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Lecker an der Emscher: „Naschort“ startet in die Frühlings-Saison

Ein „Naschort“ an der Emscher? Zumindest für die Ohren älterer Dortmunder*innen hört sich das noch immer paradox an. Doch seitdem die Emscher in Dortmund vor 15 Jahren vollständig vom Abwasser befreit und in weiten Teilen bereits renaturiert wurde, ist die Uferzone der einstigen „Köttelbecke“ eine idyllische blaugrüne Erlebniszone – „Naschort“ inklusive.

Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Frau an Hochbeet.
Barbara Joswig vom „Ernährungsrat Dortmund und Region e.V. schwärmt von „Naschorten“ als Pausenstationen.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister

Das neue Emscher-Erlebnis in Dortmund ist um einen „Naschort“ reicher, der jetzt in die Gartensaison startet. Barbara Joswig vom Ernährungsrat Dortmund und Region e.V. erklärt: „,Naschorte‘“ sind Pausenstationen an den verschiedenen Radwegen des Ruhrgebiets. Dort findet man essbare Kräuter, wilde Kräuter, wildes Gemüse, essbare Blüten, Gartenpflanzen und Beeren. Sie gliedern sich ein in das sogenannte ‚Schlaraffenband Ruhrgebiet‘“.

Grüne Oase für alle an der Rheinischen Straße

Der neue „Naschort“ entstand im Unionviertel auf Höhe der Rheinischen Straße 146. An dieser Stelle betreibt die EWEDO GmbH, die in Kooperation mit dem Jobcenter Dortmund Arbeitsgelegenheiten anbietet, seit 2016 einen Projektgarten. Auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grüngelände, das sich je zur Hälfte in Besitz der Stadt Dortmund und der Emschergenossenschaft befindet, wachsen in Hochbeeten rund 40 essbare Pflanzen: zum Beispiel Steckzwiebeln, Kartoffeln, Erdbeeren, Feldsalat und Minze.

Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Projektgarten-Fläche an der Rheinischen Straße
Der neue „Naschort“ entstand im Unionviertel auf Höhe der Rheinischen Straße 146.
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister

Ein besonderer Ort und eine grüne Oase an der Rheinischen Straße

Ebenfalls besonders ist der breite Kreis der Beteiligten: Vom Jobcenter Dortmund über Kitas der Umgebung bis zu Imker*innen des Westfalenkollegs sorgen viele Akteur*innen gemeinschaftlich dafür, dass der Projektgarten ein belebter Ort der Gemeinschaft bleibt. Und das alles in unmittelbarer Nähe zur renaturierten Emscher, die vor 40 Jahren noch als der dreckigste Fluss Europas galt.

Ein Genuss-Ort – weitere sollen folgen

Barbara Joswig freut sich: „Jetzt lädt dieser Ort zum Genuss ein. Zugleich ist es ein Pionierprojekt in Sachen Umweltschutz, Ressourcenschonung und Biodiversität.“

Der „Naschort“ an der Rheinischen Straße ist bereits der dritte im Revier. Zuvor blühte das Projekt schon auf der Neuen Insel in Essen und bei „Is(s) Hombruch“ in der Nähe des Hombrucher Marktplatzes. Der nächste soll im Zukunftsgarten in Huckarde entstehen. Bis zur IGA 2027 sollen weitere folgen, denn die Nasch- und Pausenstationen sind Teil des großen Gesamtprojektes.

Ein Projekt – viele Partner

Der „Naschort“ im Unionviertel etnstand im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ zwischen der Emschergenossenschaft und dem NRW-Städtebauministerium. Maßgeblich initiiert und unterstützt wurde die Realisierung des Naschortes durch das Schlaraffenband Ruhr – einem Zusammenschluss der Ernährungsräte aus den Städten Dortmund, Essen und Bochum.

Der „Naschort“ befindet sich an der Rheinischen Straße (Höhe Hausnummer 246) in Dortmund und ist montags bis freitags von 8.30 bis 13.30 Uhr geöffnet.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz IGA 2027

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