Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Umwelt & Technik

Wie geht's dem Grün? Neue Technik hilft Dortmunder Bäumen

Wie geht es unseren Bäumen? Um das herauszufinden, nutzt Dortmund modernste Technik. Ein Beispiel aus dem Grünflächenamt zeigt, wie Sensoren dabei helfen, die Stadtbäume zu pflegen. Das Projekt ist Baustein der Smart-City-Strategie.

Dortmunds Bäume prägen das Stadtbild. Sie spenden Schatten, speichern Wasser, sind ein Zuhause für Tiere. Und sie bereiten den Menschen täglich Freude. Das Grünflächenamt der Stadt pflegt und schützt die Bäume an den Straßen und in den Parks mit großem Aufwand. Denn viele der Bäume sind belastet, zum Beispiel durch Straßenverkehr, Trockenheit oder weil ihr Standort ungünstig ist. Um die Pflege zu verbessern, hat die Stadt Dortmund nun an einigen „Testbäumen“ Sensoren angebracht, die die Feuchtigkeit in den Kronen von jungen und alten Bäumen messen.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Sensor in einem Baum.
Die Sensoren messen den Widerstand des wasserführenden Gewebes im Stamm. Je mehr Wasser vorhanden ist, desto geringer ist der Leitungswiderstand.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Warum wird in den Kronen gemessen und nicht im Wurzelbereich?

„Bodenfeuchte ist nicht gleich Bodenfeuchte, nicht alles Wasser ist pflanzenverfügbar“, sagt Heiko Just, Leiter des Grünflächenamts . Es gibt Wasser im Boden, das nicht von Bäumen aufgenommen werden kann, der sogenannte Totwasseranteil. Diesen Anteil aus der Bodenfeuchte herauszurechnen, ist laut Heiko Just schwierig. Darum sei es sinnvoller zu messen, wie viel Feuchtigkeit die Bäume selbst in den Baumkronen gespeichert haben. Die Sensoren messen – vereinfacht gesagt – den Widerstand des wasserführenden Gewebes im Stamm. Je mehr Wasser vorhanden ist, desto geringer ist der Leitungswiderstand.

Das Grünflächenamt will mithilfe der Messergebnisse die Bewässerung der Jungbäume optimieren. Damit sie in den ersten Pflanzjahren gut angehen und gedeihen, benötigen sie Wässerungen. Doch wie viel Wasser ist nötig? Ziel ist es, so viele Jungbäume wie möglich zu erhalten.

Auch für die alten, großen Bäume liefern die smarten Sensoren wichtige Rückschlüsse. Hier stehen präventive Maßnahmen wie Entsiegelung und Baumscheiben-Vergrößerung im Fokus. Zusätzlich erhofft sich das Grünflächenamt Rückschlüsse, um zukünftige Bedarfe bei der Kronenpflege, zum Beispiel nach heißen Sommern, besser abschätzen zu können.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Mann in einer Baumkrone.
An einer Reihe von Testbäumen hat das Grünflächenamt die Sensoren angebracht. Noch ist die Datengrundlage zu gering, um übertragbare Rückschlüsse zu ziehen, aber das soll sich in den kommenden Monaten ändern, sagt Lars Terme vom Grünflächenamt.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Besserer Baumschutz durch mehr Wissen

Lars Terme, Baumexperte beim Grünflächenamt, freut sich über die allerersten Ergebnisse. Zwar sei es noch zu früh für eine fundierte Auswertung, aber: „Wir können schon ablesen, dass die Altbäume dank ihrer tiefen Wurzeln Zugang zu größeren Wassermengen als vermutet haben“, so Terme. „Je mehr wir über das Wasser in Bäumen wissen, desto besser können wir die Bäume pflegen und auch schützen: Wir bemerken dadurch frühzeitig, wenn dem Baum etwas fehlt. So können wir schnell handeln und Totholz entfernen.“

