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Zugewanderte Kinder bereiten sich in der VHS auf einen Schulplatz in Dortmund vor

Im Projekt „Kurze Beine, kurze Wartezeiten“ werden zugezogene Schüler*innen zwischen sechs und 18 Jahren ohne Schulplatz flächendeckend betreut.

Es geht um soziales Miteinander und erste Schulregeln: Zugewanderte Kinder und Jugendliche werden in Dortmund betreut, während sie in Vermittlung für einen Schulplatz sind. Dahinter steht das gemeinsame Projekt „Kurze Beine, kurze Wartezeiten“ von Volkshochschule (VHS) und Dienstleistungszentrum Bildung im Fachbereich Schule.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Oberbürgermeister Thomas Westphal und Kinder- und Jugenddezernentin Monika Nienaber-Willaredt im Gespräch mit Betreuerin Farida Aouam
Oberbürgermeister Thomas Westphal und Kinder- und Jugenddezernentin Monika Nienaber-Willaredt im Gespräch mit Betreuerin Farida Aouam.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Dabei lernen jeweils 15 Schüler*innen von Montag bis Freitag gemeinsam von 8:00 bis 12:30 Uhr. Alle haben einen anderen Bildungsstand, sprechen unterschiedliche Sprachen. Manche sind in ihrem Herkunftsland zur Schule gegangen, manche nicht. Je zwei Dozenten*innen begleiten das niedrigschwellige Angebot und können die Kinder je nach Lernniveau fördern.

Spielend lernen und auf Schulalltag vorbereiten

Niedrigschwellig heißt: Es wird zusammen getanzt und gesungen. Bei Spielen erfahren die Kinder Gemeinschaft. Bei Ausflügen wird das unmittelbare Wohnquartier erkundet. So lernen die Kinder erste deutsche Wörter und verknüpfen sie mit der Umwelt. Manche lernen erste „Schulvokabeln“ wie Klassenraum, Heft und Stift. Außerdem geht es um die sozialen Spielregeln im Klassenraum, zum Beispiel das Zuhören, Ausredenlassen und das aufeinander Achten.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Betreuerin Farida Aouam erklärt Kindern im VHS Zentrum Nord (Eving) die Jahreszeiten-Uhr.
Betreuerin Farida Aouam erklärt Kindern im VHS Zentrum Nord (Eving) die Jahreszeiten-Uhr.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Ich finde es großartig, wie engagiert die Kinder und Jugendlichen hier teilnehmen und neugierig alles aufnehmen, was sie vor dem Eintritt ins Regelschulsystem lernen können“, sagt OB Westphal. „Das Überbrückungsangebot zeigt: Auch wenn zuerst kein Schulplatz für die zugewanderten Kinder gefunden werden konnte, lassen wir sie nicht allein – im Gegenteil, wir helfen ihnen beim Wachsen.“

Die Vermittlungszeit bis zum Start in der regulären Schule liegt zwischen etwa vier und etwas mehr als neun Wochen (Medianwert). Je nachdem, wann ein freier Schulplatz bereitsteht, geht es im Regelschulsystem weiter. Da die Zahl der zugewanderten schulpflichtigen Kinder zuletzt gestiegen ist, sind weitere Schulvorbereitungskurse mit der VHS in Planung.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Betreuer Muhammed Akdag spricht mit einem Kind im VHS Zentrum Nord (Eving).
Betreuer Muhammed Akdag spricht mit einem Kind im VHS Zentrum Nord (Eving).
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Jugenddezernentin: Kinder intensiv begleiten

Kinder- und Jugenddezernentin Nienaber-Willaredt sagt: „Neben dem Ankommen und ersten Begriffen auf Deutsch geht es darum, die Kinder und Jugendliche an institutionalisierte Bildung, Regeln und einen regelmäßigen Alltag heranzuführen. Sie lernen, dass sie (Bildungs-)Institutionen vertrauen können und werden intensiv begleitet, damit der Übergang ins Regelschulsystem bestmöglich gelingt.“

Im November starteten die ersten städtisch geführten Kurse, unter anderem in der VHS Eving, der Frenzelschule in Hörde oder in der Jugendfreizeitstätte Lütgendortmund. Zwei weitere Kurse laufen in Zusammenarbeit mit der dobeq GmbH und der Grünbau gGmbH.

Schlagwörter

Kinder, Jugendliche & Familie Bildung Integration VHS

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