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Neue Podcast-Serie „Einfach drüber reden – Sucht verstehen“

Unter einer Suchterkrankung leiden nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihre Familien und in einer ganz besonderen Weise auch ihre Kinder. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts der Stadt Dortmund haben zur COA-Aktionswoche zu diesem Thema einen Podcast produziert.

COA steht für Children of Addicts (Kinder von Süchtigen). Die 17. COA-Aktionswoche hat schon begonnen, in diesem Jahr läuft sie vom 22. bis zum 28. Februar. Das Motto lautet: #WIRWERDENSICHTBAR.

Kinder unmittelbar von Eltern-Suchterkrankung betroffen

Bild: Stadt Dortmund
Zwei junge Menschen sprechen in ein Mikrofon.
Eine Suchterkrankung betrifft nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien und besonders deren Kinder.
Bild: Stadt Dortmund

In dieser Woche startet auch die neue Podcastreihe „Einfach drüber reden – Sucht verstehen“. In Folge 1 geht es um die „Kinder suchtkranker Eltern“: Lisa Mutschke, Fachstelle Kinder suchtkranker Eltern, und Lisa Schulz, Bereichsleitung Psychologische Beratungsdienste des Jugendamtes, sprechen über die Folgen und Belastungen, die so eine Sucht für die Kinder mit sich bringt

Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf. Kinder sind immer unmittelbar von der Suchterkrankung ihrer Eltern betroffen. Oft genug erleben sie Vernachlässigung, übernehmen zu viel Verantwortung innerhalb der Familie und manchmal sind sie auch von Gewalt betroffen. „Im Kontext von Therapie habe ich immer wieder erlebt, wie sehr Kinder, Jugendliche, aber auch erwachsene Patientinnen und Patienten durch die Sucht ihrer Eltern belastet worden sind. Manchmal dauern diese Belastungen ein Leben lang an. Kinder aus suchtbelasteten Familien tragen ein erhöhtes Risiko selbst einmal an einer Sucht zu erkranken. Diesen Kreislauf gilt es unbedingt zu durchbrechen“, sagt Psychotherapeutin und Diplom-Psychologin Lisa Schulz.

Soulsurfer: Angebot für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Das Jugendamt der Stadt Dortmund ist für diese Kinder und Jugendlichen da: Für Kinder von 8 bis 12 Jahren aus suchtbelasteten Familien gibt es ein gruppentherapeutisches Angebot:Soulsurfer“. Das Angebot die Kinder im Umgang mit belastenden Situationen unterstützen und stärken. Es bietet zudem Raum für Austausch und gemeinsame Erlebnisse. Wichtig ist hier eine altersgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht und das spielerische Erarbeiten von Kompetenzen und Strategien. Eine Zusammenarbeit mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten ist ein fester Bestandteil. So profitieren nicht zuletzt auch die Eltern oder einzelne Elternteile.

Die Teilnahme in der Soulsurfer - Kindergruppe (8-12 Jahre) ist entweder montags in der Beratungsstelle Mengede (Bodelschwingher Straße 131, 44357 Dortmund) oder mittwochs in der Beratungsstelle Hombruch (Harkortstraße 36, 44225 Dortmund) möglich. Die Gruppe trifft sich einmal pro Woche. Insgesamt finden pro Gruppe 12 Treffen statt. Uhrzeiten werden bei der Anmeldung mitgeteilt.

Auch für Jugendliche wird ein Angebot geschaffen: Für die Soulsurfer-Jugendgruppe (ab ca. 14 Jahren) müssen sich die Jugendlichen per E-Mail oder telefonisch anmelden. In etwa so, mehr ist nicht nötig: „Ich habe Interesse an der Soulsurfer-Gruppe, diesem Angebot für Jugendliche, und möchte gerne zu einem ersten Gespräch kommen.“ Nach Eingang der Anfrage meldet sich das Jugendamt mit Terminvorschlägen für ein erstes Kennenlerngespräch. Anmeldung und Fragen an: E-Mail: soulsurfer@stadtdo.de , Telefon: 0231 50-11990 .

Zum Thema

Weitere Informationen zu dem Gruppenangebot Soulsurfer unter Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien . Hier gibt es die erste Folge des Podcast zum Reinhören: dortmund.de/podcast-suchtverstehen

Schlagwörter

Kinder, Jugendliche & Familie

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