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Modellprojekt „Muttersprachliche Unterstützung bei Gesprächen zwischen Fachkräften“ ist in Hörde gestartet

Hörde

Um Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund im Bildungssystem zu unterstützen, startet ein Modellprojekt in Hörde. Es soll eine Brücke sein zwischen Eltern und Fachkräften und Informationsaustausch in verschiedenen Sprachen ermöglichen.

Bereits im Januar startete das Modellprojekt „Muttersprachliche Unterstützung bei Gesprächen zwischen Fachkräften“ (MUF), das von fünf muttersprachlichen Studierenden des Fachbereichs Bachelor of Arts – Soziale Arbeit unterstützt wird. Das Ziel des Projekts: Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund in den Bereichen Bildungsförderung, Kultur und Partizipation unterstützen.

Hilfe im Bildungssystem

Genauer zielt das Projekt darauf ab, die Bildungsförderung von Kindern mit Migrationshintergrund zu verbessern. Wegen fehlender Sprachkenntnisse gestaltet sich der Informationsaustausch zwischen Fachkräften des Bildungssystems und neuzugewanderten Eltern oft schwierig, wodurch die Kinder häufig auf sich allein gestellt sind. Das MUF-Projekt bietet eine Lösung, indem es trotz Sprachbarrieren den Informationsaustausch zwischen Eltern und Fachkräften ermöglicht.

Wöchentliche Gespräche in mehreren Sprachen

Die Studierenden stehen wöchentlich sowohl für die Mitarbeitenden des Bildungssystems als auch für die Eltern mit Migrations- und Fluchthintergrund in Kitas, Grundschulen und Beratungsstellen bereit. Dabei können die Gespräche in Arabisch, Farsi, Französisch, Kurmandschi, Russisch und Ukrainisch geführt werden.

Brückenfunktion für den Austausch

Das Besondere an diesem Projekt ist die sozialpädagogische Seite: Die Studierenden bringen sowohl ein professionelles Verständnis von Migration und sozialer Arbeit als auch ein Verständnis der Lebenswelt der Eltern mit. Die Einrichtungen können sich auf die Fachlichkeit, Allparteilichkeit, Neutralität und Professionalität dieser Sprachmittler*innen verlassen.

Netzwerk sorgt für professionelle Unterstützung

Das MUF-Projekt ist eine Idee aus dem Netzwerk INFamilie in Hörde und verschiedenen Netzwerkakteur*innen. Es wird getragen und organisiert vom AWO-Familienzentrum „Am Bruchheck“, dem Kindercampus, dem Familienbüro und den Grundschulen in Hörde, sowie einer Kooperation mit der AWO-Unterbezirk Dortmund.

Für weitere Informationen steht Eileen Hofmann vom Familienbüro Hörde / Präventionsfachstelle des Jugendamtes unter Tel.: 50-2 98 67 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Schlagwörter

Kinder, Jugendliche & Familie Internationales Inklusion & Menschen mit Behinderung Integration

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