Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Nachhaltige Mobilität

Mehr Carsharing-Plätze für Dortmund: Stadt weitet Angebot aus

In Dortmund entstehen bald weitere Stellplätze für Carsharing. Seit 2021 fördert die Stadt das gemeinsame Nutzen von Fahrzeugen und hat bereits an zwölf Standorten je zwei Parkplätze speziell für Carsharing eingerichtet. Nun soll das Angebot deutlich ausgebaut werden.

Carsharing funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Anstatt ein Auto zu besitzen, teilen sich Nutzer*innen ein Fahrzeug, das von einem Carsharing-Anbieter bereitgestellt wird. Um die Nutzung weiter zu verbessern, sollen die Stellplätze künftig exklusiv an bestimmte Anbieter vergeben werden. Dazu müssen sich die Unternehmen auf Standorte bewerben.

Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler
Die Stadt erweitert das Angebot, um den öffentlichen Raum effizienter zu nutzen und nachhaltige Mobilität zu fördern.
Die Stadt erweitert das Angebot, um den öffentlichen Raum effizienter zu nutzen und nachhaltige Mobilität zu fördern.
Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler

Carsharing-Potenzial in der ganzen Stadt

Um zu bestimmen, wo sich Carsharing besonders lohnt, hat die Stadt Dortmund das gesamte Stadtgebiet analysiert. Die Mobilitätsplaner*innen teilten die Stadt in gleich große Rasterzellen (500 m x 500 m) ein und bewerteten sie nach Kriterien wie öffentlicher Nahverkehr, Einwohnerdichte, Motorisierungsgrad und bestehende Carsharing-Standorte.

Das Ergebnis: Von insgesamt 1241 Zellen wurden 188 mit besonders hohem Potenzial identifiziert. Diese verteilen sich sowohl auf die Innenstadt als auch auf die Stadtteile. Eine interaktive Karte mit den Standorten soll bis zur Bewerbungsphase der Anbieter verfügbar sein. Besonders attraktiv sind Standorte in der Nähe von Bus- und Bahnstationen, da sie den Umstieg zwischen öffentlichem Nahverkehr und Carsharing erleichtern.

Carsharing auch in den Außenbezirken

Die neuen Stellplätze werden den Carsharing-Anbietern für vier Jahre zur Verfügung gestellt. Um ein Überangebot zu vermeiden, können maximal acht Stellplätze pro Rasterzelle vergeben werden. Damit sich das Angebot nicht nur auf die Innenstadt konzentriert, müssen sich Anbieter immer gleichzeitig auf eine Innenstadt-Zelle und eine Zelle in einem Außenbezirk bewerben.

Beispielsweise könnte ein Unternehmen vier Stellplätze in der Innenstadt-Zelle 709 und zwei Stellplätze in der Außenzelle 543 beantragen. Eine feste Quote für Innen- und Außenstadt gibt es dabei nicht.

Zeitplan und Umsetzung

Nach dem Ratsbeschluss am 22. Mai 2025 soll das Konzept ausgeschrieben werden. Die Bewerbungs- und Vergabephase wird etwa drei Monate dauern. Dabei könnten noch Abstimmungen mit der Straßenverkehrsbehörde sowie Verhandlungsverfahren stattfinden, falls mehrere Anbieter denselben Stellplatz beanspruchen. Die ersten neuen Carsharing-Stellplätze könnten dann im ersten Quartal 2026 zur Verfügung stehen.

Zukunft: Elektro-Carsharing und Ladeinfrastruktur

Langfristig soll auch die Elektrifizierung der Carsharing-Flotten gefördert werden. Derzeit sind bundesweit nur rund 5 Prozent der stationsbasierten Carsharing-Fahrzeuge vollelektrisch. Um diesen Anteil zu erhöhen, braucht es eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur an den Stellplätzen.

Da sich Ladesäulen erst ab vier Ladevorgängen pro Tag wirtschaftlich rentieren, wäre eine Kombination mit Carsharing-Plätzen schwierig. Die Stadt will deshalb eine Strategie entwickeln, die auf neue Förderprogramme setzt und einen Mindestanteil an batterieelektrischen Fahrzeugen vorschreibt. Parallel arbeitet sie an einem Konzept für eine flächendeckende, nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Dortmund berät ÖPNV-Strategie bis 2035
Di 21. April 2026
Foto einer hellen Halle mit einer strahlend blauen Trennwand aus Glas und roten Linien.
Bild: Benito Barajas
Delegation fliegt an die Themse: Dortmund stärkt den Draht nach London
Di 21. April 2026
Die deutsche Botschafterin Susanne Baumann begrüßt die Gäste aus Dortmund.
Bild: German Business Hub
Wie sicher fühlen Sie sich in Dortmund?
Mo 20. April 2026
Zwei Menschen vom Ordnungsamt helfen einem Bürger.
150 Jahre Ostfriedhof: Fest-Tag für Geschichts- und Naturfans
Mo 20. April 2026
Berühmtheiten der Stadt sind auf dem parkähnlich angelegten Ostfriedhof beigesetzt.
Bild: Stadt Dortmund
INTERMODELLBAU: Die weltgrößte Messe für die kleine Welt
Do 16. April 2026
Messebesucher in den Westfalenhallen
Sanierung der Märkischen Straße geht in die letzte Runde
Do 16. April 2026
Zwei Bauarbeiter auf einer Straße
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister
Starker Standort: Dortmunds Immobilienmarkt bleibt stabil
Mi 15. April 2026
Gebäude der Continentale Versicherung
Bild: Continentale Versicherung
DORTBUNT feiert vom 8. bis 10. Mai Vielfalt und Kultur
Di 14. April 2026
Portrait von Felix Jaehn - mit dem linken Arm stößt er sich von einer Wand ab.
Bild: Victor Schanz
Anmietungs-Fonds bringt das „Weingrün“ in die City
Mo 13. April 2026
Anmietungs-Fonds bringt das „Weingrün“ in die City.
Bild: Stadt Dortmund / Jan Heinze
Am „Tag der Städtebauförderung“ der Stadterneuerung über die Schulter schauen
Mo 13. April 2026
Ein Mann in Warnkleidung steht im Wald und zeigt auf einem Baum, eine Frau steht rechts daneben.
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
Bundesweite „Deutschland-App“: Dortmund wird Pilotkommune
Mo 13. April 2026
Eine Hand verbindet virtuelle Symbole
Bild: Adobe Stock / vegefox.com
„Bunt – Stark – Zusammen“: Stadt ruft zu Dortmunds größtem Mitmach-Fest auf - Dortmund gemeinsam!
Fr 10. April 2026
Männliche Person hat den Arm um den Moderator gelegt. Beide lachen.
Bild: Grubenglück GmbH
Schlemmen, Schlendern, Stadionrasen: Anstoß für den ersten „Schwarzgelben Wochenmarkt“ im SIGNAL IDUNA PARK
Fr 10. April 2026
Der Signal-Iduna-Park aus der Vogelperspektive.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
STADTRADELN 2026: Jetzt anmelden und ab dem 3. Mai mitradeln
Fr 10. April 2026
Mehrere Personen fahren mit Fahrrädern eine Trasse entlang.
Bild: Stadt Dortmund/Stephan Schütze
Schlussspurt eingeläutet: Rücksendungen für Olympia-Abstimmung in Dortmund nehmen Fahrt auf
Fr 10. April 2026
Norbert Dahmen und vier weitere Männer zeigen die bereits erhaltenen Briefunterlagen.
Bild: Jan Heinze