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Dortmund-Hörde: Letzter Akt für die Bach-Renaturierung

Der Umbau des Emscher-Systems hat in den vergangenen Jahren das Gesicht des Dortmunder Stadtteils Hörde maßgeblich verändert. Die Offenlegung und Renaturierung der Emscher, der Bau des PHOENIX Sees und die Gestaltung des Hörder Bachs als Stadtgewässer Burg resultierten aus dem Generationenprojekt der Emschergenossenschaft. Gemeinsam mit der Stadt Dortmund wird in diesem Jahr nun der finale Akt der blaugrünen Bachrenaturierung umgesetzt.

Personengruppe am Hörder Bach
Bewusst halten die Beteiligten den Plan auf dem Kopf, denn der auf der Karte kurze grün markierte Abschnitt markiert den Marksbach - dieser ist entsprechend auch im Hintergrund zu sehen. Das längere Gewässer, der Hörder Bach, befindet sich dagegen im Rücken der Fotografin. Auf dem Foto zu sehen sind (v.l.): Mario Niggemann, Dr. Christian Falk (beide Stadtentwässerung Dortmund), Alexander Kalouti (Dortmunds Oberbürgermeister), Prof. Dr. Uli Paetzel, Prof. Dr. Frank Obenaus, Ines Budach und Leon Speith (alle Emschergenossenschaft).

Bis Ende 2026 werden auch der noch nicht revitalisierte Abschnitt des Hörder Bachs sowie ein zirka 90 Meter langer Bereich des städtischen Marksbachs naturnah umgebaut. Den offiziellen Startschuss dafür gab die Emschergenossenschaft am Freitag, 13. Februar, gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

Hier wird renaturiert

Bislang noch nicht renaturiert ist der Oberlauf des Hörder Bachs südlich des Dreiecks Benninghofer Straße und Am Oelpfad. Hier ist das Gewässer zwar sauber, jedoch immer noch technisch überformt und in seinem aus Betonsohlschalen bestehenden Korsett gefangen. Als letzten Akt des Emscher-Umbaus in Dortmund-Hörde wird die Emschergenossenschaft nun auch diesen finalen Abschnitt des Hörder Bachs renaturieren.

Kosten & Förderung

In die Gesamtmaßnahme, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, werden rund 850.000 Euro investiert. 70 Prozent der Kosten trägt die Emschergenossenschaft, 30 Prozent übernimmt die Stadt Dortmund. Im Rahmen der Förderrichtlinie „Hochwasserrisikomanagement und Wasserrahmenrichtlinie“ durch das Land Nordrhein-Westfalen erhält die Emschergenossenschaft für ihren Anteil eine 70-prozentige Förderung, die Stadt Dortmund erhält 80 Prozent Förderung.

OB Alexander Kalouti
Alexander Kalouti
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Der Emscher-Umbau hat das Gesicht von Dortmund-Hörde maßgeblich zum Positiven verändert. Wir freuen uns, dass nun auch der Oberlauf des Hörder Bachs renaturiert wird. Da es sich räumlich und logistisch anbietet wird die Emschergenossenschaft auch den städtischen Abschnitt des Gewässers sowie den Mündungsbereich des Marksbachs mitumgestalten.

Knapp 600 Meter Gewässerstrecke werden renaturiert

„Insgesamt werden bis Ende des Jahres rund 600 Meter Gewässerstrecke umgestaltet werden“, sagt Prof. Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft. Die Arbeiten umfassen einerseits den 330 Meter langen Abschnitt des Hörder Bachs, der zur Emschergenossenschaft gehört. Dieser Abschnitt reicht von der Kleingartenanlage im Dreieck Benninghofer Straße und Am Oelpfad bis zur Einmündung des Marksbachs in den Hörder Bach.

Darüber hinaus werden auch der rund 170 Meter lange städtische Abschnitt des Hörder Bachs oberhalb der Einmündung des Nebenlaufes sowie zirka 90 Meter des städtischen Marksbachs selbst bis zum Durchlass unter der Straße An der Goymark revitalisiert.

Renaturierung in Hörde

Insgesamt 139 Millionen Euro hat die Emschergenossenschaft bisher im Rahmen des Emscher-Umbaus in wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Dortmund-Hörde investiert – im gesamten Dortmunder Stadtgebiet waren es zirka 865 Millionen Euro. 45 Millionen Euro haben die neuen unterirdischen Abwasserkanäle in Dortmund-Hörde gekostet, die die Abwasserfreiheit in den Gewässern erst ermöglicht haben.

30 Millionen Euro wurden in die Offenlegung der Emscher im Bereich des Phoenix Sees eingebracht, 20 Millionen Euro in die Renaturierung der Emscher im fünf Kilometer langen Verbindungsraum zwischen dem Phoenix See und dem Westfalenpark. Neun Millionen Euro hat die Emschergenossenschaft in die Offenlegung des Hörder Bachs im Bereich des Phoenix Sees und der Hörder Burg sowie in die Gestaltung des Gewässertroges investiert. Der nun beginnende Schlussakt des Emscher-Umbaus in Dortmund-Hörde dient der ökologischen Vernetzung des Hörder Bachs mit dem wertvollen Naturraum der Emscher – es ist das letzte Puzzleteil im blaugrünen Gewässersystem.

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