Radverkehr
Radverkehrsbeschleunigung
Die Stadt Dortmund setzt auf innovative Technologien für mehr Komfort beim Radfahren. Durch smarte Sensoren, die den Radverkehr erfassen und bei Bedarf Grünphasen an Ampeln anpassen, müssen Radfahrende seltener an roten Ampeln warten – das erhöht den Komfort und die Attraktivität des Radfahrens. Dieses zukunftsweisende Projekt brachte Dortmund eine Nominierung beim Deutschen Fahrradpreis 2025 ein – in der Kategorie ‚Infrastruktur‘ gehörte es zu den Top fünf des Jahres.
Statt bei Rot anzuhalten und die Anforderungstaste zu drücken, haben es Radfahrer*innen an vielen Stellen in Dortmund schon besser. Spezielle Sensoren an der Ampel erkennen den sich nähernden Radfahrenden automatisch – und fordern bereits rund 35 Meter vor dem Haltebalken Grün an. Im Idealfall geht es dann ganz ohne Stopp weiter – wenn nicht gerade Rush Hour ist. Aber auch dann ist die Wartezeit kürzer, weil Grün bereits automatisch angefordert wurde.
Schlaue Technik an Ampeln – die gibt es auch für Autofahrer*innen und Fußgänger*innen. Ziel ist immer, den Verkehr so reibungslos wie möglich fließen zu lassen. Für die Beschleunigung des Radverkehrs auf besonders wichtigen Verkehrsachsen gibt es ein eigenes Konzept. Die smarten Sensoren verkürzen Wartezeiten und erhöhen die Reisegeschwindigkeit, indem Radfahrende frühzeitig erkannt und Grünphasen bei Bedarf verlängert werden. Radfahren wird so attraktiver. Die Optimierung der Grünphasen wirkt sich dabei nur geringfügig auf andere Verkehrsteilnehmende aus.
Während der Projektlaufzeit von 2020 bis 2025 wurden insgesamt 37 Anlagen nachgerüstet. Das Vorhaben wird mit bis zu 95 Prozent durch Landesmittel gefördert. Vier weitere Anlagen verfügten schon vor Beginn des Förderprogramms über die neue Technik.
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Umgesetzte Standorte in Dortmund
Aplerbeck
- Marsbruchstraße / Allerstraße (Schürener Feld)
Brackel
- Am Gottesacker / Ludwig-Lohner-Straße (B1, nördlicher Anschluss)
- Zeche-Norm-Straße / Elf Kreuzen - Altwickeder Hellweg*
- Brackeler Hellweg / In den Erlen
Hombruch
- Dorstfelder Allee / A40 (südlicher Anschluss)*
- Vogelpothsweg / Emil-Figge-Straße
- Ardeystraße / Carl-von-Ossietzky-Straße - Am Segen
- Stockumer Straße / Am Beilstück - Steinäckerstraße
- Stockumer Straße / Am Gardenkamp
- Stockumer Straße / Rüpingsbach (Emscherweg)
Hörde
- Faßstraße - Am Stift / Hermannstraße
- Hörder Bahnhofstraße / Am Stift - Benninghofer Straße
- Märkische Straße / Auf´m Brautschatz (Hundeweg)
- Willem-van-Vloten-Straße / Semerteichstraße
Huckarde
- Huckarder Straße / Allensteiner Straße-Franziusstraße
Innenstadt-Ost
- Im Defdahl / Deggingstraße (Bananen- und Hundeweg)
- Im Defdahl / Obere Brinkstraße
- Märkische Straße / Saarlandstraße - Ernst-Mehlich-Straße*
- Nußbaumweg / Peter-Paul-Rubens-Straße
- Ruhrallee / Landgrafenstraße
- Ruhrallee / Markgrafenstraße
- Ruhrallee / Rheinlanddamm
- Ruhrallee / Saarlandstraße
Innenstadt-Nord
- Borsigplatz / Brackeler Straße / Oesterstraße
- Borsigplatz / Borsigstraße / Oestermärsch
- Mallinckrodtstraße / Leopoldstraße – Münsterstraße
- Münsterstraße / Immermannstraße – Eberstraße
Innenstadt-West
- Arminiusstraße – Wittener Straße / Dorstfelder Hellweg
- Dorstfelder Allee / A40 (nördlicher Anschluss)*
- Dorstfelder Allee / Dorstfelder Hellweg – Emscherbrücke (Emscherweg)
- Dorstfelder Allee / Huckarder Straße – Mallinckrodtstraße (Emscherweg)
- Dorstfelder Allee / Kortental
- Hauert / Emil-Figge-Straße
- Hauert / Otto-Hahn-Straße
- Königswall / Bahnhofstraße
- Lindemannstraße / Neuer Graben
- Rheinische Straße / Huckarder Straße
- Rheinische Straße / Joachimstraße
Mengede
- Bodelschwingher Straße / Mengeder Straße
(*) Lichtsignalanlagen, die außerhalb der Förderung verbessert wurden.
Der Stadt Dortmund brachte das Projekt eine Nominierung beim Deutschen Fahrradpreis 2025. In der Kategorie ‚Infrastruktur‘ kam es unter den Top fünf.
Weitere Radverkehrsprojekte
Die Velorouten bündeln als radiale Verbindungen den vorhandenen und den zu erwartenden Radverkehr im Zuge wichtiger Verbindungen abseits von Hauptverkehrsstraßen.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) realisiert einen attraktiven und regional bedeutsamen Rad- und Wanderweg vom Phoenix-See im Süden bis zur Westfalenhütte im Norden
Der Radwall ist eine Maßnahme aus dem EU-Förderprojekt "Stadtluft ist (emissions-)frei – Dortmunds Einstieg in eine emissionsfreie Innenstadt" und umfasst den fahrradfreundlichen Umbau des Schwanen- und Ostwalls. Nach 3,5 Jahren von der Planung bis zur Fertigstellung wurde der rund 1,5 km-lange Zweirichtungsradweg am Innen- und Außenwall am 31. August 2022 von Oberbürgermeister Thomas Westphal eröffnet.
Der Radschnellweg Ruhr (RS1) ist das Rückgrat für das regionale Radverkehrsnetz im Ruhrgebiet und damit zentraler Baustein für eine zukunftsorientierte und klimafreundliche Mobilitätsstrategie. Gerade mit der geplanten Alltagsnutzung in der Metropolregion Ruhr mit einer Gesamtlänge von ca. 100km von West nach Ost entsteht eine attraktive Alternative zum motorisierten Verkehr und damit eine Entlastung der vielbefahrenden Verkehrsachsen A40/B1 sowie der Schienenstrecke Duisburg-Hamm. 24 Kilometer dieses zukunftsweisenden Infrastrukturprojektes werden durch Dortmunder Stadtgebiet führen.
Der Abschnitt Steinstraße bildet den ersten Baustein für eine umfassende und langfristige Umgestaltung des Radwegenetzes in diesem Bereich. Für den Radverkehr steht auf der umgestalteten Steinstraße nun eine eigene Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. So wie im fertiggestellten Abschnitt zwischen Baumstraße und Leopoldstraße sollen Radfahrende in Zukunft auf dem kompletten Straßenzug Treibstraße/ Grüne Straße/Steinstraße/Heiligegartenstraße/Jägerstraße/ Gronaustraße geführt werden.
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Die Verkehrstechnik "Radverkehrsbeschleunigung an Lichtsignalanlagen" ist mit dem Projekt für den Deutschen Fahrradpreis 2025 nominiert.
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