stadt Dortmund
Pflege für Dortmunds Wildblumenwiesen: Das Grünflächenamt beginnt mit dem Sommer-Mähen
Mi 10. Juni 2026
Trecker auf einer Wiese am Mähen
Bild: Stadt Dortmund / Soenke Janssen
Bis zu 150 neue Wohnungen im Quartier Kronenburg geplant
Mi 10. Juni 2026
Ein siebengeschossiger Neubau entsteht im Quartier Kronenburg.
Bild: Stadt Dortmund