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Sauberkeit & Entsorgung

Mehr Personal & erfolgreiche Bilanz: Müll-Ermittler im Dauereinsatz

Mehr Einsätze, mehr Kontrollen, mehr Wirkung: Der Ermittlungsdienst Abfall (EDA) zieht eine erfolgreiche Bilanz für 2025 – und rüstet personell weiter auf.

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Mehr Mülldetektive für Dortmund im Einsatz

6.150 Einsätze – 2.450 Beratungsgespräche – 590 Bußgeldbescheide in Höhe von 130.000 Euro. Auf diese gerundeten Zahlen kommt der Bericht des Ermittlungsdienstes Abfall (EDA) für das Jahr 2025.

Dabei hat sich der Ermittlungsdienst Abfall (EDA) 2025 insbesondere um die „Hotspots“ gekümmert, um die Bereiche im öffentlichen Raum, an denen immer wieder neuer Müll abgelagert wird. Grundsätzlich sind das Baumscheiben, also die Beete mit einem Straßenbaum, und Depotcontainerstandorte, die Sammelstellen, an denen Altglas und Papiercontainer stehen.

Müll-Hotspots

Bei den Baumbeeten fielen vor allem die Haydnstraße und die Herderstraße (beide Innenstadt-Nord) auf. Bei Depotcontainerstandorte waren die Standorte an der Uhlandstraße (Innenstadt-Nord), an der Gildenstraße (Hörde) sowie an der Hangeneystraße (Marten) im Fokus. Dort landeten vor allem Haus- und Sperrmüll sowie umweltgefährdende Substanzen wie Altöl, Asbest, Batterien und ähnliches. Die Freiflächen rund um die Container halten manche leider für eine Einladung, Abfall aller Art dort unerlaubt zu entsorgen.

Stefan Szuggat
Stefan Szuggat
Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Das Ermittlungsteam, mittlerweile ergänzt durch eine mobile Streife, ist bis in die Nacht unterwegs, um diejenigen zu erwischen, die ihre Dinge illegal entsorgen wollen. Die Wiederholungsrate bei den festgestellten Verursachern liegt bei ungefähr zwei Prozent. Das lässt darauf schließen, dass unser Vorgehen Wirkung erzeugt.

EDG will zwei neue Stellen schaffen

Bild: Stadt Dortmund / Klaus Körmann
Eine Frau, welche den Männern beim Müll aufsammeln zusieht
Das Team des Ermittlungsdienstes Abfall soll bald Verstärkung bekommen.
Bild: Stadt Dortmund / Klaus Körmann

Das Team des Ermittlungsdienstes Abfall umfasst aktuell 17 Planstellen, davon fünf bei der EDG und zwölf Stellen beim Ordnungsamt. Für das Wirtschaftsjahr 2026 hat die Geschäftsführung der EDG zudem eine Aufstockung um zwei weitere Planstellen beschlossen. Seit Januar sind drei der städtischen Stellen vakant; die Nachbesetzung läuft.

Die Mitarbeitenden des EDA leiten ihre Meldungen und Anzeigen an die Untere Abfallwirtschaftsbehörde (UAWB) im Umweltamt weiter. Von dort werden Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie Kostenersatzsatzverfahren eingeleitet. Dieses Team umfasst 3,5 Stellen – zu wenige angesichts steigender Fallzahlen. Um alle Fälle von illegalen Abfallablagerungen zeitnah und damit wirkungsvoller ahnden zu können, empfiehlt der Bericht eine Stärkung des Personals in der UAWB und bei der Bußgeldstelle des Rechtsamtes, die die Fälle am Ende übernimmt.

Straßenreinigung hilft bei der Erfassung und Entsorgung

Einsatzorte des Ermittlungsdienstes Abfall 2025
Schwerpunkte in der Nordstadt: Einsatzorte des Ermittlungsdienstes Abfall 2025

Seit August 2025 werden unerlaubte Abfallablagerungen im öffentlichen Raum von den Teams systemisch erfasst. Ziel ist eine möglichst vollständige und lückenlose Dokumentation und Auswertung im Stadtgebiet. Eine Übersichtskarte mit der Auswertung der ersten beiden Einsatzmonate zeigt die Verteilung und macht die Hotspots auf einen Blick erkennbar. Der EDG helfen diese Daten auch bei der Planung ihrer Einsätze. Aus der mobilen Erfassung hat sich inzwischen ein volldigitaler Prozess entwickelt, der ein schnelleres und effizientes Abräumen des Abfalls ermöglicht.

Mehr Akzeptanz für den EDA in der Bevölkerung spürbar

Der EDA wird in Dortmund immer bekannter und gut angenommen. Ablesbar ist das zum Beispiel daran, dass immer mehr unerlaubte Abfallablagerungen gemeldet werden. Allein über die Dreckpetze-App, die in die EDG Abfall App integriert wurde, sind im Jahr 2025 rund 11.450 Meldungen eingegangen.

Mit den Beschwerden steigt die Erwartung, dass der Müll zeitnah entfernt wird – und dass die Täterinnen und Täter durch Verwarn-/Bußgelder sanktioniert werden. Müllablagerungen werden nicht als Lappalie empfunden. Die Menschen übernehmen Verantwortung für das eigene Quartier sowie für Wälder und Grünflächen oder vermüllte Standorte der Depotcontainer.

Schlagwörter

Sauberkeit & Entsorgung Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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