Newsroom

Lokalpolitik

Darüber entscheidet der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag

Am Donnerstag, 12. Februar, trifft sich der Stadtrat zu seiner dritten Sitzung. Unter anderem geht es um die Frage, ob das Freibad Hardenberg saniert wird, um den „Bauturbo“ und um mehr Geld für die IGA 2027. Auch Wahlen stehen auf der Tagesordnung: Einige Ausschüsse und ein Beigeordneter müssen neu gewählt werden.

Bürgerinnen und Bürger können die Ratssitzung bequem von zuhause verfolgen – über den Livestream ab 15 Uhr am Donnerstag. Die Tagesordnung enthält einige Punkte, die wichtige Weichenstellungen für die Stadt bedeuten.

Mehr Schnelligkeit und Planungssicherheit mit dem „Bauturbo“

Der Rat der Stadt Dortmund könnte die Weichen für schnelleren und trotzdem qualitätsvollen Wohnungsbau stellen. Neue gesetzliche Spielräume sollen genutzt werden – mit klaren Regeln, Zuständigkeiten und einfachem Verfahren.

Ziel ist es, Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse deutlich zu verkürzen und Investitionen in Wohnraum schneller möglich zu machen: Mit dem „Bauturbo“ können Bauvorhaben für Wohnzwecke in geeigneten Fällen ohne langwierige Bebauungsplanverfahren realisiert werden. Abweichungen von bestehenden Festsetzungen sind möglich, wenn sie städtebaulich vertretbar sind.

Entscheidung über den nächsten Schritt zum Radschnellweg RS1

Radschnellweg Piktogram welches auf dem Asphalt aufgetragen ist
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
Ab Ende 2026 könnten die Arbeiten für den Abschnitt Sonnenstraße von Arneckestraße bis Chemnitzer Straße beginnen
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny

Wenn der Rat den Baubeschluss trifft, können ab Ende 2026 die Arbeiten für den zweiten Abschnitt des RS1 auf der Sonnenstraße beginnen. Dieser Abschnitt führt von der Arneckestraße bis zur Chemnitzer Straße. Die Arbeiten dauern bis Anfang 2029.

Der RS1 soll auf über 100 Kilometern Länge die Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm miteinander verbinden.

Freibad Hardenberg: Abriss oder Sanierung?

Schwimmbecken im Freibad Hardenberg
Bild: Sportwelt Dortmund
Wegen baulicher Mängel ist das Dortmunder Traditionsbad (eröffnet 1927) seit September 2023 geschlossen.
Bild: Sportwelt Dortmund

Das Freibad Hardenberg in Deusen ist seit zwei Jahren geschlossen. Der Rat bewertet nun die nächsten Schritte und entscheidet, ob eine Sanierung startet – oder ob andere Möglichkeiten für die Nutzung des Areals geprüft werden. Eine Machbarkeitsstudie zeigt einen erheblichen Modernisierungsbedarf und benennt klare Anforderungen an ein zukunftsfähiges Bad.

Der Rat der Stadt entscheidet nun darüber, ob Planungsleistungen für eine Sanierung ausgeschrieben werden oder ob das Gelände des Bades zukünftig anders genutzt werden soll.

Für die Planungsleistungen entstünden Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro. Im Fall einer Sanierung rechnet die Verwaltung mit Kosten von 11,7 Mio. (Sanierungsvariante 1) bis zu 14,4 Mio. Euro (Variante 2). Die aufwändigere Lösung sieht zusätzlich den Einbau eines neuen Edelstahlbeckens vor.

Goethe-Gymnasium soll mehr Platz bekommen

Der Pausenhof des Goethe-Gymnasiums.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Bis zur Nutzung der anderen Gebäude könnte das Goethe-Gymnasium Mobile Raumeinheiten erhalten.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums sollen bis 2035 zusätzliche Räume am Standort Entenpoth 34 in der ehemaligen Frenzelschule nutzen können. Der Platz wird benötigt, weil das Gymnasium auf fünf Schulzüge wächst – die räumlichen Kapazitäten am Goethe-Gymnasium selbst sind aber ausgereizt. Deshalb belegt die Schule bereits vier Räume an der ehemaligen Frenzelschule.

Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das Goethe Gymnasium, wenn der Rat zustimmt, insgesamt 14 Klassenräume und bis zu zwei Verwaltungsräume dort nutzen.

