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Cityentwicklung

Gestaltung am Nordeingang des Hauptbahnhofs könnte günstiger werden

Das nördliche Entrée zum Hauptbahnhof bekommt ein völlig neues Gesicht. Geplant ist unter anderem ein „Grünes U“ als neuer Park entlang der Gleise. Nun liegen konkrete Vorschläge vor, die die Umsetzung günstiger machen.

Das „Grüne U“ soll Keuningpark und Blücherpark über eine imposante Landschaftsrampe miteinander verbinden. Die U-förmige Spange führt über den nördlichen Bahnhofsvorplatz inklusive integrierter Bahnhofshalle und Fahrradparkhaus und über die ehemaligen Bahnflächen auf dem Bahndamm. Der Park ist das zentrale Element des städtebaulichen Großprojektes „Nördliches Bahnhofsumfeld“. Die Idee hatte 2017 das Büro „raumwerk“ geliefert und damit den Wettbewerb gewonnen.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die Nordseite des Hauptbahnhofes in Dortmund. Eine Straße im Vordergrund.
Die Nordseite des Hauptbahnhofes soll umgestaltet werden.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Unterhalb des Parks sollte eine unterirdische Mobilitätsdrehscheibe mit Fern- und Nahbus-Stationen sowie Parkgaragen auf mehreren Etagen entstehen. Um zu überprüfen, ob die Pläne realisierbar sind und wie die Rahmenbedingungen optimiert werden können, hatte der Rat der Stadt im September 2022 der Gründung einer Projektgesellschaft zugestimmt. Im Mai werden dem Rat die ersten Ergebnisse vorgelegt und er wird über den aktuellen Richtungsvorschlag entscheiden.

Baukosten bremsen unterirdische Busstation und Parkhaus aus

In ihrem ersten Bericht legt die Projektgesellschaft nun einen 10-Punkte-Plan vor, mit dem sie die Prämissen für die Fortschreibung der Rahmenplanung neu setzt. Anders als im siegreichen Entwurf sollen Fernbusbahnhof und Tiefgarage nun nicht mehr unterirdisch in den Bahndamm integriert werden. Grund dafür sind die erwartbar enormen Kosten. Eine wirtschaftliche Flächenentwicklung wäre kaum möglich und eine große Belastung für den städtischen Haushalt. Auch die Stützmauer zu den Gleisen soll aus diesem Grund möglichst unangetastet bleiben.

Busverkehre neu organisiert auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz

Deshalb sollen die Busse für den Nah- und Fernverkehr zunächst auf dem nördlichen Vorplatz konzentriert werden. Die Projektgesellschaft schlägt vor, die Busverkehre platzsparend an der Steinstraße zusammenzulegen und damit das derzeitige Provisorium abzulösen. Auf diese Weise könnte zwischen dem kombinierten Busbahnhof, der geplanten Landschaftsrampe auf dem Bahndamm und der südlich an den Vorplatz angrenzenden geplanten Bahnhofshalle ein baulich gut eingefasster und städtebaulich ansprechender Vorplatz entstehen.

Die Neugestaltung des nördlichen Bahnhofsvorplatzes einschließlich der Bahnhofshalle könnte zeitlich vorgezogen werden, so der Vorschlag. Denn diese Variante ist unabhängig von anderen Eigentümer*innen und kann in einem überschaubareren Zeitraum geplant und umgesetzt werden. Weiter geprüft werden soll die Machbarkeit einer Quartiersgarage. Dazu stehen noch Gespräche mit Grundstückseigentümer*innen an.

Absichtserklärung macht DB-Hochhaus wahrscheinlicher

Das auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz geplante Hochhaus soll weiterhin mit der Deutschen Bahn als Partnerin geplant werden. Hierzu haben Stadt Dortmund und Bahn im Dezember 2023 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Dazu gehört auch die Absprache, dass die Bahn ihre eingesparten Mittel für den Umbau des Hauptbahnhofes nun für die städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stellt. Die Bahn hatte Geld gespart, weil sie die eigenen Pläne, den nördlichen Bahnhofseingang zur „Nordmall“ umzubauen, angesichts der raumwerk-Pläne fallen ließ. Zudem erklären beide Seiten ihre Absicht, Grundstücke für den Park auf dem Bahndamm und das Hochhaus gegenseitig bereitzustellen.

Wesentlicher Bestandteil der Rahmenplanung bleiben die Wohnbebauung, die gewerbliche Entwicklung sowie die Integration einer Schule und einer Kita.

Wie geht es weiter?

Die Planungen sind so komplex, dass für die sogenannten „Vorbereitenden Untersuchungen“, die das Baugesetzbuch vorschreibt, auch nach zwei Ausschreibungen kein Auftrag vergeben werden konnte. Deshalb wird der Rat der Stadt nun gebeten, neben der inhaltlichen Ausrichtung auch der Verlängerung der Untersuchungsphase bis Ende 2025 zuzustimmen.

Der Rahmenplan wird mit den geänderten Planungsansätzen fortgesetzt und soll im ersten Quartal 2025 fortgeschrieben werden. Vorab wird im vierten Quartal 2024 erneut die Öffentlichkeit beteiligt. Parallel zum Rahmenplanprozess sollen bald die Vorbereitenden Untersuchungen starten. Außerdem erarbeitet die Verwaltung 2025 das sogenannte Integrierte Handlungskonzept (InHK) Dortmund Nordstadt – Nördliches Hauptbahnhofumfeld. Dieses ist die Grundlage, um Fördermittel einzuwerben.

Bis Mai 2025 sollen die Erlöse und Kosten eingeschätzt und auch die Fördermöglichkeiten und Vermarktungsperspektiven ermittelt werden.

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Mobilität & Verkehr Wohnen Planen & Bauen Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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