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Ausstellung und Ausleihe

Richtungsweisende Dortmunder Kunst ist im SUPERRAUM zu sehen

Das Kulturbüro Dortmund präsentiert die im Jahr 2025 von der Stadt angekauften Werke Dortmunder Kunstschaffender. Die Ausstellung „Ein Blick In Dortmunder Kunst“ zeigt die hohe Qualität und Kreativität der Dortmunder Kunstszene im SUPERRAUM an der Brückstraße.

Der SUPERRAUM an der Brückstraße 64 zeigt sich wieder als vielfältige, richtungsweisende Großstadtgalerie: Zu sehen sind 19 zum Teil großformatige Werke von 16 Dortmunder Kunstschaffenden – Fotografien, Malerei, Grafik, Medienkunst. Sie zeichnen ein aktuelles Bild der lokalen Szene und zeigen, was die Stadt Dortmund im Herbst 2025 angekauft hat, um die Dortmunder Kunstschaffenden zu unterstützen und ihre Werke zugleich für alle zugänglich zu machen. Denn über Kunst Aus(leihe) Dortmund sind die Werke fürs eigene zu Hause ausleihbar.

Kunst für alle – zum Ausleihen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Eine Besucherin betrachtet Bilder an der Wand im Superraum.
Blick in Ausstellung mit angekaufter Kunst von 2025.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Seit 75 Jahren fördert die Stadt Dortmund die lokale Kunstszene durch den städtischen Kunstankauf. Alle ausgestellten Werke können im Anschluss über die Kunst Aus(leihe) Dortmund ausgeliehen werden. „Wer zeitlich die Ausstellung verpasst, oder sie im Anschluss des Besuches noch einmal betrachten möchte, kann die Schau erstmals auch virtuell sehen und sich zu Hause inspirieren lassen, welches Werk ins Wohnzimmer passt“, sagt Hendrikje Spengler, Leiterin des Kulturbüros . Ein guter Service: Bei den Bildern gibt es eine direkte Verlinkung zum Online-Katalog.

Kunst Aus(leihe) Dortmund

Mit der Kunst Aus(leihe) Dortmund macht das Kulturbüro Dortmund seine Kunstsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Werke Dortmunder Kunstschaffender können für drei bis maximal sechs Monate gegen eine geringe Versicherungsgebühr ausgeliehen werden.

Zudem ermöglicht die neu geschaffene Galerie auf Zeit Dortmunder Unternehmen und Gewerbetreibenden, individuell kuratierte Ausstellungen aus dem Bestand des Kulturbüros in ihren Geschäftsräumen zu zeigen. Insgesamt stehen mehr als 2.500 seit den 1960er-Jahren angekaufte Werke zur Auswahl. Die Kunst Aus(leihe) Dortmund kooperiert dabei mit der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek sowie DORTMUND KREATIV.

Neue Kreative und bekannte Namen der Kunstszene

Neu beim Kunst-Ankauf mit dabei ist Fatma Özay. Ihr Bild zeigt die Profile zweier Gesichter mit Kopftuch in gegensätzliche Richtungen schauend. Zwei Menschen, die sich begegnen, die nah beieinander sind, aber sich nicht sehen - die Personen scheinen zu verschwimmen. „Ich fand das spannend, – auch im Hinblick auf Schönheitsideale – krumme Nasen, Sommersprossen, Augenbrauen zu zeigen“, sagt Fatma Özay, die sich sehr über den Ankauf gefreut hat.

Özays Kunst beschäftigt sich mit Gastarbeiterinnen und dem Alltag der Musliminnen in Deutschland. Fatma Özay thematisiert die Diaspora, den steinigen Weg der Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Dabei erzählt sie auch die Geschichte ihrer eigenen Familie. Sie verbindet verschiedene künstlerische Elemente, Texturen und Medien – wie etwa Fotografien – mit der Acrylmalerei.

Großes Spektrum online und vor Ort zu sehen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Ein Blick von oben auf die Eröffnung einer Ausstellung im Superraum in Dortmund.
Eröffnung der Ausstellung am 22. Januar mit Ute Mais und Hendrikje Spengler, Leiterin des Kulturbüros, am Podium.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die gezeigten Werke der Dortmunder Kunstschaffenden zeigen ein weites Spektrum von künstlerischen Ausdrucksformen. Darunter zum Beispiel auch die Medienarbeiten des überregional agierenden Künstlerduos Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer. Sie arbeiten seit 2016 zusammen und schaffen in dieser Zusammenarbeit multimediale Installationen und Performances. Darin setzen sie sich vor allem mit der technologischen Umwelt auseinander, die nicht nur den Menschen, sondern auch Flora und Fauna betrifft.

Oder Christian Freudenberger, der sowohl als Künstler als auch Professor für Malerei und Druckgrafik an der Universität Siegen ist. Seine wiederkehrenden Motive sind Leere, Wiederholung, das Unbewusste und die produktive Offenheit des Prozesses. Seine Arbeiten – meist in reduzierter Farbigkeit, mit Acrylmarkern aufgetragen – pendeln zwischen Zeichnung, Malerei und Rauminstallation. Sie fordern dazu auf, ihre Wahrnehmung aktiv zu reflektieren und die vermeintliche Stabilität von Raum und Bedeutung zu hinterfragen. Dagegen setzt eine Arbeit von Marc Bühren sehr plastisch Grafisches in Szene.

16 Kunstschaffende zeigen ihre Werke

Die Kunstankaufskommission wählte insgesamt 19 Werke von 16 Dortmunder Kunstschaffenden aus. Vertreten sind: Silke Bojahr, Marco Wittkowski, Christian Freudenberger, Fatma Özay, Jamin Pamin, Marc Bühren, das Duo Lom-of-Lama, Jan Richard Heinicke, Sabine Held, Jana Kerima Stolzer & Lex Rütten, Peter Hoffmann, Finnja Giesberts, Aron Schmidtke, Steven Natusch und Heinz Morszoeck.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Februar im SUPERRAUM, Brückstraße 64 zu sehen, und zwar dienstags und donnerstags zwischen 16 und 19 Uhr und Samstag zwischen 12 und 16 Uhr. Oder rund um die Uhr online in der virtuellen Ausstellung.

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