Die IGA-Gesellschaft benötigt mehr Geld

Kokerei Hansa - Industriekultur und Industrienatur sind hier erlebbar.
An der Kokerei Hansa wird der Zukunftsgarten Dortmund entstehen.

2027 kommt die Internationale Gartenausstellung (IGA) ins Ruhrgebiet. Die Veranstaltung wird jedoch teurer als geplant. Der Rat muss entscheiden, ob Dortmund der Durchführungsgesellschaft mehr Geld zur Verfügung stellt. Von den insgesamt 19,7 Mio. Euro, die die IGA 2027 mehr benötigt, müsste die Stadt Dortmund 2,97 Mio. Euro übernehmen.

Bisher hat Dortmund Gesellschafterbeiträge in Höhe von knapp 9,5 Mio. Euro für die IGA 2027 veranschlagt. Grund für den Mehrbedarf sind allgemeine Kostensteigerungen sowie erwartbar höhere Gästezahlen, die mehr Aufwendungen bei der Infrastruktur nach sich ziehen.

Dortmund könnte in die Sharing Economy einsteigen

Teilen, leihen und mieten statt kaufen: Die Wirtschaftsförderung Dortmund möchte sich an dem EU-weiten Projekt ACCESS Hubs beteiligen und dadurch einen nachhaltigen Umgang mit Konsumgütern stärken. Geplant ist eine digitale Plattform für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen, die eine „Sharing Economy“, eine Ökonomie des Teilens, ermöglicht und fördert.

Denn ob Bohrmaschine, Zelt oder Stand-up-Paddle: Viele Dinge liegen die meiste Zeit ungenutzt herum. Gleichzeitig verzichten viele Menschen auf Aktivitäten, weil Anschaffung und Lagerung zu teuer sind. Neben Dortmund beteiligen sich Amsterdam, Den Haag, Gent, Béthune und Valenciennes an ACCESS Hubs.

Städtische Finanzen: Dreimonatige Haushaltssperre und weniger Altschulden

Der Rat wird über eine wichtige Maßnahme des Stadtkämmerers informiert: Dieser hat eine befristete Haushaltssperre bis Ende März verhängt und reagiert damit auf absehbare Finanzrisiken. In der Zeit der Sperre gelten die Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung. Rechtlich gebotene und notwendige Aufgaben, die keinen Aufschub dulden, erledigt die Verwaltung aber weiterhin.

Parallel bekommt die Stadt finanziell etwas mehr Spielraum: Das Land NRW übernimmt aus dem „Altschuldenentlastungsgesetz“ 469 Millionen Euro aus sogenannten Liquiditätskrediten. Eine geringere Kreditschuld bedeutet für die Kommune auch einen geringeren Zinsaufwand. Der Rat erhält den Bewilligungsbescheid des Landes zur Kenntnis.

Neuwahlen von Ausschüssen, Wiederwahl eines Beigeordneten

Portraitfoto von Christian Uhr, Beigeordneter für Personal und Organisation der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Christian Uhr, Beigeordneter für Personal und Organisation der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Wahl der Mitglieder mehrerer Ratsausschüsse beanstandet. Der Grund: Diese Ausschüsse sind nicht spiegelbildlich zum Stärkeverhältnis der Fraktionen im Rat besetzt. Daher muss der Rat diese Ausschüsse neu besetzen und dafür erneut wählen.

Außerdem steht die Wiederwahl des Beigeordneten Christian Uhr als Dezernent für Personal und Organisation an.

