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Cityentwicklung

Vom Weg- zum Hingucker: Spektakuläre Pläne für den Kronen-Turm

Sechs Mal hat sich der Gestaltungsbeirat im vergangenen Jahr über neue Bauvorhaben in der Stadt beraten. Prominentes Beispiel ist der Kronenturm, für den es jetzt einen Plan mit Wohnungen gibt – und dem buchstäblich eine Krone wachsen soll.

Für den mehr als 20 Jahre lang leerstehenden, 65 Meter hohen Brauturm auf dem ehemaligen Kronen-Gelände an der Märkischen Straße gibt es spektakuläre Pläne. Die LINIM-Gruppe möchte den Kronenturm als Wohngebäude umnutzen und greift damit eine ältere Idee wieder auf. Durch neue Zwischendecken könnten ausreichend hohe Geschosshöhen für die Wohnungen geschaffen werden.

Kronenturm-Projekt: Dachgarten mit Krone.
Bild: RKW Architektur +
Kronenturm-Projekt: Dachgarten mit Krone.
Bild: RKW Architektur +

Fassade mit Bezug zum Ort

Das Dortmunder Büro „RKW Architektur+“ hat dafür drei Entwürfe vorgelegt. Die Variante „Plastischer Turm“ setzt dem Gebäude buchstäblich eine Krone aus Backstein mit einem Dachgarten auf. Mit Loggien an allen vier Ecken auf jeder Etage wird die Fassade transparent. Diese Variante war im Gestaltungsbeirat schnell Favorit. Er sprach sich dafür aus, den historischen Bestand der Nachbarbebauung stärker mit dem Turm zur Wirkung zu bringen – denn durch eine komplett neue Fassade könnte das Gebäude wie ein Neubau wirken und die Geschichte des Ortes gänzlich verloren gehen.

Kronenturm-Projekt: Fassadenausschnitt Kronenturm.
Bild: RKW Architektur +
Der Fassadenausschnitt Kronenturm zeigt, wie das Gebäude künftig aussehen könnte.
Bild: RKW Architektur +

Für einen Ensemblecharakter empfahl der Beirat, konkret das Fassadenmaterial der zwei ebenfalls leerstehenden Brauerei-Gebäude aufzugreifen.

Wenn das Projekt in der Planung und der Prüfung seiner Umsetzbarkeit weiter fortgeschritten ist, soll es ein weiteres Mal beraten werden. Gegebenenfalls können dann alternative Konzeptionen oder bereits Materialmuster bewertet werden.

Im Jahr 2024 wurden auch sechs Tageseinrichtungen für Kinder besprochen. Ebenso wie ein Schul- und Sporthallencampus wurden sie bereits im Zuge der städtischen Machbarkeitsstudie beraten. So war es möglich, frühzeitig städtebauliche Anregungen mit auf den Weg zu geben und den Erhalt von Bestandsgebäuden abzuwägen. Wenn es später um die architektonische Gestaltung geht, kehren auch diese Projekte noch einmal in den Gestaltungsbeirat zurück.

Mehr Zeit für die Beratung und Vor-Ort-Besuche

Insgesamt nahm sich das Gremium im zurückliegenden Jahr mehr Zeit für die einzelnen Projekte, um sich innerhalb einer Sitzung intensiver über sie auszutauschen. Neu waren auch die Vor-Ort-Besuche externer Fachleute an ausgewählten Projekten im Vorfeld der Sitzungen. Weil sie überwiegend nicht aus Dortmund kommen, ist der direkte persönliche Eindruck umso wichtiger, um abzuschätzen, wie sich ein Projekt in die Umgebung einfügt.

Die Zahl der Projekte im geförderten Wohnungsbau hat zugenommen – das spiegelt sich auch in der Arbeit des Gestaltungsbeirats. Eine immer größere Rolle spielt die schon vorhandene Bausubstanz, sei es für Umnutzungen oder für Erweiterungen bzw. für Um- und Anbauten oder Aufstockungen.

Auf Projekte in der City legt der Gestaltungsbeirat ein besonderes Augenmerk. Grundlage ist dann der „Masterplan Plätze“.

Womit sich der Gestaltungsbeirat 2024 beschäftigt hat

  • Infrastruktur- und Bildungseinrichtungen: Kindertageseinrichtungen, Schulen, Sporthallen (darunter die Fassade der Sporthalle an der Übelgönne), Feuerwache, neue Ausbildungseinrichtung der Handwerkskammer
  • Wohnbebauung: Mehrfamilienhäuser, zum Beispiel am Hombrucher Bogen / Luisenglück oder in der Viktoriastraße
  • Büro- und Geschäfts-/Gesundheitshaus: etwa am Westfalendamm (Westfalentor), „Health Cube“ im Wilopark, Projekt im und um das alte Bundesbank-Gebäude am Hiltropwall; Hotel

Zum Thema

Infos zum Gestaltungsbeirat finden Sie online unter dortmund.de/gestaltungsbeirat.

Planen & Bauen

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