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Spitze in NRW: Dortmund hat jetzt 10.000 PV-Anlagen an der Sonne

Gute Nachrichten für das Klima in Dortmund: Die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ), eine hundertprozentige Tochter von DEW21, hat in einem privaten Haushalt Dortmunds die 10.000. Photovoltaik-Anlage ans Netz angeschlossen.

Am 1. April 2025 haben Dr. Jens Kanacher, Geschäftsführer von DONETZ, und Dortmunds Umweltdezernent Stefan Szuggat, den neuen Erfolg gemeinsam mit dem Eigentümer der Anlage, Christian Sack in Lütgendortmund, gefeiert. Die Anlage von Christian Sack entspricht mit 15 Modulen und insgesamt 6,75 kWp der Durchschnittsgröße für Anlagen auf privaten Hausdächern.

Bild: DONETZ
Vier Männer stehen im Garten, vor ihnen sind zwei Photovoltaik-Elemente.
PV-Anlagen-Besitzer Christian Sack, DONETZ Geschäftsführer Dr. Jens Kanacher, Stefan Szuggat (Umweltdezernent Stadt Dortmund), Ilias Matziarakis (Elektrotechnikermeister).
Bild: DONETZ

„Mit der Energiewende investieren wir in die Zukunft unserer Stadt, wir machen sie nachhaltig lebenswert. Als Netzbetreiber freuen wir uns sehr, gemeinsam mit der Stadt Dortmund einen neuen Meilenstein auf dem Weg zum klimaneutralen Dortmund zu erreichen. Unsere gewaltige Herausforderung in den kommenden Jahren ist der Umbau der Netze, denn sie sind das Rückgrat der Energiewende. Damit das gelingt, werden wir massiv investieren und setzen unsere gesammelte Kraft dafür ein“, sagt Dr. Jens Kanacher, Geschäftsführer von DONETZ. Dabei freut er sich über die positive Entwicklung und rechnet vor: „Seit dem Jahr 2020 hat sich die Anzahl der jährlichen PV-Neuanlagen vervierfacht.“

Zukunftsprogramm für ein klimaneutrales Dortmund

Die Entwicklung soll auch in Zukunft steil bergauf gehen, betont Umweltdezernent Stefan Szuggat: „Unser Ziel ist, die Bürger*innen für ein klimaneutrales Dortmund zu begeistern und sie mit attraktiven Fördermöglichkeiten beim Umstieg zu unterstützen.“

Aktuell fördert das Umweltamt Photovoltaikanlagen auf Vereinsgebäuden. Von ursprünglich 450.000 Euro sind noch 185.000 Euro im Topf. Bisher wurden über 30 Projekte mit einem Gesamtumfang von rund 265.000 Euro, gefördert. Ein Förderprogramm für Privathaushalte (Ein- und Zweifamilienhäuser) wird in diesem Jahr an den Start gehen, eine Pauschalförderung von 1.000 Euro kann hierbei gesichert werden, wenn die Gegebenheiten zur Förderrichtlinie passen.

Dass die Dortmunder*innen großes Interesse am Sonnenstrom haben, hat sich durch das stark nachgefragte Steckersolar-Programm gezeigt. In kürzester Zeit wurden mehr als 1.000 Anträge gestellt. So ist das Programm derzeit ausgeschöpft, soll aber noch in diesem Jahr in einer vereinfachten Form neu aufgelegt werden. Die bisherige Bilanz kann sich jedenfalls sehen lassen. Mit einer Gesamtleistung von rund 158 Megawatt erzeugen die 10.000 Dortmunder Anlagen auf den Dächern privater Haushalte, Unternehmen und kommunalen Einrichtungen in einem durchschnittlichen Sonnenjahr rund 158 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht umgerechnet der Versorgung von ca. 37.600 Vier-Personen-Haushalten.

Stefan Szuggat, Dezernent Umwelt, Planen und Wohnen
Stefan Szuggat
Dezernent Umwelt, Planen und Wohnen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Mit dem ‚Handlungsprogramm Klima Luft 2030‘ treiben wir die Entwicklung weiter voran, um das große Potenzial auf den Dortmunder Dächern zu nutzen.

Wachsende Bedeutung der Solarenergie in der Wirtschaft

Auch in der Wirtschaft Dortmunds spielt das Thema Photovoltaik eine immer größere Rolle: Auf den Dächern des Tridelta Campus in Aplerbeck entstand z.B. eine der größten Photovoltaik-Anlagen Dortmunds. Ikea nutzt eine große Freiflächenanlage für den Eigenbedarf, ebenso wie das Leibniz Institut für Analytische Wissenschaft ISAS über eine Dachanlage.

Das Unternehmen KIS Antriebstechnik auf PHOENIX West strebt Energieautarkie an. Am Firmensitz in Dortmund-Hörde wird durch die Erweiterung von PV-Anlagen, Installation von Wärmepumpen und den Ausbau der Speicherkapazität über ein Redox-Flow-Speicher „made in Dortmund“ erreicht, dass bis 2027 überwiegend durch eigene Energieversorgung gewirtschaftet wird, und langfristig eine Klimaneutralität bilanziert werden kann.

Wie sich Sonnenenergie vom eigenen Fabrikdach effizient vor Ort nutzen lässt, zeigt der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo. Im H2POWERPLANT erzeugt die firmeneigene Photovoltaikanlage mehr Strom als der Hauptsitz des Konzerns benötigt. Überschüssige Energie wird als grüner Wasserstoff gespeichert.

Dortmund in NRW unter den Spitzenreitern

Durch den kommunalen Schulterschluss für den erneuerbaren Ausbau ist Dortmund auch landesweit vorbildhaft. Mit den 10.000 Anlagen auf Dächern von Unternehmen, Gewerbetreibenden und Privatleuten befindet sich Dortmund in der NRW-Spitzengruppe, zeigt das Markstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Im Städtevergleich belegt Dortmund beim PV-Zuwachs neben Köln und Lippstadt NRW-weit einen Platz auf dem Siegertreppchen. Ein guter Grund, auf die eigene Stadt stolz zu sein, freuen sich die Beteiligten. Das Potenzial für noch mehr PV-Anlagen in Dortmund sei weiterhin groß.

Zum Thema

Mit Hilfe des Dortmunder Solarkatasters können sich Bürger*innen über ihr eigenes PV-Potenzial informieren und hierzu beraten lassen.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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