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
zur Nachricht Mit Querbeet Dortmund den eigenen Gemeinschaftsgarten pflanzen Mit Querbeet Dortmund den eigenen Gemeinschaftsgarten pflanzen
Mo 9. Februar 2026
Vier Menschen an einem Picknick-Tisch in einem Gemeinschaftsgarten beim TSC Eintracht.
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
zur Nachricht Stadt Dortmund ruft zur gemeinsamen Rattenbekämpfung auf Stadt Dortmund ruft zur gemeinsamen Rattenbekämpfung auf
Mo 9. Februar 2026
Die Stadtentwässerung Dortmund beim Auslegen einer Rattenköderbox an einem offenen Gully.
Bild: Stadt Dortmund
zur Nachricht Erste vorbereitende Arbeiten für die Kanalsanierung in der Straße „Neuer Graben“ beginnen Erste vorbereitende Arbeiten für die Kanalsanierung in der Straße „Neuer Graben“ beginnen
Mo 9. Februar 2026
Innenstadt-West
Parkende Autos im Kreuzviertel.
Bild: Katharina Michels
zur Nachricht „Back to the Beats" 2026: Das Juicy Beats Festival findet statt „Back to the Beats" 2026: Das Juicy Beats Festival findet statt
Fr 6. Februar 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
zur Nachricht Wegen Update: Technische Einschränkungen bei Online-Services am Dienstag Wegen Update: Technische Einschränkungen bei Online-Services am Dienstag
Fr 6. Februar 2026
Zwei Männer arbeiten an Schreibtischen am PC
zur Nachricht „Wir haben eine Arbeit zu erledigen“: Der Neujahrsempfang im Konzerthaus „Wir haben eine Arbeit zu erledigen“: Der Neujahrsempfang im Konzerthaus
Do 5. Februar 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
zur Nachricht Stadt Dortmund investiert rund 21,6 Mio. Euro in Erhalt und Instandsetzung städtischer Gebäude Stadt Dortmund investiert rund 21,6 Mio. Euro in Erhalt und Instandsetzung städtischer Gebäude
Do 5. Februar 2026
Ein Gebäude wird abgerissen.
Bild: Stadt Dortmund / Städtische Immobilienwirtschaft
zur Nachricht „Mehr Ernte kann man nicht einfahren“: Preis für Macher des PHOENIX Sees „Mehr Ernte kann man nicht einfahren“: Preis für Macher des PHOENIX Sees
Mi 4. Februar 2026
Hörde
Preisverleihung "Dortmunder Dialog"
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
zur Nachricht Pilotprojekt am Hundeweg: Stadt Dortmund testet neue Solar-Leuchten unter Realbedingungen Pilotprojekt am Hundeweg: Stadt Dortmund testet neue Solar-Leuchten unter Realbedingungen
Mi 4. Februar 2026
Hörde
Ein Fahrradfahrer fährt abends auf einem Fahrradweg.
Bild: Stadt Dortmund / Hendrik Konietzny
zur Nachricht Thermografie-Spaziergang: Wo entweicht die Wohn-Wärme? Thermografie-Spaziergang: Wo entweicht die Wohn-Wärme?
Di 3. Februar 2026
Mengede
Experten und Teilnehmer beim Thermografie-Spaziergang
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
zur Nachricht Neue Kreuz-Grundschule wird kompakt, klimafreundlich – und optisch ein Highlight Neue Kreuz-Grundschule wird kompakt, klimafreundlich – und optisch ein Highlight
Di 3. Februar 2026
Innenstadt-West
Visualisierung der künftigen Kreuz-Grundschule.
Bild: Kresings Architektur Münster GmbH / Kleusberg Verwaltungs-GmbH
zur Nachricht Japanische Popkultur: Anime-Kult-Laden hat jetzt ein Zuhause in der Dortmunder City Japanische Popkultur: Anime-Kult-Laden hat jetzt ein Zuhause in der Dortmunder City
Di 3. Februar 2026
Ladenlokal „Tokyo Heartbeats“
Bild: Stadt Dortmund / Larissa Tieling
zur Nachricht „Eng mit der Stadt verbunden“: Dortmund trauert um Rita Süssmuth „Eng mit der Stadt verbunden“: Dortmund trauert um Rita Süssmuth
Mo 2. Februar 2026
Bild: Stella von Saldern
zur Nachricht Welttag der Feuchtgebiete: Wie Dortmund seine Biotope schützt Welttag der Feuchtgebiete: Wie Dortmund seine Biotope schützt
Mo 2. Februar 2026
Naturschutzgebiet am Lanstroper See. Menschen laufen auf einem Gehweg rechts vom See.
Bild: Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann
zur Nachricht Bewerbungsphase für Berufskollegs und gymnasiale Oberstufe startet Bewerbungsphase für Berufskollegs und gymnasiale Oberstufe startet
Mo 2. Februar 2026
Auf dem Foto sieht man eine Gruppe von Frauen und Männern, die auf eine Tafel schauen.
Bild: Stadt Dortmund / Luisa Kunz