Zum Thema

Das Sensoren-Projekt wird in Kooperation zwischen dem Grünflächenamt und dem Team von Smart City Dortmund entwickelt. Gefördert wird es durch das Modellprojekt „Smart City“ der Städte Dortmund und Schwerte vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Digitalisierung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Spielen, ins Gespräch kommen, eine Auszeit genießen: Willkommen im Paradiesgarten 2026
Fr 19. Juni 2026
Der diesjährige Paradiesgarten an der Reinoldikirche. Es sind Bänke aufgestellt zwischen vielen Blumen- und Pflanzkübeln.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Infos und Tipps: Dortmund macht sich bereit für die nächsten Hitze-Tage
Mi 17. Juni 2026
Eine Frau beugt sich über einen öffentlichen Trinkbrunnen und trinkt Wasser daraus.
Bild: Stadt Dortmund
Auszeichnung: Dortmund ist „New Mobility City“ 2026
Mi 17. Juni 2026
Zwei Frauen und drei Männer stehen in schicker Kleidung auf einer Bühne und halten stolz ein Schild in die Kamera.
Bild: TÜV-Verband / Tobias Koch
Archenbecke fließt bald oberirdisch in die Emscher und nicht mehr im Kanal
Mi 17. Juni 2026
Aplerbeck
Eine Gruppe steht zusammen in der Nähe des Baches Archenbecke.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Neuer Nahverkehrsplan: Bus und Bahn sollen noch attraktiver werden
Di 16. Juni 2026
U-Bahn Haltestelle Westfalenhallen, die U46 Richtung Hauptbahnhof fährt rechts im Bild los, der Bahnsteig ist leer
Bild: Stadt Dortmund
Dortmunder Unternehmen im Fokus: Wirtschaftsförderung startet KI-Studie
Fr 12. Juni 2026

Dortmunder Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz ein. Die Wirtschaftsförderung hat dazu eine Befragung gestartet.

Pflege für Dortmunds Wildblumenwiesen: Das Grünflächenamt beginnt mit dem Sommer-Mähen
Mi 10. Juni 2026
Trecker auf einer Wiese am Mähen
Bild: Stadt Dortmund / Soenke Janssen
541 Hektar für die Energiewende: Dortmund identifiziert Freiflächen für Photovoltaik
Mo 8. Juni 2026
Eine Person steht auf einem Dach vor einer Photovoltaikanlage und trägt einen Schutzhelm.
Bild: Stadt Dortmund / Luisa Kunz
Dortmund bringt Erfahrungen zu bezahlbarem Wohnen und Klimaanpassung auf die Weltbühne
Fr 5. Juni 2026
Eine Gruppe Menschen sitzt vor einem großen Aufsteller, auf dem "World Urban Forum" steht.
Bild: Stadt Dortmund
Großer Frühjahrsputz: Hauptbahnhof glänzt bei Reinigungsaktion
Do 28. Mai 2026
Im Zuge des Frühjahrsputzes probiert auch Oberbürgermeister Kalouti das Reinigungsgerät selbst aus.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Es summt und brummt: Immer mehr Bienen erobern Dortmunds Dächer
Mi 20. Mai 2026
Bienenstöcke stehen auf dem Gelände von Wilo.
Bild: WILO SE
„Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund: Satellitenbilder zeigen Spuren des Menschen
Fr 15. Mai 2026
Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Oliver Adrian und Volontärin Lucie Baltz.
Bild: Stadt Dortmund / Sabrina Richmann
Mehr Online-Services für Dortmund: Stadt baut digitale Verwaltung weiter aus
Mi 13. Mai 2026
Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen. Sie steht mit einem Laptop vor einem Flatscreen.
Bild: Stadt Dortmund / Luisa Kunz
Bau des neuen Spielgeräts in Form einer Hansekogge hat begonnen
Di 28. April 2026
Zu sehen ist ein kleines Kind mit gelbem Helm in einem roten Miniatur-VW-E-Bus
Bild: Stefan Grey
Kartenvorverkauf beginnt: Startschuss für den Countdown zur IGA 2027
Fr 24. April 2026
Luftbild des Geländes der Kokerei Hansa.
Bild: Roland Gorecki